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Yulie
und der Ursprung des Yule-Festes
von Mike Devlin (übersetzt und bearbeitet
von Anufa)
Yule wurde der mündlichen Überlieferung folgend, nach
der wenig bekannten keltischen Göttin Yuli benannt. Diese war
in den alten Zeiten für Geschenke, Alkohol, Fruchtbarkeit und
kalte Winternächte zuständig. Als urkeltische Göttin,
waren ihre getreuen Anhänger natürlich friedvolle Wicca.
Zu deren Glauben gehörte es, alles und jeden zu akzeptieren,
Homosexuelle inbegriffen. Zusätzlich, da die Kelten ja eine
Religion begründet hatten, die sich über die ganze Welt
ausgebreitet hatte, steht sie auch mit dem römischen Yulinius,
dem griechischen Yulinex, und der nordische Yulo, nicht zu vergessen
den indianischen Yu, in enger Verbindung.
Der Ursprung des Feiertages Yule geht bis früh in prähistorische
Zeit zurück. Überliefert wurde, daß Yulie und die
anderen Gottheiten einmal im Jahr, zur Wintersonnwende, die Erde
in ihrem Raumschiff besuchten. Dabei wurde ein großer Baumstamm
in Brand gesetzt, um dem Raumschiff den Weg in die Dörfer zu
weisen. Das ist eindeutig der Ursprung des traditionellen Yule-Scheites.
Oftmals wurden auch die übriggebliebenen Kürbisse von
Samhain, die nun schon trocken genug waren, als Zündstoff für
diesen Yule-log verwendet. Die Dorfleute standen rund um den Yule-Log
und sangen "Tue, was Du willst und schade niemandem!"
bis das Raumschiff ankam. Das Raumschiff hatte ein stacheliges Fahrwerk
mit kleinen Kugeln daran und deshalb wurde die Mistel, die genau
dieses Fahrewerk repräsentieren sollte, als Symbol der Wünsche
der Getreuen, daß Yulie sie besuchen und ihnen Geschenke bringen
solle, überall aufgehängt.
Etliche Bäume wurden bei der Landung des Raumschiffes umgeworfen.
Deshalb wurde es als sehr glücksverheißend angesehen,
diese Bäume mitzunehmen, sie zu schmücken und dann zu
Hause aufzustellen um die Liebe zu Yulie zu zeigen (offensichtlich
wären diese umweltbewussten Menschen nicht einmal im Traum
auf die Idee gekommen, die Bäume zu diesem Zweck extra zu fällen.
Das wäre genauso schlimm gewesen, wie Fleisch zu essen!)
Diese Besuche waren eine Zeit der überschäumenden Liebe
und von noch mehr Frieden, als ohnehin schon herrschte, weil die
Götter und Göttinnen mit den Sterblichen Geschenke austauschten.
Dieses außerste komplexe System war die Basis der Wohltätigkeitsauktionen.
Es wurden Lieder gesungen, wie "The Little Drummer Boy"
(der eigentlich den Kontrapunkt zum Chant "Tue, was Du willst
und schade niemandem!" bildete) oder "Oh, Mistelzweig",
das sich dann später in "Oh, Tannenbaum" weiterentwickelte.
Nachdem sie gelandet war, nahm Yulie die Rolle der Hohepriesterin
im Wintersonnwende-Ritual wahr. Der Ritualablauf wurde von Generation
zu Generation weitergegeben und ist heute in jedem Llewellyn-Buch,
klarer Weise mit den dazupassenden regionalen Variationen, nachlesbar.
Eines schönen Jahres wurde Yulie von einem Sterblichen geschwängert
und brachte Yesus zur Welt. Eine Geschichte, die gerade eine Gruppe
von Juden heftig beeindruckte. Unglücklicherweise wurde die
Geschichte über die Jahre hinweg derartig entstellt, daß
das Raumschiff zu einem Kometen wurde, der die Geburt von Yesus
markierte. Weise, alte, tolerante Heiden, die Wicca praktizierten,
beeilten sich zu der Stelle zu kommen, um ihre Geschenke für
das Baby Yesus zu bringen.
Zu allem Unglück, als das Christentum über die wahre Natur
Yesus immer verwirrter wurde, wendeten sie sich an die friedlichen
Yulie Anhänger und zwangen diese, ihre eigene gemeine Version
des Yesus zu verehren. Yulie wurde zu einer Nebendarstellerin degradiert,
wahrscheinlich indem sie einfach eine Jungfrau sein sollte, die
manchmal auf einem Esel abgebildet worden war. Die alten Wiccas
(die friedliebende Leute waren und somit jeden und alles akzeptierten)
hatten keine Möglichkeit sich zu wehren. Deshalb wurden sie
entweder Christen oder gingen in den Untergrund, wo sie ihre Geheimnisse
bewahrten, bis Gerald Gardner auf der Szene auftauchte. Yulie´s
Rolle war die einer Geschenkeüberbringerin gewesen, was später,
wegen der patriarchalen Natur der neuen Religion, einem alten fetten,
vollbärtigen Mann zugesprochen wurde. Das Raumschiff mutierte
zum Schlitten, der, obwohl er noch flog, keine lebenserhaltenden
Systeme mehr hatte, um Überleben im Raum zu sichern.
Soweit die Worte der geheimen Überlieferung.
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