Betreut von MartinM
Die Geschichte des Druidentums   Teil II
Philip Shallcrass, der Leiter des Britischen Druidenordens hat hier einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Druidentums verfasst, der von Shina Edea ins Deutsche übertragen wurde.

Circles of Earth (Erdkreise), Holz und Stein ca. 3300 – 1200 BCE
Beginnend um 2500 BCE wurden die Grabschreine nicht mehr genutzt, oftmals wurde bewusst ihre Wiederbenützung blockiert. Über die nächsten Tausend Jahre zentriert sich die Ritualaktivität um Kreise unter offenem Himmel. Der Grund dafür ist unklar, aber die Natur dieser Veränderung fand wahrscheinlich durch eine Weiterentwicklung der Anwohner statt und nicht durch eine dramatische Invasion Außenstehender. Einige entfernte Gebiete behielten die alten Traditionen bei, beispielsweise im Südwesten von Irland, wo Grabkammern bis 1000 BCE neben Steinkreisen genutzt wurden.
Die frühesten kreisförmigen Anlagen bestanden aus Aufhäufungen und Gräben und hatten einen oder mehrere Eingänge, welche meist auf Hügeln gebaut wurden. Archäologen sehen dies auch als Wallanlagen. Ihr Zweck ist nicht klar ersichtlich, aber es scheint als repräsentierte der Weg physisch den Übergang zwischen der äußeren Welt und dem heiligen Ritualplatz. Die Aufhäufungen und Gräben sehen nicht aus, als wären sie zu Verteidigungszwecken errichtet worden. Die große Wallanlage auf Windmill Hill nahe Avebury wurde sicherlich, neben anderen Dingen dazu verwendet, um Körper hinein und hinaus zu geben, bis die Knochen fleischlos waren, bevor manche von ihnen in die West Kennett Long Barrow gebracht wurden. Es ist möglich, dass andere solche Anlagen ähnlichen Zwecken dienten. In einer Kultur, wo die Toten das Zentrum so vieler Rituale waren, wären solche Plätze in der Tat heilig gewesen.

Spätere Kreise bestanden aus hölzernen Pfosten oder stehenden Steinen, manchmal umgeben von Aufhäufungen und Gräben wie in Avebury oder Stonehenge. Wie die Grabschreine, die ihnen vorangegangen waren, zeigten die Kreise weite Variationen in Gestaltung und Ausrichtung. Die meisten sind in der Tat nicht wirklich Kreise sondern irreguläre Ellipsen. Stonehenge scheint um 3300 BCE erbaut worden zu sein, und zwar als Wallanlage, bekam aber bald einige große Steine, die an bestimmten Stellen Sommer und Wintersonnenwende markieren, sowie Daten, die heute unter Maitag, Lammas, Halloween und Lichtmess bekannt sind. Ausrichtungen an vielen anderen Standorten weisen darauf hin, dass wie bei den Grabschreinen, die Kreise konstruiert wurden, um Bewegungen am Himmel zu reflektieren und bestimmte Zeiten in den Zyklen der Sonne und des Mondes zu markieren. Wie bei den Grabschreinen, unterscheiden sich diese von Standort zu Standort, woraus wir auf eine enorme Menge an lokalen Kulten schließen, von der jeder eigene Traditionen des Glaubens und der Praktik hatte.

Die Existenz von enormen Kreisen, wie Avebury, verbunden mit Pilgerrouten, die sich über Britannien ziehen, deuten an, dass die Wichtigkeit des Zusammenseins bei großen Festen immer wichtiger wurde. Manche kleineren Kreise scheinen auf die Sonne oder den Mond bei einer bestimmten Zeit im Jahr ausgerichtet zu sein, das deutet an, dass sie nur für ein spezielles Fest im Jahr genutzt wurden. Größere und komplexere Kreise, wie Avebury enthalten viele Ausrichtungen, was andeutet, dass sie über das Jahr in Nutzung waren, für einen Zyklus jährlicher Feste. Manche der größeren Kreise könnten permanente Priesterschaften mit sich gebracht haben, wobei die Priester die Feierlichkeiten überwachten. Dies wird angenommen durch die Existenz eines frühen hölzernen Baus am Heiligtum von Overton Hill, der mit dem Avebury Henge durch eine von Steinen flankierte Prozessionsroute verbunden ist, die wir „West Kennett Avenue“ nennen. Spuren hölzerner Gebäude, manchmal umgeben von eigenen Ritualbarrieren aus Gräben und Aufschüttungen, wurden ebenso in Durrington Walls nahe Stonehenge und anderen Kreisen gefunden.

Begräbnisse begleitet von Gegenständen, die aus rituellem Gebrauch zu stammen scheinen wurden in der Nähe vieler Kreise gefunden, ebenso bei Stonehenge und Avebury. In Avebury deutet das Begräbnis einer Frau in den Dreißigern nahe dem enormen Eingangssteinen darauf hin, dass sie eine Priesterin gewesen war. Sie war am Fuße des großen Umrandungsgrabens, nahe des Weges - auf dem die Pilger kamen und die Stätte betraten - begraben. Vor ihrer Bestattung, wurde ein Feuer entzündet, worin Kräuter und kleine Objekte aus Kreide und Knochen verbrannt wurden, möglicherweise der Inhalt eines Medizinbeutels. Sie wurde danach in die Position eines Fötus gelegt, Richtung Süden ausgerichtet und ihr Körper wurde von einem Kreis kleiner Steine umgeben und mit einem Stein bedeckt.

Obwohl die großen Henges von Avebury und Stonehenge die bekanntesten sind, gab es noch hundert von kleineren Kreisen, über das Land verstreut - was darauf hinweist, dass lokale, stämmische und familiäre Riten nach außen getragen wurden. Diese kleineren Kreise könnten ihre eigenen Priester gehabt haben oder - wie in späteren Zeiten hätten sie von umherwandernden Priestern betreut werden können oder von Stammesältesten oder Familienoberhäuptern. Feiern bedeutete Feuer und Ritualmahlzeiten. Es wurde auch hier beibehalten Opfer in Ritualgruben zu hinterlassen, ebenso die Nutzung von Ochsenschädeln. Viele Kreise enthalten Überreste von menschlichen und tierischen Begräbnissen, sehr oft neben den Eingängen, wahrscheinlich um Schutzgeister für den Platz zur Verfügung zu stellen. Solche Begräbnisse zeigen uns heute, dass die Kommunikation zwischen den Welten der Lebenden und Toten noch immer eine sehr wichtige Rolle im spirituellen Leben der Kreisbauer spielte.

Spät in der Periode der Kreisbauer kam eine große Veränderung über Britannien. Wie bereits erwähnt, erlauben die Kreise aus Stein und Holz - welche zum Himmel hin offen sind und nahe den Siedlungen der Menschen - ein großes Zusammenkommen an den Festen. Dies setzt eine egalitäre Gesellschaft voraus, in der jeder eingeladen ist teilzunehmen. Dann, um 2000 BCE, als Stonehenge seine finale Form erlangte, verlangsamte sich und endete der Kreisbau in Südbritannien. Außerdem wurden die bereits bestehenden Kreise nicht mehr genutzt. Stonehenge wurde der einzige Fokus des gemeinsamen Rituals, südlich der Brandung von Ost- zur Westküste.
Der wahrscheinlichste Grund wäre, dass Stonehenge das Eigentum einer mächtigen sozialen, politischen, spirituellen und militärischen Elite wurde, deren Einfluss sich über das ganze Gebiet erstreckte. Alle Wege liefen nun in der Mitte von Salisbury Plain zusammen. Alle Völker achteten den Herrscher. Die späteren Bauten des Monuments deuten darauf hin, dass aus Gleichberechtigung aller eine elitäre Dominanz wurde. Wo Avebury und seinesgleichen breit, offen und begrüßend sind, ist Stonehenge klein und geschlossen. Die enge Anordnung der Steine der vielen Ringe aus Steinen machten es unmöglich für irgendjemanden außerhalb des heiligen Zentrums zu sehen oder hören, was im Inneren passierte. Der enge Platz im Zentrum machte es unmöglich mehr als 200 Leute zu fassen. Die Größe der solaren Ausrichtungen zeigt auf einen kleinen Platz im Zentrum, einen Platz den unmöglich mehrere Leute einnehmen können - vielleicht nur eine Person - möglicherweise ein König. Hier wurden die Rituale nur von wenigen besucht. Wir könnten uns vorstellen, eine kriegerische Aristokratie und eine sie unterstützende Priesterschaft im Inneren zu sehen, die Kontakt mit der Göttern aufnehmen um Vereinbarungen über die Menschen draußen zu treffen. Die Worte des oder der Herrscher, der Priester und Götter würden dann von den Menschen draußen nach Hause zu ihrem Stämmen getragen worden sein, welche ihnen Hochachtung zollten.


Urnen und Bronze ca. 1500 – 1000 BCE
Ab 1500 BCE begannen neue Ritualpraktiken in Südbritannien aufzutauchen, die aus Europa eingeführt wurden. Während der Zeit der Kreisbauer, bestanden Begräbnisse aus Zeremonien, bei denen man Verstorbene begrub. Nun wurden Körper eingeäschert, die Überreste wurden in Tongeschirr gegeben und begraben, was der neuen Kultur ihren Namen gab: Urnenfeld. Zeitgleich mit diesen Begräbnismethode fand man auch die ersten bronzenen Speere und Schwerter, die aus der selben Zeit stammen. Doch, was die Ära de Kreisbauerkultur auslöschte, war nicht der Einfluss bewaffneter Invasoren, sondern eine drastische Klimaveränderung.

Im Neolithium rodeten Farmer Waldflächen, um Anbaugebiet zu gewinnen. Um 1200 BCE war schon ganz Südbritannien fast gänzlich waldlos. Dies führte zu einer weitflächigen Bodenerosion, die sehr viel des Farmlandes unbrauchbar machte. Um 1200 BCE wurden die letzten Änderungen an Stonehenge vollbracht. Es scheint, dass damals die Herrscher von Südbritannien, welche von Salisbury Plain aus regierten, daran die meiste Beteiligung hatten. Unsere Vorfahren waren nicht immer gute Ökologen. Dann, als ob der von Menschenhand verursachte Schaden im Süden noch nicht genug wäre, verdunkelte um 1159 BCE eine vulkanische Eruption in Island den ganzen Himmel über Britannien und verstreute so viel Asche über Schottland, dass der ganze Boden steril wurde. Im Rest von Britannien fiel die Temperatur so enorm, dass - was auch immer gerade wuchs - verwüstet wurde. Das Ergebnis war Hungersnot, Furcht und Tod. Das Ödland war bereits so erschöpft, dass die vulkanische Eruption alles zum Stürzen brachte. Stonehenge selbst wurde verlassen und die Ära der Kreisbauten fand ihr Ende.
Um 1000 BCE hatten die Begräbnisse fast aufgehört und beide Grabschreine und Kreise lagen verlassen und überwuchert.


Eisen und Wasser, ca. 1000 BCE – 43 CE
Ab 1000 BCE fand sich eine neue Form des Rituals ein, in welchem man Opfergaben an die Geisterwelt in Gewässern versenkte. Diese Opfer beinhalteten Stücke von beträchtlichem Wert, wie Bronzekessel, Schmuck und Waffen. Oftmals wurden sie vorher zerbrochen, vielleicht eine Handlung um den innewohnenden Geist zu befreien, so dass er in die Anderswelt zurückkehren konnte.

Die europäische Eisenzeit begann um 800 BCE und tauchte erstmals in der Hallstattkultur auf, die nach der österreichischen Stadt benannt ist, in der die ersten Funde entdeckt wurden. Sie betraf nur einen kleinen Teil Europas. Dies ist die erste Kultur, die man keltisch nennen kann - ein Wort das man mit etwas Vorsicht einsetzen muss. Der Begriff „keltisch“ wurde um das 18 Jahrhundert von Sprachenschülern und Archäologen erfunden - die es erfanden um erstens verwandte europäische Sprachen zu beschreiben, und zweitens Funde von kulturellen Eisenartefakten zusammenzufassen. Es wurde von einer Stammesgruppe namens Keltoi abgeleitet, welche nach einem Autor in Zentraleuropa lebten und zwar um den Anfang des CE. Das Wort „keltisch“ wird noch benutzt, um einen Gruppe von Sprachen zusammenzufassen, ebenso die vorrömischen Kulturen in Britannien und dem europäischen Festland. Die Mehrheit der Menschen in dieser Kultur, hätten sich wahrscheinlich nicht Kelten genannt. Es passierte durch das „Celtic Twilight“ - einer buchstäbliche Bewegung des späten 19 Jahrhunderts - dass der Begriff allgemein bekannt und für die frühen Einwohner von Irland, Schottland, Wales, der Isle of Man und andere verwendet wurde. Vor dieser Zeit nannten die Schotten sie Schotten, Iren Iren usw.

Die Hallstadt - Eisenzeit hat uns Illustrationen des damaligen Lebens hinterlassen. Neben Beschreibungen von Kriegern und Webern, finden wir Bilder von Barden, die eine Art der Lyra spielen, welche im Alten Gallien als „Chrotta“ bekannt war. In manchen Fällen werden die Barden in Begleitung von Tänzerinnen abgebildet, welche weite Röcke tragen und die Arme gen Himmel strecken. Der „Kultwagen“ aus dem 7. Jahrhundert aus Strettweg in Österreich zeigt eine nackte Göttin, die eine große Schüssel über ihren Kopf hält. Sie ist umgeben von kleineren Figuren von Kriegern auf Pferden, nackten Jungen und Hirschen, die wohl heilige Tieropfer repräsentieren sollen.
Um 500 BCE, währen der „La Tene“- Periode, welche nach einem Ort in der Schweiz benannt ist, fand ein großer Export der keltischen Artefakte statt. Diese Periode ist typisch für hoch stilisierte dekorative Metallarbeiten, als bestes Beispiel etwa der Gundestrup - Kessel, den man in einem dänischen Sumpf fand, wo er wahrscheinlich als Opfer hinterlassen wurde. Die Innenseite des Kessels bildet Kultszenen, Tiere und Gottheiten ab. Eine Szene zeigt einen gigantischen Gott, der einen Krieger kopfüber über einen Kessel hält, in welchen er ihn wahrscheinlich eintaucht um seine Wunden zu heilen. Andere Szenen zeigen Tieropfer. Das Opfern von Tieren wird auch durch archäologische Funde dieser Zeit gestützt, wie auch aus früheren Epochen, wie dem Kreisbau oder der Grabschreine.

Der erste historisch belegte Fund des Druidentums stammt aus den Federn der griechischen und römischen Schreiber des 3. Jahrhunderts aufwärts, die die Existenz der Druiden unter den Galliern aus Zentral- und Südeuropa belegten. Die Gallier wurden ebenso für ihre Reitkünste, wundervollen Metallarbeiten, ihre Nutzung von leichten Rüstungen, die Qualität ihrer wollenen Mäntel und die Tatsache dass sie Hosen trugen erwähnt. Hosen waren damals für ihre Toga tragenden Nachbarn barbarisch. Von Schreibern wie Plinus dem Älteren, Strabo, Poseidonius und Julius Cäsar haben wir gelernt, dass die damaligen Druiden an Seelenwanderung glaubten, ihre Abstammung von der Vorfahren her verfolgten und einen sozialen Status wie höchste Nobelleute hatten. Diese Schreiber erzählen uns, dass Druiden eine sehr respektierte Kaste unter den Kelten waren, und eine intellektuelle und spirituelle Art von Elite in der keltischen Gesellschaft der Gallier darstellten. Wie oben schon erwähnt, gleicht ihre soziale Stellung die der Brahamanenkaste in Indien. Die selben Schreiber beziehen sich auch auf manche Unterteilungen in der Druidenkaste, besonders auf Barden, welche Poeten, Sänger, Musikanten, Stammbaumforscher und Historiker waren; ebenso Vaten oder Ovaten, welche Philosophen und Deuter waren; und Druiden selbst, welche Priester, spirituelle Leiter, Autoritäten und Naturphilosophen waren.

Es scheint, als hätte es mehrere verschiedene Arten des Druidentums im alten Europa gegeben, so wie heute. Die Vielfalt von Glauben und Praktik unter den keltischen Völkern wird durch weite Variationen in Typ und Struktur der Ritualplätze gezeigt. Viele Schreine waren an Siedlungsplätzen angesiedelt, wie etwa die Bergspitzenstädte - welche charakteristisch für diese Periode sind - mit den großen Wällen, die gestützt von Mauern aus Holz und Stein emporragen. Diese Schreine waren gewöhnlich mit Stroh überdachte Hütten, so wie die Wohnhäuser rund um sie. Sie ragten durch ihre spezielle Platzierung in der Stadt und durch Tiergräber unter ihren Mauern heraus. Sie könnten ebenso durch Gravierungen der Götter in den Torpfosten markiert worden sein, obwohl dies nur Spekulation ist, da Holz verrottet. Andere Schreine wurden von Wohnhäusern abgeschnitten und in ihren eigenen heiligen Platz gesetzt, welcher durch Wälle und Gräben oder hölzerne Palisaden markiert wurde. Andere befanden sich in Waldhöhlen oder nahe an heiligen Quellen. Manche beinhalteten stehende Steine, die Sonnenstände markierten - die meisten aber enthielten Tiergräber nahe dem Eingang manchmal auch Menschengräber.

Ein heiliger Platz - wo auch immer er sich befindet und wie man ihn auch markiert - wurde „Nemeton“ genannt. Dieses Wort existiert noch heute im modernen Irisch als „nemed“ „heilig“. Eine Gruppe von Bronzefigurinen von Neuvy-en-Sullais in Frankreich, welche um das 1. Jahrhundert datieren, bestehen aus einem Chrotta spielenden Barden, einer bärtigen Figur in einer Robe (mit dem rechten Arm in Segenshaltung ausgestreckt - möglicherweise ein Druide) und eine Anzahl von nackten Tänzern und Tänzerinnen. Die Gruppe stellt womöglich Feiernde eines religiösen Festes dar, welches in einem nemeton stattfand. Diese Nemetonae, welche in den archäologischen Aufzeichnungen eingetragen wurden, zeigen, dass die verbreitetste Form für sie ein Rechteck war - obwohl manche auch rund waren. Ebenso waren die kleinen Tempelschreine, die in manchen Nemetonae gefunden wurden rechteckig, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Eine Göttin, Nemetona, war vermutlich eine Patronin der heiligen Plätze. Eine Inschrift aus Südbritannien ist Rigonemetonis dem „König der heiligen Plätze“ gewidmet, der vielleicht ein Gefährte Nemetonas ist. Schreine scheinen immer nur einer bis zwei Gottheiten geweiht worden zu sein, oder nicht mehr als einer kleinen Gruppe. Andere wurden erbaut um lokalen Gottheiten und Geistern zu huldigen. Manche - wahrscheinlich jene, die näher am Griechischen und römischen Einfluss waren - beinhalteten Steinbilder von Gottheiten und heiligen Tieren, Monstern und abgeschlagenen Köpfen. Spätere Schreine zeigen uns, dass die Kelten dieser Zeit Kopfgeldjäger waren, welche die Köpfe ihrer Gegner einsammelten und aufbewahrten, um sie in der Schlacht zur Schau zu stellen. Der Kopf wurde als der Sitz der persönlichen Kraft angesehen, ebenso der individuellen Seele, so dass der Besitz des Kopfes bedeutete, dass die Kraft dieses Menschen nun dem Besitzer gehörte.

Wie im modernen Indien, gab es im alten Europa viele hundert Gottheiten: Stammes und Familiengötter, Hausgötter, Platzgeister und Geister der Gegend. Trotzdem deuten einige Gottheiten darauf hin, dass Druiden ein gemeinsames Pantheon hatten, da sie die einzige soziale Gruppe waren, die frei über Landesgrenzen gehen durfte. Beispiele für solche pan-keltischen Gottheiten umfassen Lugos (Irisch „Lugh“, walisisch „Lleu“), den Gott der Sonne des Lichtes und Feuers; Nodens (irisch „Nuada“, W. „Nudd“), den Lord der Anderswelt, des Krieges und der Heilung; Belenos (Ir. „Balor“, W. „Beli“) den solaren Großvatergott; Don (Ir. „Danu“), die Flussgöttin und Göttermutter; und eine Gruppe von drei Göttinnen genannt Matronae „Mütter“.


Philip Shallcrass


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