Witchfest International 2005   Teil II
Fledermaus und Asten berichten vom heurigen Witchfest

Kurz darauf fand das Closing Ritual statt, wieder geleitet von Kate West. Sie wurde von Tam Campbell, welcher ein ausgesprochen netter und chaotischer Mann ist, unterstützt. Die vier Elemente wurden durch vier hübsche Priesterinnen vertreten. Als erstes lernten wir Chants, die wir dann zur Segnung benötigten. Nachdem die Elemente verabschiedet worden sind, sangen wir das altbekannte Lied (Merry Meet...) was ein tolles Erlebnis ist, wenn man es gemeinsam mit 2000 anderen Leuten singt.
Somit waren die Vorträge beendet und die Party konnte losgehen.

Losgelöst und frohen Mutes beobachteten wir in der Foyer-Innenhalle zuerst eine Darbietung der Vixen Morris Dancers, wo auch Teilnehmer ihres davor stattgefunden Tanzworkshops ihr Erlerntes zeigten. Danach lud Heather Alexander zu einer spontanen Jamsession ein.

Wir machten uns auf ins Hotel, um kurz zu verschnaufen und bereiteten uns auf den Abend vor. Zurück am Witchfest spielten bereits die ersten Bands. An dem Abend traten Daughters of Elvin, Kitty Hudson, NFD, Mediaeval Babes und Inkubus Sukkubus auf. Später am Abend fand in der Halle, wo am Nachmittag noch Shops gewesen waren, ein Ball statt. Die Musik reichte bei den Konzerten von Mittelalterlich über Gothic bis Punk. Am Ball selber war eher die Metall und Rock-Schiene vertreten. Auch Rammstein wurde gespielt.

Wir selbst waren bei Konzerten von Kitty Hudson und NFD dabei; Kitty Hudson könnte man als Punk Rock beschreiben, NFD hingegen eher als Gothic/Industrial. Beide Auftritte waren sehr gut, was uns in einen Kaufrausch versetzte, wodurch wir den Merchandising-Stand der Bands überfielen.

Das musikalische Highlight des Abends war ohne Zweifel Inkubus Sukkubus, welches wir uns aus nächster Nähe anschauten. Der Auftritt war perfekt, und das spiegelte sich auch ein einer vollen Vortrags/Konzerthalle mit jeder Menge mittanzenden Leuten wieder. Candia hat eine sehr dynamische, fröhliche Art, durch Ihre Bewegungen schafft sie es sehr viel Emotion in die Lieder hineinzubringen. Tonys Einlage war es mit dem Mund Gitarre zu spielen...

Nach dem Konzert waren viele der Besucher noch am Ball um zu tanzen oder etwas zu trinken.. Wir führten einige interessante Gespräche bzw. Interviews mit Besuchern und auch mit Inkubus Sukkubus und gaben uns auch die Stimmung im Ballsaal.

Um halb zwei verließen wir müde und erschöpft die Örtlichkeit und fielen kurz darauf in unser Bett im Hotel...

Nächsten Tag fuhren wir gemeinsam mit einigen anderen übernächtigen Hexen im Aufzug gen einem wirklich erschreckend schlechten Frühstück (die spinnen, die Engländer!!). Da dieses wunderschöne Treffen nun doch dem Ende zuging, fanden im Foyer dramatische Abschiedsszenen statt, mit dem Versprechen, sich wieder zu sehen, sich zu schreiben, nicht aus den Augen zu verlieren.

Danach gehörte jener Tag ganz dem Campten Lock Market. Falls Ihr noch nicht dort ward, das ist ein Labyrinth an kleinen Gässchen mitten in London, die sich ineinander schlingen und voll gestopft sind mit Mode und Schmuckgeschäften, in denen man die neusten Trends sehen und natürlich auch kaufen kann. Neben CDs, T-Shirts, Büchern, Tüchern, anderem Gewand, Schmuck, Ton, Glas, Räucherungen, Piercings und ähnlichem gab es natürlich auch jede Menge Stände mit exotischem Essen. Von der Stimmung her kann man sich das (vor allem da es leicht geregnet hat) wie ein „gut gelauntes Blade Runner“ vorstellen. Wir irrten durch die kleinen Gässchen und der Regen sang sein kleines Lied, während exotische Düfte in unsere Nasen stiegen, überall herrschte ein Gewusel und Gewirre aber doch in einer eigenen Melodie, das Herz Londons hatte sich bei uns vorgestellt, wir folgten dem stillen Zauber, der uns einfing mit Farben, Gerüchen, Geräuschen und Frohlockungen für Leib Herz und Seele. Künstler boten ihre Waren feil neben professionellen Standlern und hätten in diesem Moment Katzen auf der Themse eine Steppdarbietung mit Gesang gebracht wir hätten’s geglaubt. Campten Lock Marktet verzaubert dich mit seiner eigenen Musik und fängt dich ein mit seinem Flair ein. Einen Besuch ist es immer wieder wert, lasse dich treiben zwischen Regen, Nebel und Musik, lasse deine Seele schweifen auf der Themse und höre den Beat dieses besonderen Stadtteils.
Und so ging auch dieser Tag voller Erfahrungen und Eindrücke sinnlich und friedlich zu Ende.

Abschließend möchten wir sagen, dass wir neben einigen schaurigen Gestalten sehr viele liebe Menschen kennen gelernt haben und die Zeit dort sehr genossen haben; sowohl aber auch viele neue Eindrücke über zukünftige Mode, Spleens und andere Abartigkeiten erfahren haben. Das Witchfestival ist eigentlich für uns Heiden die darauf ja stehen absolut sehenswert, da man nirgends sonst auf der Welt so viele nette kleine Ticks zu sehen bekommt, und dieses Flair eigentlich nicht beschreibbar ist, außer das wir sagen können fahrt da hin und seht es Euch mit eigenen Augen an. Selten ist ein Tag so schnell vergangen, in dem so unheimlich viel passiert ist. Es ist ein Event der anderen Art und gar nicht mit dem Merry Meet Festival vom WurzelWerk zu vergleichen, da es sich hierbei um ganz andere Dimensionen handelt, aber trotz der Größe hat man eigentlich eine heimelige willkommene Stimmung gehabt. Wenn man das Merry Meet mit dem Witchfest vergleichen würde, so müsste man sagen dass das Witchfestival ein organisiertes Event ist, bei dem man Zuschauer ist, während man das Merry Meet auch als Besucher aktiv mitgestalten kann.

In diesem Sinne verabschieden wir uns und bedanken uns, dass ihr mitgekommen seid auf diese virtuelle Reise und vielleicht sieht man sich ja 2006 in Croydon auf dem Witchfestival International ...


Asten & Fledermaus


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