Betreuung gesucht für WurzelWerk's
„Wilhelm Reich lebt!“   Teil II

Mit diesem Leitspruch fand am 10.11.2007 in der Mainzer Uni ein Symposium zum Gedenken an den 50. Todestag des Psychiaters und Orgonforschers statt. Veranstaltet wurde es vom
Arbeitskreis Wilhelm Reich, der im Übrigen auch Seminare und Vortragsreihen organisiert.

Dr.med. Jorgos Kavouras: Heilen mit Orgonenergie – Wilhelm Reichs Fortschritt für die Medizin

Dr. Kavouras ist als Landarzt und Homöopath tätig, er setzt in seiner Praxis Orgonakkumulator und DOR-buster ein.
Hintergrund (vereinfacht): Als ein Prinzip des gesunden Lebendigen machte Wilhelm Reich die sog. Orgonenergie aus, die nicht nur auf den Körper beschränkt ist, sondern die ganze Natur durchdringt. Um diese Energie zu konzentrieren und sie dann zu Heilzwecken einzusetzen, entwickelte er den Orgonakkumulator.
Unter bestimmten Umständen, z.B. bei Kontakt mit Radioaktivität oder elektromagnetischer  Strahlung, tritt die Orgon-Energie zunächst in einen „aufgereizten“ Zustand ein („ORANUR“) und verwandelt sich dann in ihr Gegenteil, das sog. DOR („deadly orgon“ , tödliches Orgon). Bei diesem ist die innere Dynamik („Pulsation“) zum Stillstand gekommen; es handelt sich um einen stagnierten Zustand von Orgon.

Ein DOR-buster ist eine Apparatur, die dazu dient, DOR-Energie z.B. aus einem menschlichen Körper abzuleiten. Es handelt sich um eine trichterförmige Metallstruktur, verbunden mit Schläuchen, die in mit Orgon aufgeladenes Wasser führen, welches bewegt wird. Es empfiehlt sich, auch den Trichter zu bewegen, allerdings ist dies für den Therapeuten gesundheitlich gefährlich, da er durch Berührung der Apparatur der DOR-Energie ausgesetzt ist. Dr. Kavouras hat daher einen Mechanismus konstruiert, der diese Bewegung automatisiert.
Ein Besucher bestätigt die Gefährlichkeit: er hat versucht mit einem Eimer und vier Eisenrohren einen Raum zu reinigen, weil darin zuvor ein Amateurfunker war. Er hat dabei versehentlich eines der Rohre berührt, einen elektrischen Schlag bekommen, und hatte dann monatelang mit seinem Dünndarm zu tun. Er rät daher zu extremer Vorsicht, der Verwendung von Gummihandschuhen, etc.
Heilerfolge durch den DOR-Buster werden von Dr. Kavouras beschrieben bei Algodystrophie, peripheren Nervenverletzungen, Schwellungszuständen nach Verletzungen, Bandscheibenvorfällen, entzündlichen und degenerativen Gelenkerkrankungen, Nervenkompressionssyndrom und Tumoren (auch im ZNS).

Dr. Kavouras betont, dass W.Reich nie geschrieben habe, der Orgonakkumulator wäre ein Allheilmittel gegen Krebs, daß aber fast jeder Krebspatient davon profitieren könne, z.B. durch eine Besserung der Nebenwirkungen von Chemotherapie. Er betont, dass Tumorpatienten meist erst in einem späten Stadium zur Orgontherapie kommen, sodass nur eine Stabilisierung des Zustands möglich ist, und er beschreibt einen Fall, wo ein operationsbedürftiger bösartiger Tumor im Verlauf einer 12-wöchigen Behandlung völlig verschwunden sei, verbunden mit einer drastischen Besserung der Befindlichkeit.

Im Bezug auf Impfungen beschreibt er, dass krankheitsverursachende Bakterien den zu befallenden Organismus abhängig von seiner energetischen Gesundheit befallen, und dabei genau jene Bandbreite des Energieniveaus wählen, das ihnen die besten Vermehrungsbedingungen bietet. Sie befallen also weder Organismen mit wesentlich besserer noch solche mit schlechterer energetischer Konstitution.
Das -unverstandene- Prinzip der Impfungen beschränkt sich nach seiner Erklärung schlicht darauf, das Energieniveau eines Organismus soweit zu verschlechtern, dass er für die betreffenden Bakterien nicht mehr attraktiv ist.
Dr. Kavouras betont, dass es, solange dieser Zusammenhang nicht genauer erforscht ist, sehr gefährlich sei, sich impfen zu lassen.


Dr.phil Andreas Hellmann: Orgonotische Resonanz als Ausgangspunkt einer anderen Wahrnehmung und eines erweiterten naturwissenschaftlichen Weltbildes

Dr. Hellmann vertritt eine philosophische Herangehensweise an die Arbeit W.Reichs; er ist tätig im Vorstand des Projekts SAFE (freie Energie).
Seine Fragestellung richtet sich auf ein orgonomisches Paradigma des Erkennens im Sinne eines zweiphasigen Prozesses, bei dem zuerst die orgonomische Wahrnehmung und dann ein wissenschaftliches Denken auf der Basis dieser Wahrnehmung erfolgt. Solcherart wird „die Denkstruktur der letzten 5000 Jahre überschritten“.
Problematisch ist, dass man auch mit alten Denkmustern über Orgon nachdenken kann, dies aber zu Missverständnissen und Fehlern führt.

Eine neue Metaphysik wird beschrieben als eine „Konzeption, die dem lebendigen Werden der Einzelwesen den Vorzug gibt“; dies im Gegensatz zur alten Metaphysik als einer „Konzeption, welche die Vielfalt des innerweltlich Begegnenden zurückführt auf eine transzendente (d.h. abgetrennte) Ursache, welche selbst nicht bewegt ist“. Ein Bezug auf Parmenides und Heraklit wird genommen.
Paradigma wird im Sinne von Thomas Kuhn verstanden als eine Brille die den Forscher nur das sehen lässt was das Paradigma zulässt. Bei einem Paradigmenwechsel besteht Inkommensurabilität, d.h. es gibt keine ehrliche Kommunikation zwischen altem und neuem Paradigma; der Übergang ist dann ein irrationaler Prozess.

Nach diesen eher formalen Betrachtungen wird die Frage nach der Ontologie des neuen Paradigmas gestellt. Dies wird beschrieben als nicht nur die „Lehre von dem was ist“, sondern die „Lehre von dem was ist und wie es sich verändert“.
Für die Wahrnehmung ist laut Reich ein „ungestörter orgonotischer Kontakt mit dem Gegenstand der Forschung“ erforderlich. Reich gründet seine Wahrnehmung von Orgonenergie auf die mögliche Resonanz zwischen dem Äußeren und dem im Inneren des Menschen emotional erlebbaren Energiefluss.

In einer Auseinandersetzung mit Kant wird dargestellt, dass lt. Reich eine wirkliche Erkenntnis vom Wesen möglich ist, indem diese im Sinne eines Werdens verstanden wird und keine Endgültigkeit verlangt.

Zur Frage der Unmöglichkeit objektiver Erkenntnis wird erklärt, dass der orgonotische Kontakt keine Verschmelzung von Subjekt und Objekt anstrebt, sondern eine Resonanz, bei der das Prinzip des Forschers mit dem des Erforschten schwingt (wobei die Ratio auch als eine Naturfunktion verstanden wird).
Hierbei kommt zum alten Paradigma einer Zweiwertigkeit von Subjekt und Objekt, das notwendigerweise um emotionale Qualitäten ergänzt wird, die (ohnehin schon immer bestehende) Beziehung beider hinzu.
Resonanz ist demnach nicht ein Begegnung mit einem Objekt, sondern eine Begegnung mit einem „Du“ (das selber Subjekt ist).


Dr. med. Manfred Fuckert: Orgonomische Klimabeeinflussung mit dem „Cloudbuster“

Ein Cloudbuster ist eine spezielle, größere Version des DOR-Busters. Er dient dazu, Wolken aus DOR-Energie zu beseitigen und mithin das Wetter zu beeinflussen.
Dr. Fuckert beschreibt verschiedene Möglichkeiten, wie sich die Orgon-Energie in der Atmosphäre erkennen lässt. Diese Energie ist nicht isolierbar; sie verstärkt sich sogar noch in einem Metallkasten (dies hat zur Entwicklung des Orgonakkumulators geführt). Ein Elektroskop entlädt sich im Orgonakkumulator langsamer; photographische Platten die lichtdicht aufbewahrt werden, reagieren auf Orgonenergie; Wasser verdunstet im Orgonakkumulator langsamer, seine Oberflächenspannung nimmt zu; Pflanzen wachsen schneller und kräftiger.
Man kann die Pulsation der Orgonenergie in der Atmosphäre erkennen, indem man auf Farbe und Bewegung des Himmels achtet, darauf wie die Tiere sich verhalten, und wie man sich selber fühlt.
Man kann eine Apparatur aus zwei identischen Kästen erstellen, in die jeweils ein Thermometer eingebaut ist, wobei einer der Kästen Orgonakku-Schichten enthält. Die Temperaturdifferenz gibt dann Aufschluss über das Orgon in der Atmosphäre. Dies funktioniert jedoch nicht im November, da dann die Orgonenergie im Wasser gebunden ist. Jedoch kann man im November die Kästen testen – es darf dann keine Temperaturdifferenz auftreten.
Die Orgonenergie stellt sich ggfs. als Blaustich in der Landschaft dar; vor einem Wetterwechsel zieht sie sich in die Wolken zurück, deshalb wird dann die Sicht oft kristallklar.
Eine Fotografie eines Astronauten auf dem Mond zeigt das Orgon als intensive blaue Aura um den Astronauten – diese wurde  von der NASA später wegretuschiert.

Dr. Fuckert beschreibt die Aufstellung eines Orgonakkumulators in einem medizinischen Institut. Mat hat bewusst einen Aufstellungsort möglichst weit entfernt von der Röntgen-Anlage gewählt, um einen ORANUR Effekt zu vermeiden. Denn die Orgon-Energie breitet sich um den Orgonakkumulator herum aus, und der ORANUR Effekt ist umso stärker je kurzwelliger die Radiostrahlung ist.
Es trat dennoch ein Effekt ein, der sich zunächst durch elektrische Schäge an Geländern manifestierte, und dadurch dass Hitzewallungen, Müdigkeit und Überreizung bei den Mitarbeitern auftraten. Schließlich musste man den Orgonakkumulator abtransportieren. Dies geschah im Winter bei -20 Grad; dennoch mussten alle Autofenster geöffnet werden und es war immer noch zu heiß im Auto.

Ein Cloudbuster besteht aus 8-10 metallischen Röhren, etwa 1 m lang, die im Wasser geerdet sind. Richtet man ihn auf eine Wolke, so schrumpft sie, richtet man ihn neben die Wolke, dann wächst sie.
Eine kleine Version des Geräts wird im Auditorium herumgereicht. Es handelt sich um eine Plastikdose wie sie zum Verpacken von Lebensmitteln verwendet wird, ca. 20x20x15 cm. Der Deckel hat 6 Bohrungen, in vier davon werden vertikal Aluröhren gesteckt (etwa 30 cm lang und 1.5cm Durchmesser). Im Behälter befindet sich eine Tauchpumpe, deren Schlauch durch die beiden verbleibenden Öffnungen hinaus- und wieder hineingeführt wird, um eine Umwälzung zu erreichen.
Das Gerät eignet sich zur energetischen Reinigung von Büros, eine Wirkung tritt nach 2-3 Tagen ein. Das Wasser sollte man regelmäßig wechseln und dann nicht zum Pflanzengießen verwenden oder der Katze geben!

Dr. Fuckert beschreibt anhand meteorologischer Bilder den ORANUR-Effekt nach dem Tschernobyl-Unglück, und wie eine konzertierte Aktion mit mehreren Cloudbustern zu einer Veränderung der Wetterlage führte, indem ein Zustrom frischen Orgons von Westen bewirkt wurde. Wenn genügend Orgon zur Verfügung steht, dann kann sich das Orgon die Radioaktivität zu nutze machen; die neue Energie dringt durch alle Wände, verursacht hohe Zählraten in Zählrohren, wirkt aber nicht schädlich auf Organismen.

Im Rahmen einer kurzen Diskussion werden dann noch einige Fragen aus dem Publikum betrachtet:

  • Ob es sich bei der Bundeslade um einen Orgonakkumulator handelte, ist wissenschaftlich nicht mehr feststellbar und daher in den Bereich der Spekulation zu verweisen.
  • Die Gefahr eigenmächtiger Cloudbuster-Aktionen und der damit verbundenen klimatischen Konsequenzen wird von einigen Besuchern als sehr dramatisch aufgefasst. Eine zentrale Koordination erscheint jedoch nicht praktikabel. Im Internet soll es eine Karte der Cloudbuster-Standorte geben – evtl. mal hier schauen.
  • Die Frage, ob sich Chemtrails mit Cloudbustern bekämpfen lassen, wird von Dr. Fuckert dahingehend beantwortet, daß er nicht an Chemtrails glaubt.

Resumee

Die körpertherapeutischen Anschauungen, wie von Frau Dr. Fuckert vorgestellt, erscheinen mir als stimmig und nachvollziehbar, und als therapeutischer Ansatz durchaus begrüßenswert. Auch freut mich die unverklausulierte Offenheit der Präsentation, die die verwendeten Techniken verständlich macht. Wünschenswert wäre vielleicht, dass derartige Techniken nicht nur als therapeutischer Ansatz zur Heilung konkreter Beschwerden, sondern allgemein als Beitrag zur Volksgesundheit verfügbar wären.

Wesentlich schwerer fällt mir, eine Position zu den thematisierten Apparaturen zu beziehen. Denn aus meinem tendenziell naturwissenschaftlich-technischen Weltverständnis heraus erscheint deren Wirkungsweise zunächst sehr bizarr und unglaubwürdig. Überraschend war für mich daher auch, dass im Auditorium gar keine kritischen Stimmen laut wurden, es sich also offenbar weitgehend um überzeugte Vertreter dieser Anschauungen zu handeln schien.

Es wäre zu fragen, wie ein Weltbild beschaffen sein müsste, aus dem heraus diese Apparaturen einen Sinn machen könnten, und welche wissenschaftlichen Kriterien dabei anwendbar sein können.
Denn einerseits scheinen sich ja etliche alternative Heilverfahren einer wissenschaftlichen Erklärung (derzeit noch?) zu entziehen und nichtsdestotrotz wirksam zu sein, andererseits reicht die hier vorgestellte Thematik nahe an den Bereich von Elektrosmog- und Erdstrahlen-Kritik und jener vielfältigen auf Esoterik-Messen erhältlichen Schutzmittel, bei denen zumindest ich der Meinung bin, dass ein Großteil davon schlicht die Ängste der Menschen zu Geld zu machen sucht. Wo aber wäre da eine Grenze zu ziehen?

Weiterhin wäre die Definition von Gesundheit zu betrachten. Ein Amateurfunker fühlt sich von Elektrosmog nicht belastet, und jene, die ich kenne, erscheinen mir auch nicht kränklich. Wenn man davon ausgeht, dass erst eine gewisse Sensibilität die Wahrnehmung solcher Energien und Wirkprinzipien erschließt, dann müsste gefragt werden, ob Gesundheit eher die Ignoranz von und Widerstandsfähigkeit gegen diese Energien bedeutet, oder eher die Sensibilität und Anfälligkeit für sie.


PMc


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