Das erste Mal im Westen
Dr. Gyatso, tibetischer Arzt am Schamanenkongress 2005

Alle Lebewesen sind hier auf dieser Erde, um glücklich zu sein und niemand ist gekommen um zu Leiden. Das ist, was wir alle gemeinsam haben!

Dr.Gyatso - ein unscheinbarer Mann, mit mächtiger Ausstrahlung - sprach über die Basis der Tibetischen Medizin. Davon habe ich selbst wenig mitbekommen, aber was tief in mein Herz eindrang waren seine Worte darüber, was die Basis für uns Menschen sein sollte. Er sprach ohne zu bevormunden oder überzeugen zu wollen, sondern versuchte uns seine Einsichten in einfachen Worten mit Hilfe seiner tollen Übersetzerin näher zu bringen.

Mit Glück und Segen beginnt er uns klar zu machen, dass ein tibetischer Arzt zwar Krankheiten kennen muss, aber vor allem Interesse für den Patienten haben sollte.
Ein Arzt muss nicht gut reden können, aber Verstehen. Dr. Gyatso selbst lebt in Indien im Exil und ist kein Mann großer Worte, aber er sieht sich als Spezialisten für Heilung und Diagnostik - die nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern auch auf der Geistigen passiert - und auch dazu braucht man keine Worte.

Er erzählt uns, was die Gesundheit des Körpers und des Geistes ist und welche Gefahren es dort gibt. Das Wichtigste, so sagt er, ist die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, seinen Körper zu verstehen und achtsam mit dieser Verantwortung umzugehen. Denn es fängt alles bei einem selbst an. Diese Verantwortung ist als Basis im „klaren Geist“ und im „reinen Herzen“ zu finden. Dies ist unser seelisches Gleichgewicht. Und der seelische Zustand ist abhängig davon, wie wir leben und wo im Leben wir stehen. Deshalb sollten wir immer unsere Seele beobachten.
Nur mit reinem Geist und einem ruhigen Selbst können wir „Sachen angehen“ und Mitgefühl entwickeln, dass wir nicht nur für uns selbst benötigen.
Wenn uns das Wohlergehen anderer wichtig ist, dann sind wir auf dem richtigen Weg zu einem reinen Geist und einer reinen Psyche. Sich selbst zu erkennen und sich bewusst zu sein, dass unser eigenes Gleichgewicht auch mit dem unserer Umwelt und den Mitmenschen zusammenhängt, sollte im Mittelpunkt stehen.
Natürlich ist es nicht so einfach dies zu Leben, aber der erste Schritt ist dies zu verstehen, um darauf aufbauen zu können. Und wenn wir mit diesem Wissen aufrichtig leben und so viel Gutes wie möglich tun, umso weniger Leid würden wir verursachen und dies würde uns allen zugute kommen und der Erde würde es besser ergehen.

Gesundheit ist nicht nur, dass es uns körperlich gut geht, sondern auch, dass es uns im Gesamten gut geht. Dr. Gyatso meinte, wir hier in Wien hätten doch alles damit es uns gut gehen kann, soweit er die Menschen der letzten Tage gesehen hat und doch sieht er, dass es vielen von uns nicht gut geht. Und so freut er sich darüber hier am Kongress viele gebildete Menschen zu sehen, die vielleicht schon „am Weg“ sind und auch weitermachen wollen.
Wir müssen lernen mehr Achtsamkeit für unseren Körper zu entwickeln, um nicht so leicht krank zu werden. Oft ist man anderen gegenüber viel sorgender als sich selbst. Und so wie wir oft versuchen andere zu schützen, müssen wir lernen auch uns zu schützen. Dazu benötigen wir konsequente geistige und körperliche Hygiene.

Da die tibetische Medizin so umfangreich ist, empfiehlt er uns lieber Bücher zu lesen, um unser Wissen zu vertiefen und gibt uns nur einen kleinen Einblick in grundlegende Elemente.
Eines der wichtigsten Dinge sind die drei Energien oder Säfte, die Gesundheit aus dem - oder in Gleichgewicht bringen können. Dies sind Windenergie, Gallenenergie und Schleimenergie, welche die Vitalenergien im tibetischen System darstellen. Diese Energien besitzt jeder und wenn sie aus dem Gleichgewicht kommen, werden wir krank. Klima, Karma und Dinge, die von der Seele kommen, wie z.B. Geister und Dämonen, können wir nicht selbst bestimmen und auch diese können uns aus dem Gleichgewicht bringen. Ein wichtiger Faktor ist auch die Ernährung, die wir sehr wohl beeinflussen können und dies ist auch ein essentieller Bestandteil der tibetischen Medizin – die Ernährungslehre.
Denn es tut uns nicht gut alles irgendwann zu essen, sondern wir sollten gut überlegen wann wir etwas zu uns nehmen. Deswegen ist es wichtig, den Körper gut zu beobachten, um zu wissen welche Nahrungsmittel uns wann gut tun und was der Körper benötigt.

Bei den Vitalenergien gibt es die Menschentypen die je nach Typ mit bestimmten Eigenschaften in Verbindung gebracht werden (z.B. Gallentyp kann großherzig sein, neigt aber auch zu Aggressionen; Schleimtypen sind eher phlegmatisch...). Oft ist man ein Mischtyp und eigentlich ist es egal welcher Typ man ist, denn alle - wie Dr. Gyatso sagt -müssen lernen mit sich friedlich zu sein. Und das ist einfacher, wenn man seine eigenen Stärken und Schwächen kennt, die man auch durch die Ernährung ausgleichen kann.
Wenn man den Frieden nicht in sich hat, strahlt man auch keine Ruhe aus und schadet sich dadurch selbst. Des weiteren bringt man auch einiges um sich herum aus dem Gleichgewicht und man ist in einem Kreislauf gefangen, aus dem schwer auszubrechen ist.

Die Kunst des Arztes ist die Kommunikation zwischen Patient und Arzt - nur zu diagnostizieren reicht nicht, wie er uns schon vermittelt hat. Das Pulsfühlen ist so eine Form der Kommunikation, die angewendet wird und benötigt natürlich jahrelange Erfahrung. Es gibt 7 Hauptpulse im Körper und alles ist verbunden mit Organen. Jedes Organ hat also seinen eigenen Puls. Als Arzt muss er alle Kanäle in sich geöffnet haben, um beim Patienten mit allen Sinnen wahrnehmen zu können, was ihn krank macht und ebenso die Pulse empfangen zu können, was eine sehr hohe Sensibilität erfordert. Mit Hilfe dieser Pulskanäle kann er nicht nur krankhafte Organe, sondern auch die Gedanken des Patienten wahrnehmen.
Aber dies ist eine Wissenschaft für sich und wer mehr wissen möchte, sollte mit einem Gebiet beginnen, das wir alle an uns selbst anwenden können wie z.B. die gesunde Ernährung!


Lady Purple


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