Betreut von MartinM
The once and future king
Interessant ist hier, dass sich jene Web-Ressourcen, die sich mit "Arthurian legends" beschäftigen, gelinde gesagt, um das eigentliche Thema drücken, nämlich herauszufinden, wo sich die keltischen Wurzeln des Komplexes Artus-Gralssage befinden. Es ist ja ganz nett, die Rittergeschichten der glorreichen Tafelrunde ein bisschen zu beleuchten, aber die Seiten, die ich besucht habe, beschränken sich darauf, entweder den historischen Artus (nicht) zu finden oder sich über die "chivalrous deeds" der Ritter der Tafelrunde und die üblen Machenschaften der Frauen auszulassen.

Hier nun ein Überblick über die Personen und sonstigen Komponenten der Artuslegenden, mit Ansätzen einer Interpretation:

Artus
Der sagenhafte König (wie oben erwähnt, historisch nicht wirklich greifbar), dessen Geburt schon sagenhaft ist, denn sein Vater, Uther Pendragon, kam durch einen Gestaltwandlungszauber des Merlin in die Burg Tintagel und schlief mit Ygraine, deren Gatte Gorlois ein Gegner des Uther war. Artus übernahm das Land von Uther und fügte die vielen kleinen Königreiche zu einer starken Union gegen die einfallenden Sachsenhorden zusammen. Der Trick mit dem runden Tisch, an dem keiner seiner Ritter einen schlechteren Platz als der andere hatte, ist ein Symbol für die Gerechtigkeit und Ehrbarkeit des Artus.
Die Überlieferung sagt, Artus werde einst wiederkommen, wenn das Land ihn wirklich braucht, daher der Titel "once and future king".
Tennyson meint, Artus und Camelot sind ein Symbol für die stetige Verbesserung des menschlichen Glaubens und Einrichtungen, und der geistigen Entwicklung des Menschen ("the gradual growth of human beliefs and institutions, and of the spiritual development of man").

Merlin
Merlin wurde erstmals im 12. Jahrhundert von Geoffrey of Monmouth erwähnt, der ihn aus einer walisischen Legende über einen Barden namens Myrddin übernommen hat, der prophetische Kraft hatte. Geoffrey wandelte den Namen, der in der latinisierten Form eine klangliche Ähnlichkeit mit dem französischen Wort "merde" (Scheisse) hatte, in Merlin (Merlinus) ab.
Eine Legende, die über Merlin erzählt wird, ist, dass er die Steine von Stonehenge vom irischen Mount Killaraus auf ihren Platz in den Salisbury Plains bewegt habe. Er war mit 15000 Soldaten nach Irland gefahren und habe diesen durch einen Zauber die Kraft gegeben, die Steine problemlos zu transportieren.
Merlin war der uneheliche Sohn einer Prinzessin von Dyfed. Merlins Vater war ein Engel/Dämon/Fearie/Inkubus und somit rückt Merlin auch durch seine Abstammung, nicht nur durch seine Magie, für die Christen in die Nähe des Teufels. Um ihn nicht so schlecht zu lassen, schließlich sollte er ja Artus` Berater werden, erzählt die Geschichte, dass er durch seine Taufe das Böse zwar verloren habe, aber seine magischen Kräfte behalten habe.
Nach dem Rückzug der Römer aus Britannien usurpierte Vortigern den Thron und wollte in Wales eine Festung gegen die Sachsen bauen lassen, diese stürzte jedoch ständig ein. Die Hofzauberer Vortigerns rieten ihm, ein vaterloses Kind zu opfern. Da diese jedoch recht selten sind, war Merlin der einzig Verfügbare, aber er setzte vor der Opferung seine prophetischen Kräfte ein: er sah einen unterirdischen Teich am Bauplatz, in welchem ein roten und ein weißer Drache stritten - der weiße Drache repräsentierte Vortigern, der rote die rechtmäßigen Könige Britanniens, Ambrosius, dann sein Bruder Uther und schließlich Artus - Vortigern wurde besiegt.
Merlin war verantwortlich für Artus Erziehung (im Alten Weg?) und dafür, dass Artus Excalibur von der Herrin vom See bekam, und auch für die Erfindung der Runden Tisches.

Morgaine (Morgan le Fay)
In der walisischen Literatur findet man Modron (Tochter des Avallach, Frau des Uriens, Mutter des Owein), der Name könnte später von den Britonen zu Morgan verändert worden sein - eigentlich bedeutet er "Mutter". In "Gawain and the Green Knight" kommt die Görrin Morgane vor, und die Tatsache, dass sie für Artus` Tod verantwortlich war, rückt sie in die Nähe der Morrigan/Morrigu, der triadischen Göttinen des Todes (Todesbotinnen, Raben des Todes - ihre 3 Aspekte sind Krieg, Tod, Zerstörung)
Natürlich könnte man Morgaine auch in den triadischen Aspekt der Mondin (Mädchen, Mutter, Alte Frau) einbetten, sie wäre als Morrigu die Alte, dem Tod Nahe.
Doch welche der Frauen im Artuskreis wäre dann die Jungfrau, welche die Mutter? Davon später.

Guinevere (Ginevre, Gwenhwyfar)
Ihr Name bedeutet "Weißes Phantom", ihr Ursprung könnte, auf Grund der in Wales in Triaden erzählten Geschichten über sie, durchaus der einer Göttin sein - ist sie die Jungfrau der Mondin-Triade? Möglich ist dies schon alleine durch ihre Erwähnung als "nur" Gattin von Artus - und sie empfing ja auch kein Kind von Artus. Sie scheint also die unschuldige Repräsentanz des Jugend-Aspektes zu sein, sie spornt auch Lancelot an, ist die immer-jugendliche Königin. Geoffrey of Monmouth schreibt über Guinevere, sie wäre "the loveliest woman in all the island".
Dem gegenüber steht allerdings ihre Zugehörigkeit zur römischen Seite (von ihrer Abstammung her), zu den Christen (von ihrer Religion her). Kann sie also überhaupt einen Aspekt der Göttin repräsentieren? Oder muss man hier mehr in die Tiefe gehen und sie als die säkulare Gattin des Artus sehen, die effektive Gattin, die spirituelle, wäre Morgaine (die allerdings dadurch ihren Alte-Frau-Aspekt zugunsten des Mutter-Aspekts aufgäbe)? Oder wäre Guinevere irgendwie nur als Rechtfertigung des christlichen Königs Artus zu sehen: er selbst ist nie wirklich Christ gewesen, nur durch die christliche Königin Gwenhwyfar erhält er auch die Gunst der Kirche?

Und doch, wie verhält es sich mit dem Betrug an Artus mit Lancelot? Tut das eine reine christliche Königin? Denn diese Geschichte ist keine moderne Erfindung aus Hollywood, sondern schon bei Chretien de Troyes im 12. Jahrhundert berichtet. Ist also ihre jugendliche Verliebtheit (Mädchen-Aspekt) doch stärker als ihr christlicher Glaube? Zeigt diese Erzählung vielleicht, dass die christlichen Vorstellungen von ehelicher Bindung doch nicht dem wirklichen Leben entsprechen?
Interessanter Weise liebt Lancelot Artus ja auch auf eine Weise, die mehr als Freundschaft ist. Was bedeutet dieses Dreieck? Es zerstört eigentlich das ganze Bild des hehren Rittertums, und doch wird gerade Lancelot als der beste Ritter genannt. Und je weiter das Mittelalter fortschreitet, desto mehr wird diese Geschichte ausgewalzt, Malory macht sich ja mit wahrem Genuss über das Thema her. Romantische Liebe versus Treue. Loyalität versus Eigennutz. Und jede Menge Schuldgefühle. Soap-Opera oder satirische Betrachtung?

Lancelot
Lancelot repräsentiert den romantischen Held, der das Ende des reinen "chanson de geste", der Verherrlichung von Schlachten, einläutet. In Geoffrey of Monmouths "The History of the Kings of Britain" ist die Handlung um Artus` Aufstieg zur Macht, seinen Sieg über die Sachsen, also um Krieg und Herrschaft, zentriert. Die Tugenden, die verherrlicht werden, sind die des Kriegers, die Artus in höchstem Masse verkörpert, er erschlägt einfach alle Feinde.
Im 12. Jahrhundert wurden aber andere Werte interessant: immer mehr Adelige konnten lesen, und sie wollten nicht nur mehr über Kampf, sondern auch über Romanzen lesen, also wurde die der romantische Ritter Lancelot - einer ihresgleichen - in den Vordergrund gerückt, nicht mehr der König, der dann ja sogar als impotent und Schwächling dargestellt wurde.
Was bedeutet das aber vom keltischen Standpunkt aus? Ein impotenter König ist ja undenkbar, repräsentiert der König ja den Gott (in der Heiligen Hochzeit). Offenbar ist Lancelot in seiner späteren Ausprägung der junge Hirsch, der den alten von seinem Platz vertreibt - also nicht Mordred, der leibliche Sohn des Artus, sondern Lancelot, der ja auch als Sohn der Dame du Lac beschrieben wird. Hat doch der Alte Weg eine Möglichkeit gefunden, sich wieder durchzusetzen? Liebe statt Macht? Das Weichste überwindet das Härteste (wie schon ein chinesisches Sprichwort sagt). Hat der Kriegsherr ausgedient?

Ygraine (Igerna)
Ygraine ist die Mutter des Artus, Gattin des Gorlois, des (römischen) Herzogs von Tintagel (Cornwall). Uther Pendragon verliebt sich in sie, doch sie ist treu und nur durch eine List gelingt es Uther, in ihr Bett zu gelangen und Artus zu zeugen. Ygraine ist eine Nebenfigur in den Geschichten, was schade ist, denn auch sie lässt sich in der Triade als Mutter eingliedern, als Mutter von Morgaine und Artus, die letztendlich das Heilige Paar darstellen, somit wäre sie die Mutter über der Mutter. Dies auch, indem sie ursprünglich Grainne, einer Fruchtbarkeitsgöttin (Demeter), entspricht.

Morgause
Morgause ist Artus` Tante oder Halbschwester, die Gattin des Königs Lot(h) von Orkney, ihre Söhne 'sind Gawain, Agravaine, Gaheris und Gareth. Nach Malory ist sie die Halbschwester Artus` und zeugt mit ihm Mordred. Morgaine und Morgause könnten ein und dieselbe Person sein, möglicherweise bildet Morgaine den spirituellen Aspekt und Morgause den weltlichen. Auch hier wieder die Überlegung: Morgause als Mutter, Morgaine als Alte Weise Frau.

Viviane (Viviane, Eviene, Nimue, the Lady of the Lake, la Dame du Lac)
Sie ist eine der rätselhaftesten Gestalten im Sagenkreis. Sie ist offensichtlich nicht wirklich von dieser Welt, aber sie hat ihre Signifikanz dadurch, dass sie Artus das Schwert Excalibur überlässt. Als Nimue ist sie die Geliebte des Merlin und nimmt ihn letztlich völlig in Beschlag - ausgedrückt dadurch, dass sie ihn in einen Baum bannt. Sie scheint also ein Naturgeist zu sein - eine Dryade, die aus dem Wasser kommt und über Bäume gebietet.

Mordred (Medrault)
Sohn des Artus und der Morgaine/Morgause.

Der Fischer-König (roi pêscheur)
ist der Hüter des Grals. Sein Vorbild ist Bran der Gesegnete, Sohn des Llyr. Bran war ein Gott, ein Aspekt des Manannan ap Llyr, des Riesen, der in kein Haus passte und der ziemlich viel feierte (ein pan-ischer Aspekt?) und einen magischen Kessel besaß, in welchem tote Krieger wieder zum Leben erweckt werden konnten (aha: der Gral). Im Mabinogion wurde aus Bran ein mythischer König, und seine Schwester Branwen war das schönste Mädchen im Land. Sie wurde dem König von Irland vermählt, und der Kessel war das Hochzeitsgeschenk. Der irische König zog sich bald aus der Allianz zurück, und Bran überfiel Irland - der Kessel wurde zerstört und Bran durch einen vergifteten Speer tödlich an der Ferse verwundet. Sein Kopf wurde abgeschlagen und bestattet, und bewacht England (die Wiederkehr des once and future king?).
Auch der Fischerkönig hat einen lebensspendenden Kessel und leidet an einer Giftwunde, die das Leid seines Landes bewirkt.
Natürlich kann man den Fischerkönig auch mit der Geschichte mit dem weisen Lachs, der, wenn verspeist, seine Weisheit weitergibt, verbinden (Finn-Geschichte).
Und natürlich hat der Fisch auch mit dem Christentum zu tun: die ersten Apostel waren Fischer, "ich werde euch zu Fischern von Menschen machen". Das urchristliche Symbol war nicht das Kreuz, sondern der Fisch, das griechische Wort für Fisch, Ichthys, wurde als Iesous CHristos Theou HUios Soter (Jesus Christus, Sohn Gottes, Retter) interpretiert, und es war das Geheimzeichen der ersten Christen.

Camelot
Die legendäre Burg, von der aus Artus Britannien regierte, bevor die Sachsen in das Land einfielen. Die dortige Hof war der eleganteste in ganz Europa, die besten Ritter waren dort um die Tafelrunde versammelt, und von dort begann die Suche nach dem Gral.
Camelot wurde erstmals von Chretien de Troyes im 12.Jahrhundert erwähnt, ältere Quellen nennen diesen Namen nicht. Auch der wahre Standort ist von Autor zu Autor verschieden: Thomas Malory (15.Jh) platziert Camelot nach Winchester, Geoffrey von Monmouth nennt ein Caerleon Castle in Wales. Auch bei Tintagel, dem Geburtsort von Artus in Cornwall, wird Camelot "gesichtet". Heutige Forschungen (und volkstümliche Überlieferung) suchen Camelot in den Ruinen von Cadbury Castle in Somerset. Cadbury Castle ist eine alte eisenzeitliche Festung, die über das Tal von Avalon nach Glastonbury schaut.

 

Trotzdem die Artus-Legende durch die Jahrhunderte Schriftstellern (aber auch Komponisten, Filmemachern) immer wieder eine Möglichkeit geboten hat, ihre jeweiligen Intentionen auszudrücken, ist sie doch ursprünglich keltisch.
Daher ist auch eine Historizität des Königs Artus und der Personen in seinem Umfeld absolut irrelevant, da religiöse Tatsachen bei den Kelten und anderen Völkern, die in Einheit mit der Natur leben eben immer in Geschichten ohne historische Beziehung gepackt wurden. Man beachte auch, dass die Hersteller der keltischen Münzen überhaupt kein Interesse daran hatten, einen Kopf als genauer Darstellung eines Herrschers abzubilden, sondern vielmehr darin religiöse Inhalte vermittelten (siehe hierzu zB: L.Lengyel, Das geheime Wissen der Kelten).
Die Kelten tradierten sogar in ihren Schilderungen von Eroberungen religiöse Inhalte weit mehr als geschichtliche. Daher nimmt es eigentlich Wunder, dass gerade Christen mit ihrer Bibel diese Inhalte so schwer verstehen könne, denn in den Büchern des Ersten Testaments sind ja auch religiöse Inhalte im historisierenden Gewand dargestellt. Der große Unterschied ist jedoch, dass die Kelten immer einen sehr starken Bezug zur Anderswelt hatten und diese durchaus in ihr tägliches Leben integrieren konnten, im Gegensatz zu den Juden/Christen, die alles, was sich außerhalb ihrer greifbaren, materiellen Welt befindet, als eine einzige undifferenzierte transzendente Macht, die sie in einem einzigen Gott subsumieren, empfinden, was einerseits vieles vereinfacht, andererseits viele Fragen offen lässt, und die Versuche zu deren Beantwortung sind oftmals ziemlich verkrampft.
Das Sozialsystem der Kelten war in drei klar abgegrenzte Bereiche geteilt: KriegerInnen, PriesterInnen und BäuerInnen. Die Frau hatte einen ebenso hohen Stellenwert wie der Mann, die Abstammung wurde nach der Mutter festgelegt, nach der einsichtigen Tatsache, dass man ja immer weiß, aus wessen Schoss ein Kind in die Welt gekommen ist.
Dies änderte sich natürlich mit den Eroberungen durch die Römer - diese änderten das Sozialsystem grundlegend. Das religiöse System wurde weitaus weniger angetastet, da die Römer noch nie Probleme hatten, ihre Götter und die Götter, die sie lokal vorfanden, miteinander in Einklang zu bringen - bis auch Rom christianisiert wurde. Natürlich ist auch die Interaktion zwischen sozialem und religiösem System zu überlegen, da bis zum Beginn der so genannten Neuzeit diese beiden durchaus immer Hand in Hand gingen.
Als auch die römischen Besatzer im 4. Jahrhundert das Christentum immer weiter verbreiteten (wobei nicht gesagt ist, dass nicht schon vorher christliche Ansätze vorhanden waren - die Legende, dass Josef von Arimathäea nach Glastonbury gekommen war und somit das Christentum schon viel früher "sanft" auf den Britischen Inseln eingeführt worden war, ist eine alte Tradition bei jenen, die das "keltische Christentum" als eigenen Zweig sehen wollen.
So scheint es, dass die Artus-Legende und die anderen Geschichten (z.B. das Mabinogion) eine der letzten Möglichkeiten war, die Alte Religion zu überliefern - nur die Artus-Legende hat als einzige literarischen Ruhm erlangt - offenbar waren die Menschen aller Zeiten von Sex and Crime zu begeistern... Nur ist es unsere Aufgabe, die wirklichen religiösen Inhalte aus den literarischen Bearbeitungen heraus zu filtern.

Die Queste nach dem Sangraal
Trotz der Versuche, die Geschichte mit dem Gral als christliche Legende einzufärben - sie bleibt keltisch. Es gibt keinen Kelch, in dem das Blut des sterbenden Propheten Jesus aufgefangen wurde.
Zum ersten: warum sollte jemand die Schüssel, die beim sog. Letzten Abendmahl zum Servieren von Nahrungsmitteln verwendet wurde, am nächsten Tag nach Golgatha schleppen, um damit Blut aufzufangen?
Zum zweiten: warum sollte dieser oder ein anderer jemand diesen Kelch dann gerade nach Britannien bringen?
Zum dritten: was bringt es, diesen Kelch/Schüssel/Servierteller zu finden - das Ding kann ja logischerweise kein ewiges Leben o.ä. bescheren, weil es nur eines der vier Elemente symbolisiert? Na gut, ich gebe zu, die letzte Frage ist für einen Christen unverständlich.

Aber zurück zur Geschichte: es scheint sich um eine einfache Assoziation zu handeln: nur der reinste und beste aller Ritter kann den Gral finden, Sir Galahad. Nicht so gut im Kampf wie Lancelot (und der hat ja auch ein Beziehungsproblem, also scheidet er vom christlichen Standpunkt gesehen aus), nicht so einfältig wie Sir Perceval, der nicht kapiert, worum es geht, nein, Galahad, der Sohn der Morgause, ein Verwandter des Artus.
Dieser selbst hat ja auch einmal den Versuch gewagt, den Gral zu finden - nein, nicht diesen Gral, sondern den "Kessel des Kopfes von Annwn" (der walisischen Bezeichnung für die Anderswelt), und er hat es nicht geschafft.
Immer geht es um eine lange, gefährliche Reise, bei der ein Kelch, eine Schale, ein Kessel mit magischen Kräften gefunden werden muss .... aha, das Symbol des Wassers.
Und weiter: im wichtigsten Teil der Gralssage, dem mit dem Fischer-König, werden doch tatsächlich eine blutende Lanze (christlich: die Lanze, die Jesus von einem Soldaten, der ihm einen schnellen Tod zukommen lassen wollte, in die Seite gebohrt wurde; heidnisch: Symbol des Feuer-Elements), ein zerbrochenes Schwert (Symbol für Element Luft; zerbrochen , da Artus ja das intakte Schwert, Excalibur besitzt - Schwerter scheinen in der Mythologie überhaupt eine besondere magische Rolle zu spielen, siehe auch zB Siegfrieds Schwert Balmung), eine Servierplatte (Element Erde) und der Gral (Element Wasser) hereingebracht. Und diese vier sind die Heiligen Insignien der Tuatha de Danaan: das Schwert des Nuada, der Stein (Platte) von Fal, der Kessel des Dagda und der Speer des Lugh.
Der Vollständigkeit halber: Stein/Platte (Erde) und Kessel/Gral (Wasser) sind weiblich (yin), Lanze (Feuer) und Schwert (Luft) sind männlich (yang).


Aku


Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist - Teil VIII     Ray, 25.03.2017
Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist - Teil VII     Ray, 04.03.2017
Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist - Teil VI     Ray, 11.02.2017
Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist - Teil V     Ray, 28.01.2017
Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist - Teil IV     Ray, 31.12.2016
Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist - Teil III     Ray, 10.12.2016
Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist - Teil II     Ray, 26.11.2016
Ich bin Hobbychirurg und Hobbypolizist - Teil I     Ray, 12.11.2016
Eine ungewöhnliche Gallo-Römische Gottheit: Oceanus-Cernunnos - Teil II     Quinta Albia Corvina, 03.09.2016
Eine ungewöhnliche Gallo-Römische Gottheit: Oceanus-Cernunnos - Teil I     Quinta Albia Corvina, 13.08.2016
Der Geburtstag in der römischen Antike - Teil IV     Quinta Albia Corvina, 26.12.2015
Der Geburtstag in der römischen Antike - Teil III     Quinta Albia Corvina, 06.12.2015
Der Geburtstag in der römischen Antike - Teil II     Quinta Albia Corvina, 21.11.2015
Der Geburtstag in der römischen Antike - Teil I     Quinta Albia Corvina, 07.11.2015
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXIX     Mc Claudia, 21.02.2015
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXVIII     Mc Claudia, 04.01.2015
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXVII     Mc Claudia, 27.09.2014
Thorshammer ist ein Hammer     MartinM, 12.07.2014
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXVI     Mc Claudia, 21.06.2014
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXV     Mc Claudia, 05.04.2014
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXIV     Mc Claudia, 22.02.2014
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXIII     Mc Claudia, 18.01.2014
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXII     Mc Claudia, 12.10.2013
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XXI     Mc Claudia, 10.08.2013
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XX     Mc Claudia, 01.06.2013
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XIX     Mc Claudia, 23.03.2013
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XVIII     Mc Claudia, 16.02.2013
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XVII     Mc Claudia, 24.11.2012
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XVI     Mc Claudia, 22.09.2012
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XV     Mc Claudia, 28.07.2012
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XIV     Mc Claudia, 12.05.2012
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XIII     Mc Claudia, 18.02.2012
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XII     Mc Claudia, 24.12.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil XI     Mc Claudia, 20.11.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil X     Mc Claudia, 01.10.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil IX     Mc Claudia, 13.08.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil VIII     Mc Claudia, 17.07.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil VII     Mc Claudia, 28.05.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil VI     Mc Claudia, 30.04.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil V     Mc Claudia, 16.04.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil IV     Mc Claudia, 09.04.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil III     Mc Claudia, 02.04.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil II     Mc Claudia, 12.02.2011
Die acht neuheidnischen Jahreskreisfeste im Spiegel der Kulturen - Teil I     Mc Claudia, 29.01.2011
Poseidon     Sassa, 27.11.2010
Prometheus     Akesios, 04.09.2010
Herleitungstheorien der Gralssage     Brighid, 31.07.2010
Die Druiden - Teil V     Magda Pfaffl, 08.05.2010
Die Druiden - Teil IV     Magda Pfaffl, 24.04.2010
Die Druiden - Teil III     Magda Pfaffl, 03.04.2010
Die Druiden - Teil II     Magda Pfaffl, 27.03.2010
Die Druiden - Teil I     Magda Pfaffl, 20.03.2010
Mein erstes neokeltisches Hochzeitsfest - Teil V     Mc Claudia, 19.12.2009
Mein erstes neokeltisches Hochzeitsfest - Teil IV     Mc Claudia, 12.12.2009
Mein erstes neokeltisches Hochzeitsfest - Teil III     Mc Claudia, 05.12.2009
Mein erstes neokeltisches Hochzeitsfest - Teil II     Mc Claudia, 28.11.2009
Mein erstes neokeltisches Hochzeitsfest - Teil I     Mc Claudia, 14.11.2009
Einige grundlegende Gedanken zur Mythologie     Akesios, 05.09.2009
Das Keltendorf in Diex     Florian Seidl, 07.06.2009
Das Trankopfer im Hellenismos     Sassa, 19.04.2009
Hera     Sassa, 14.02.2009
Aphrodite     Sassa, 17.01.2009
Der Tod ist die Mitte eines langen Lebens - Teil VI     Mc Claudia, 15.11.2008
Der Tod ist die Mitte eines langen Lebens - Teil V     Mc Claudia, 01.11.2008
Der Tod ist die Mitte eines langen Lebens - Teil IV     Mc Claudia, 11.10.2008
Der Tod ist die Mitte eines langen Lebens - Teil III     Mc Claudia, 27.09.2008
Der Tod ist die Mitte eines langen Lebens - Teil II     Mc Claudia, 13.09.2008
Der Tod ist die Mitte eines langen Lebens - Teil I     Mc Claudia, 30.08.2008
Keltisch rekonstruiertes Heidentum - Teil III     WitchVox, 21.06.2008
Keltisch rekonstruiertes Heidentum - Teil II     WitchVox, 07.06.2008
Keltisch rekonstruiertes Heidentum - Teil I     WitchVox, 31.05.2008
Oh Götter, nehmt unsre Opfer an!     Akesios & Sassa, 09.02.2008
Was ist rekonstruiertes Heidentum? - Teil II     Mc Claudia, 03.11.2007
Was ist rekonstruiertes Heidentum? - Teil I     Mc Claudia, 27.10.2007
Missverstandener Rekonstruktionismus - Teil II     Akesios, 28.07.2007
Missverstandener Rekonstruktionismus - Teil I     Akesios, 14.07.2007
Hestia und Zeus Teil II     Sassa, 14.04.2007
Hestia und Zeus - Teil I     Sassa, 07.04.2007
Druiden und Politik - Teil II     Philip Carr-Gomm, 10.02.2007
Druiden und Politik - Teil I     Philip Carr-Gomm, 27.01.2007
Die griechische Vorstellung von der Seele     Akesios, 28.10.2006
Reisealtar     Sassa, 22.07.2006
Ephesos Teil III     Mc Claudia, 22.04.2006
Ephesos - Teil II     Mc Claudia, 11.04.2006
Ephesos - Teil I     Mc Claudia, 01.04.2006
Hexenglauben im 19. Jahrhundert - Teil II     Nils Freytag, 31.12.2005
Hexenglauben im 19. Jahrhundert - Teil I     Nils Freytag, 24.12.2005
Carnuntum - Teil VI     Mirjam Knirsch, 01.10.2005
Carnuntum - Teil V     Mirjam Knirsch, 24.09.2005
Carnuntum - Teil IV     Mirjam Knirsch, 10.09.2005
Carnuntum - Teil III     Mirjam Knirsch, 27.08.2005
Carnuntum - Teil II     Mirjam Knirsch, 20.08.2005
Carnuntum - Teil I     Mirjam Knirsch, 13.08.2005
Die Geschichte des Druidentums - Teil V     Philip Shallcrass, 28.05.2005
Die Geschichte des Druidentums - Teil IV     Philip Shallcrass, 30.04.2005
Die Geschichte des Druidentums - Teil III     Philip Shallcrass, 02.04.2005
Die Geschichte des Druidentums - Teil II     Philip Shallcrass, 26.03.2005
Die Geschichte des Druidentums - Teil I     Philip Shallcrass, 19.03.2005
Eine kleine Geschichte der Vampire     Perduíl, 08.01.2005
Die Druiden - oder was wir so alles (nicht) wissen - Teil II     Ray, 30.10.2004
Die Druiden - oder was wir so alles (nicht) wissen - Teil I     Ray, 23.10.2004
Der Prozess um den Zauberer Jackel     Katja, 21.08.2004
Der Hexenhammer (Malleus Maleficarum) - Geschichte eines Buches - Teil II     Perduíl, 26.06.2004
Der Stammtisch     LadyPurple, 01.05.2004
Die unaussprechlichen Sprachen der Kelten     Mc Claudia, 28.02.2004
Die Templer - Bruderschaft der armen Ritter Christi vom Tempel zu Jerusalem     Challan, 17.01.2004
Der Hexenhammer (Malleus Maleficarum) - Geschichte eines Buches - Teil I     Perduíl, 29.11.2003
Die Wiedertäufer     Nowhere, 11.10.2003
Die grauenhaften Galateer als Halsabschneider? - Teil II     Ray, 04.01.2003
Die grauenhaften Galateer als Halsabschneider? - Teil I     Ray, 28.12.2002
Holzkreis mit Votivteich in Schottland gefunden     Anna & Peter, 29.06.2002
Die Artus-Legende III - Welcher Arthur denn??     Dana, 27.04.2002
Die Artus-Legende II - The once and future king     Aku, 15.03.2002
Die Artus-Legende I - Der sagenhafte König     Aku, 09.03.2002
Bericht eines Zeugen der Hexenverfolgung     Brighid, 06.11.2001
Samhain - Allerheiligen     Brighid, 20.10.2001




                        
                        



    

© WurzelWerk · 2001-2017