Betreut von Anufa
DrachenSabber
Satire oder doch fast Realität?

In den letzten Monaten wundern wir uns in der Redaktion immer wieder, dass es scheinbar außer den Allzeit-Glühbirnen-Witzen und einigen alten Klassikern kaum Satirisches oder Kabarettistisches aus der Szene zu geben scheint. Dank Eidechse und ein wenig Inspiration durch diverse Internetforen für den sabbernden Drachen, gibt´s nach langer Zeit wieder etwas zum Lachen oder eventuell auch zum schmunzelnden Nachdenken.

Eidechses rituelle Wachsreinigung

Um schlechte, vor allem abgestandene alte Energien in euren Deko-, Schnickes-, oder auch Altarecken zu bannen und reinigen, kann ich nur die traditionelle Wachsreinigung empfehlen, die ich grade durch göttliches Channeling wiederentdeckt habe.

Man braucht eine Kerze mit einem recht großen Durchmesser (so 7-10 cm schätze ich mal). Sie sollte farbig sein, je intensiver und auffälliger die Farbe, desto intensiver wird auch die Reinigungswirkung sein. Ich hatte z.B. ein kräftiges Pink gewählt, welches meine Liebe und Leidenschaft für das Reinigen beschwören sollte, aber auch andere Farben passen, lasst euch von eurer Intuition leiten oder von dem was grad da ist.
Diese Kerze stellt man an den zu reinigenden Platz neben die Dinge, die dringend eine rituelle Reinigung brauchen und lässt die Kerze einige Zeit brennen, bis sich ein schöner flüssiger Wachsteller gebildet hat.
Dann wählt man einen moment, wo man aufbrechen und das Haus verlassen muss und pustet die Kerze mit der traditionellen Beschwörungsformel: "Ich muss mich beeilen sonst komme ich zu spät" kraftvoll aus (das ist sehr wichtig, je kraftvoller, desto intensiver wird die Reinigung) und verlässt ohne einen weiteren Blick auf die ecke die Wohnung.

Wenn man dann zurückkommt wird man rituell auf die Probe gestellt:
Der eigene Ärger über die Wachsspritzer, die über die ganze Ecke, alle Dinge und Nippes, über Wand, Unterlage und Boden verteilt sind, muss durch eine kurze Meditation (Schrecksekunde) transformiert werden. Ist das geschafft, hat man in den folgenden Minuten (sagen wir Stunden) nichts weiter zu tun, als alle Wachsspritzer zu entfernen.
Steine lassen sich z.b mit heissem Wasser von dem Wachs befreien. Steinsalzlampen allerdings nicht, da muss Wärme im Ofen und Klo-löschpapier-Technik ran, während andere Oberflächen besser mechanisch zu bearbeiten sind und Wachs abkratzen angesagt ist. Gewachstes Holz allerdings muss erst vom farbigen Wachs befreit werden und anschlissend wieder neu behandelt.
Je nach Oberfläche und deren Empfindlichkeit müssen ganz eigene rituellen Techniken entwickelt werden, auch da hilft die Erfahrung und Intuition.
Wenn das ganze Wachs wieder entfernt wurde, ist materieller Schmutz wie Staub usw ebenso entfernt, wie auch alles andere was da so angehaftet haben sollte, zumindest relativiert sich das 'Immaterielle' wenn das Materielle dann endlich geschafft sein sollte.

Ich kann so eine rituelle Wachsreinigung nur allen empfehlen.


In diesen Fällen sollte mensch sich vielleicht ein paar Gedanken mehr machen...
von Anufa

Ich nenne mich Heide/Hexe, weil ich kein Katholik/Protestant/etc mehr sein und das eindeutig klar stellen will.

Ich war vor drei Jahren Buddhist, vor fünf Nihilist und vorher bis zu meinem 16 Geburtstag Katholik/Protestant/etc. und bin jetzt seit einem halben Jahr als Solitary eine vollwertige Hexe.

Ich bin über die "Nebel von Avalon" auf das Heidentum gestoßen und finde es schade, dass sich die Zeiten so geändert haben.

Ich habe mein Buch der Schatten als hochgeheime Diskette der Schatten bei ebay ersteigert. (oder wahlweise)
Ich habe vier Bücher zum Thema zu Hause, in denen steht, was man als Hexe so tut und glaubt. (bzw)
Ich bin in drei Internetforen, wo ich nachlesen kann, was man als Hexe so tut und glaubt.

Ich feiere meine heidnischen Rituale mit haufenweise "Zutaten" und gehe nur selten dafür raus, weil es einfach zu anstrengend und unbequem ist.
Ich feiere zu genau den Daten, die schon seit Urzeiten überliefert sind und halte mich auch streng an die Termine

Ich trage etliche Talismane von denen ich die ungefähre Bedeutung kenne (hab´ja in Wikipedia nachgelesen!) damit mir negative Energien von anderen nicht schaden und mir die Götter wohlgesonnen sind.

Ich zaubere oft (nachdem ich mich ein Monat mit der Zauberei auseinander gesetzt habe) weil es mir zu mühsam ist, die Arbeit selber zu machen. (oder wahlweise)
Ich habe eine Sammlung von Zaubersprüchen aus dem Netz runtergeladen und probiere die jetzt nacheinander alle aus, damit ich Übung bekomme. (bzw)
Ich zaubere doch nicht, weil das macht nur schlechtes Karma und im christlichen Wicca ist das verboten.

Ich tue was immer ich will, denn das ist schließlich das einzige Gesetz. (oder wahlweise)
Ich halte mich immer an die 13 Hexenregeln, egal was passiert, die sind fix und seit jeher überliefert. (bzw)
Ich bin Solitary und deshalb kann ich als Hexe bei jedem Ritual mitmachen (und was ich wie machen soll, das weiss ich selber am besten).

Ich habe ein Problem mit Drachen- oder Taubenblut als Räucherung/Tinte, weil ich im Tierschutz engagiert bin.
Ich kaufe meine Werkzeuge nur in Fachgeschäften oder über´s Internet und lege Wert darauf, dass nur natürliche Materialien verwendet werden (eine schöne Lederscheide für mein weisses Messer ist einfach notwendig).
Ich kläre Leute, die auf ihren Trommeln Knochen und dergleichen hängen haben, in Richtung Tierschutz auf (auf meiner original afrikanischen Djembe ist deshalb auch kein Schmuck drauf!)

Ich bin eine richtige Hexe, weil ich als Hexe geboren bin und mehr brauche ich dazu in Wirklichkeit auch nicht als Legitimation.
Ich gehe sicher auf kein Seminar unter 300 Euro pro Wochenende, weil Leute, die so billig arbeiten, sind alle nicht wirklich echt.
Ich gehöre zu einer ganz geheimen Ritualgemeinschaft, über die ich niemandem etwas erzählen darf und die Treffen kosten auch nur 30 Euro pro Abend.

Ich finde, dass das Hexentum eine eigene Religion sein sollte, damit ich als Hexe die selben Rechte habe wie die Katholiken/Protestanten etc.


Eidechse und Anufa


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