Betreuung gesucht für WurzelWerk's
WurzelWerk's SommerFest 2007   Teil III
Diesmal geschehen Zeichen und Wunder: kaum sind wir vom SommerFest zu Hause, trudeln auch schon die ersten EventBerichte ein! Dank Savah und Funkelchen können wir Euch nicht nur an optischen Impressionen sondern auch am persönlichen Eindruck teilhaben lassen.

 





Das Sommerfest wie es Funkelchen erlebt hat
Freitag 15. 06 .2007: Nachdem ich meine Tochter in die Schule gescheucht hatte, begann das Taschenpacken. Im Hinterkopf die Postings von DC und Brighid. Was bei Thor sollte ich bloß alles mitnehmen. Es war warm, konnte aber auch kalt werden und regnen! Seit Tagen versperrten die Zelte, Isomatten und die Schlafsäcke meinen Gang in der Wohnung. Unser Motorpferdchen war vor einer Woche von einem Auto geküsst worden und stand noch in der Werkstatt. Hilfe, die Zeit wird knapp. Also hopp hopp, einkaufen gehen für Freitagabend etwas zum Grillen. besorgen. Ich traf kurz vor meiner heimkehrenden Tochter wieder zu Hause ein und wir machten noch schnell die Hausübung fertig. Die Taschen mit Wäsche und diversem Krims-Krams wurden mehr, und am Ende führte nur mehr ein „Trampelpfad“ durch die Wohnung. Ich war nervös und wahrscheinlich auch unausstehlich, aber ich wollte endlich fahren.
Um ca. 19.00 Uhr (ja es war so spät) stand endlich Shina vor der Türe und nachdem mein Gefährte mit dem Auto erst 15 Minuten später da war, haben wir noch geplaudert und einen Kaffee getrunken. Seine Arbeitskollegen wollten auch noch was wissen, wegen Wochenenddienst oder so und daher war es fast 19.30 Uhr als wir endlich losfuhren. Verstaut musste vorher ja auch noch alles werden.

Mit den zunehmenden Kilometern wurde es immer finsterer und unheimlicher. Und als das erste Wetterleuchten uns hinter Zwettl zusammenzucken ließ, war klar – die Götter sind mit uns. Bis Stadlberg lief dann alles soweit. Aber weiter kam das GPS nicht. Unser aller Fähigkeit „Hellzusehen“ war angesichts der Dunkelheit und der aufgezogenen Gewitter nicht sehr ausgeprägt. Also fragten wir nach dem Weg im Gasthaus. Mit der Wegbeschreibung im Kopf ging es weiter. Aber, oh Schreck, wir hatten uns wieder verfahren und landeten auf einem Bauernhof, der Mann der so spät abends noch unterwegs war erklärte mit einem Lächeln, dass wir doch nicht so meilenweit vom Kurs weg wären und dann hat es geklappt. Wir fanden die Wegweiser des WuWe, obwohl einige davon fehlten. Wir folgten einer Forststraße und dann sahen wir Licht am Ende der Dunkelheit. Wir waren endlich da! Angesichts der fortgeschrittenen Zeit ließen wir die Zelte im Auto zurück, und trugen unsere Schlafsachen in ein Holzhaus, ach ja was war das eigentlich? Es sah so aus wie eine Indoor-Bar.
Wir deponierten die Matten und wollten sehen, was eigentlich noch vom Essen übrig war. Tiya stürzte sich sofort auf den Nudelsalat unserer unaussprechlichen, lieben Freundin Alfröðul und wir verspeisten die mitgebrachten und eigentlich zum Grillen gedachten Würstchen. Es wurde spät vor lauter Plaudern und Wiedersehensfreude, und dann war Ruhe. Ruhe, göttlicher Friede, und es regnete. Als ich das nächste Mal die Augen aufschlug, war es Morgen und die Vögel sangen draußen, die Sonne lachte und keine Spur von Regen oder gar Gewittern, und es war Samstag.

Samstag 16.05.2007: Der große Tag
Ich freute mich riesig auf das Singvögel-Konzert, auf die Feuershow - und ach - auf überhaupt alle und alles. Ich glaube, wir waren die Letzen, oder zumindest bei den Letzten, die aufgestanden sind, und sich das Frühstück schmecken ließen. Endlich machte mir einmal jemand das Frühstück, toll! Der Kaffee schmeckte dreimal so gut als zu Hause, und das ganze Areal war von Energie erfüllt. Als dann auch noch Merlin kam um uns zum Ausflug abzuholen, war ich ganz zappelig und aufgeregt, wie ein kleines Kind.

Wir fuhren also nach Schrems in die „Unterwasserwelt“. Vor uns befand sich ein modernes Gebäude. Merlin half mit, die Unterwasserwelt zu bauen und zu gestalten. Er führte uns zunächst in einen Gang, wo die DNA nachgebildet war und der Mensch erst sehr spät in der Zeit seinen Platz gefunden hatte. Dann gelangten wir in den „Seminarraum“, der mit seinen satten Grün- und Blautönen wunderschön als Wohnzimmer gepasst hätte, - vielleicht rede ich noch mit meinem Innenausstatter darüber. Wie auch immer, wir näherten uns dem Unterwasserreich und seinen netten Bewohnern.
In Aquarien waren die Tiere der Waldviertler Teiche, Seen und Tümpel zu sehen. Es waren so viele verschiedene Arten, dass mir nur der Wasserfloh, der Gelbrandkäfer, Gelse sowieso, Libelle, Hecht, der Sterlet, der Wasserschlauch und der Blutegel in Erinnerung blieb. Die kleine Filmvorführung machte so richtig Appetit auf einen Schluck Wasser. Was in einem Glas so alles kreucht und fleucht, aber es ist für uns Menschen ungefährlich und sogar wichtig. Es war richtig interessant, was wir Menschen so alles für Tierchen mittrinken. Dass ein Hecht Farben liebt, war mir neu, Merlin erzählte uns, dass lackierte Fußnägel und Goldkettchen den Fisch geradezu magisch anziehen, und es schon sein kann, dass das liebe Fischlein beißt. Apropos beißen: Die Barschart die wir besuchten, verwechselte wohl den Finger mit Futter und schnappte gierig nach allem was die Wasseroberfläche berührte. Wir lernten den Ruf des Otterweibchens nach ihren Jungen kennen, erforschten im Labor die Blutegel und waren endlich im Freigelände. Hier konnte man die Vegetation so richtig in Natura erleben und mit Flößen die Wasserflächen befahren. Ein Riesenspaß für unsere Kinder.
Wir lernten Artur und seine Gefährtin kennen. Nein, nicht den Artur! Artur ist ein Ottermännchen und lebt mit seiner Partnerin in einem Freigehege. Wie Merlin mutmaßt, sind die beiden heftig mit Nestbau für Nachwuchs beschäftigt. Naja, er arbeitet und sie kommandiert, wie im richtigen Leben eben.

Nach einer kleinen Pause begaben wir uns ins Moor. Wir nahmen Badesachen mit, um im aufgelassenen Torfstich eine wahre Schlammschlacht zu veranstalten. Auf unserem Weg dorthin machten wir Rast an der Himmelsleiter. Ein Bauwerk aus Fichtenstämmen, mit Stiegen, 20 Meter hoch und es gab von oben einen tollen Ausblick in die Umgebung. Weiter ging’s. Wir naschten Heidelbeeren, sahen den Fröschen zu, entdeckten Sonnentau und lernten, dass man im Schremser „Hochmoor“ nicht untergehen, sich aber auch nicht mehr selbständig daraus befreien kann, und gelangten endlich an den aufgelassenen Torfstich. Na, das war ein Spaß! Ich erkannte kaum mein eigenes Kind wieder, als es widerwilligst aus dem Matsch wieder herauskam.
Aber Merlin meinte nur in seiner gutmütig-ruhigen Art, im 20 Minuten entfernten Gewässer würden alle schon wieder sauber werden. Wir traten also mit unseren „Moorleichen“ den Weg zum Wasser an und begegneten Wanderern, für deren Gedanken Anu und ich so einiges gegeben hätten. Das Gewässer lud zu Baden ein und unsere „Moorlis“ hüpften hinein. Nach und nach kamen wieder Menschen zum Vorschein. Ausgelassen planschten sie noch und dann war es auch schon an der Zeit, in die Waldarena zurückzufahren. Als Abendessen winkten „Alte Fetzen“. Brighid zauberte einen sehr geschmackvollen spanischen Eintopf.

Die Zeit verging wie im Flug und dann war es soweit: Duke, Karan und Sven betraten die Bühne. Den Soundcheck hatte Andi glanzvoll erledigt und es konnte es losgehen. Die ersten Töne erklangen, die Bässe dröhnten, der Himmel schwieg und die Götter lauschten. Dann sangen Duke und Karan, die Stimmung war einfach grandios. Spontan begannen einige von uns zu tanzen und steckten mit ihrer tollen Laune an.
Ein Highlight war die Feuershow von Kalynia und Sonnenstrahl. Sie schwangen ihre Feuerstäbe und Pois zu „Feuer für den Stamm“ und waren faszinierend. Sie spielten mit dem Element Feuer und ließen uns einfach staunen. Ein weiterer Höhepunkt war unsere „heimliche Hymne“, der Feuersang. Wir standen zusammen in einer Reihe vor der Bühne, sangen den Text lautstark mit und wurden von einem Gefühl des „Zusammenseins“ überwältigt. Aus vielen Kehlen klang der Refrain und manch eine Träne mag wohl gekullert sein. Bei der letzten Zugabe wurde auch das Jubiläum von Morgane und Merlin gefeiert und wir beschlossen am Lagerfeuer weiter zu singen, zu trommeln und zu feiern. Als „Mitternachtseinlage“ kam Lady Purple vorbei und machte zu unserer Freude mit einigen Leuten nochmals eine Feuershow, diesmal zu Trommelklängen. Es hatte wieder zu regnen begonnen, dennoch dauerte bis früh in die Morgenstunden das Feiern und Fröhlichsein an. Die Trommeln klangen leise an mein Ohr und durch ihren Rhythmus schlief ich sanft ein.

Sonntag 17.06.2007
Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück, packten wir unsere Sachen zusammen, verstauten sie im Auto und verabschiedeten uns. Wir würden einige Leute bald wieder sehen, so viel stand fest. Und wenn das WuWe ruft, dann werden Baldur, Tiya und Funkelchen wieder dabei sein.

Die Energie des Wochenendes hielt mich gefangen und ich betrat mit dem Feuersang auf den Lippen meine Arbeitsstätte und die Energie hält noch immer am.
Danke für Alles und an Alle sagt Funkelchen am 19. Juni 2007.


Funkelchen


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