Ein Barde erzählt   Teil VIII

Damh der Barde besuchte Wien im Juli 08. Dieser Artikel ist die verschriftlichte Form des gemeinsamen Vortrags von Damh und seiner Partnerin Carrie über das Druidentum im Rahmen eines Pagan Federation Pubmoots. Transkribiert und übersetzt wurde das Interview von Shina Edea.

DamhDamh ist nicht nur Mitglied des OBOD, er macht auch Musik und schreibt eigene Lieder über das Heidentum. In diesem letzten Teil des Interviews wird er uns noch etwas mehr über seine Musik erzählen.

Woher kommt der Name “Damh the Bard”?
Damh: Es ist gälisch, schottisch-gälisch und bedeutet Hirsch. Mein Taufname ist aber Dave und das passt sehr gut zusammen. Das Tier, mit dem ich schon immer gearbeitet habe ist der Hirsch, das passt auch sehr gut. Ich wusste es zuerst gar nicht, aber Damh bedeutet auch Barde. Ich bin also Bard, der Barde oder so. In manchen Sprachen heißt es auch Ochse.

Was kam zuerst, die Spiritualität oder die Musik?
Damh: Zuerst kam die Musik. Ich habe schon mit acht Jahren Gitarre gelernt und davor bin ich auf meinem Schaukelpferd gesessen und habe Glam Rock gesungen. Tim O´Leary, ein irischer Folk Musikant hat mir das Gitarre spielen beigebracht. Er konnte keine Noten lesen, also hat er mir einfach erklärt, wie die Akkorde aussehen. Ich habe also sehr viel über sehen und hören gelernt. Da er keine Noten lesen konnte, habe ich das auch nie gelernt. Wenn man aber schaut, wie damals bei den Barden Musik unterrichtet wurde, war es genau so. Er hat meine Ohren geschult, was viel wichtiger ist, als vom Blatt zu spielen. Ich kann noch immer keine Noten lesen, aber ich kann Harmonien hören. Musik kam also zuerst, obwohl ich schon immer ein Interesse an Magie hatte. Der Druidenorden war aber nicht das erste, was ich gefunden hatte – ich war zuerst in einem hermetischen Orden und habe dort die Wege des Golden Dawn gelernt.  Und dann fand ich irgendwann zum Druidentum.

Deine Musik ist vom Heidentum inspiriert, schreibst du speziell Musik für Heiden?
Damh: Ja.

Gibt es etwas Spezielles, das du deinen Zuhörern mit der Musik mitteilen möchtest?
Damh:  Als ich das Heidentum zum ersten Mal entdeckte, gab es vielleicht zwei Bands. Die eine war „Silver On A Tree“, die andere „The Dawn“. Der Rest der heidnischen Musik bestand aus Chants. Die haben mich einfach nicht bewegt und ich wollte die Geschichten des Landes weitererzählen, Musik schien mir dazu die passende Sprache. Nicht um Menschen damit zu konvertieren, sondern um ihre Augen zu öffnen. Ihnen zu zeigen wie schön das Land Ist auf dem sie leben. Es ist lustig, wenn man bedenkt, dass ich als Kind mit acht oder zehn Jahren Irish Folk gelernt habe. Dann kam ich auf die Heavy Metal Schiene, hab AC/DC, Iron Maiden und Motorhead gehört. Ich hab meine Akustikgitarre verlassen, konnte mich aber nicht wirklich mit der elektrischen Gitarre anfreunden. Also wurde ich Schlagzeuger in einer Rockband. Wir waren gerade dabei etwas aus uns zu machen, aber das Bandleben ist immer schwierig, also haben wir uns dann wieder getrennt. Der Kreis schließt sich und ich fand wieder zu meiner Gitarre und entdeckte den Folk neu, mit dem ich ja ursprünglich angefangen hatte.
Musik ist so eine universelle Sprache. Wenn man das Heidentum verstehen lernen will, kann man ein Buch lesen, das aus den Worten und Gedanken des Autors besteht, aber ich wollte auch, dass man dazu meine Lieder hören konnte. Die Musik und meine Worte erzählen davon, was ich liebe. Das lässt dich vielleicht Einblick nehmen in die Dinge, die ich tue. Du kannst das Heidentum auch auf andere Arten kennen lernen. Ich schreibe keine Bücher,  aber ich schreibe Lieder.

Weitere Konzerte und Österreichbesuche des Barden sind bereits in Planung. Genauere Infos bekommt ihr dazu über die Pagan Federation Austria, den OBOD und Damh´s Homepage.


Das WurzelWerk bedankt sich ganz herzlich bei Shina für die Transkription und Übersetzung des Interviews!


Shina Edea


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