Du bist ein Teil von mir!   Teil I

„Energetische“ Verbindungen zwischen Menschen sind immer wieder Thema, sobald mensch beginnt sich mit anderen gemeinsam auf dem Gebiet „Spiritualität“ zu bewegen.

Gerade das Sich-so-verbunden-Fühlen ist es, was viele in den unterschiedlichsten Gruppen suchen und auch finden. Sichtlich ist das Leeregefühl, das sich in unserer Gesellschaft der Beliebigkeit mehr und mehr auszubreiten scheint, ein starker Antrieb, die persönliche Sicht auf Gemeinsamkeit verwirklichen oder verwirklicht sehen zu wollen. Gerade auf dem Gebiet „Glaube“ besonders gemischt mit „Ritual“ bietet da einen weiten Spielraum. Kaum ein Teen, der/die nicht schon von Coven gehört hat, unzählige Suchmeldungen in diversen Foren und social network Portalen sprechen eine deutliche Sprache.


Ein paar Worte zum Energiekörper als solchen

Voraussetzen muss ich hier allerdinge ein Weltbild, das „Körperenergie/Aura/Energiefelder/Energiekörper“ einschließt. So gesehen, verfügt jeder Mensch und auch alles Lebendige über einen Energiekörper,die Aura. In Schalen, wie die einer Zwiebel, angeordnet, berühren und kontaktieren sich deshalb zuerst die Energiefelder. Als kleines Beispiel könnte die Ozonschicht der Erde dienen – die wäre dann das Äquivalent zum Kausalkörper des Menschen.

Wenn also Kontakt zu einem anderen Wesen zustande kommt, dann berühren sich diese Energiefelder, und wie das auch bei direktem Körperkontakt passiert, bleiben dann auf beiden Seiten „Reste“ dieses Kontakts zurück. Wenn nun einer invasiver ist (oder einer geschwächt), dann wird bei dem mehr Eindruck zurückbleiben als beim anderen. Ebenso läuft das, wenn jemand offener ist oder „bedürftiger“, bei dem bleibt dann mehr zurück als beim anderen. Als Bild kann wieder dienen, dass durch einen Raumanzug wenig durchdringen kann. Das hat den Vorteil, dass mensch sich nichts „einfängt“ und auch nichts „verliert“ - aber es gibt auch Nachteile, dass jegliche Wahrnehmung sehr eingeschränkt ist (weil mensch selber ja auch nicht aus dem Raumanzug „raus“ kann) und auch günstig Einflüsse nicht eindringen können! Wenn jetzt der andere ein Loch bohrt, weil er den anderen auch riechen will und nicht nur die Außenansicht des Raumanzuges genießen, dann passiert das, was bei einem Loch eben passiert – es kann was rein (egal ob das nu rein soll oder nicht) und es wird was rausgehen (auch egal ob das nun geplant war oder nicht). Wieder ist es von der Systematik her gleichgültig, ob der im Raumanzug das Loch selber bohrt, der Raumanzug schlecht gepflegt und/oder altersbedingt löchrig ist, ein rumfliegendes Teilchen den Anzug durchschlägt oder jemand von außen bewusst diese Loch macht. Dicht ist dicht und Loch ist Loch!

Dieses Beispiel mit dem Raumanzug mag ich deshalb so gerne, weil es wunderbar deutlich macht, dass die Person im Raumanzug zwar durchaus autonom (im Sinne von „eigenverantwortlich“ und „von außen unabhängig“) agieren kann. Solang ihre im Anzug befindlichen Ressourcen ausreichend sind und mensch (im Hinblick auf den Abfall) nicht sonderlich heikel ist, funktioniert das mehr oder minder gut. Autark (im Sinne von „völlig unabhängig“ und „absolute Eigenversorgung“) zu sein, wird allerdings nicht möglich sein .

Damit erklären sich dann die unterschiedlichsten Arten von Bindungen recht einfach.


Wie der Herr so das G´scherr

Ein altes Österreichisches Sprichwort, das beschreibt, wie sich Bindung auswirkt. Wenn einer (der Herr) bestimmte Eigenschaften hat, dann übernehmen die auch früher oder später seine Angestellten, Kinder, Angehörigen (G´scherr).
In einem „energetischen“ Weltbild erklärt sich das auch durch die Verbundenheit der Energiefelder, die eine Angleichung von Denken, Psyche und auf längere Sicht auch Physis hervorruft. Vielleicht ist schon jemandem aufgefallen, dass sich langjährige Ehepaare schon mal merkbar ähnlich sehen? Je länger beisammen, desto deutlicher? Das wäre für mich ein Beispiel für energetische Verbindungen. Schon einmal einen Blick auf Hundehalter und ihre Hunde geworfen? Ein anderes Beispiel …

Jetzt dürfte hoffentlich deutlich geworden sein, was ich unter „energetischer Bindung“ verstehe und wie die funktioniert.

Das läuft natürlich bei mehr als zwei Teilnehmern ähnlich ab – also auch in Gruppen. Je näher sich die Gruppenmitglieder sind, desto stärker werden diese Bindungen. Wie immer hat das Vor- und auch Nachteile, aber zu denen komme ich noch. Zuerst möchte ich noch einen kurzen Abstecher zu dem machen, was „Nähe“ ausmacht.
Wenn ich jemand sympathisch finde, dann werde ich demjenigen offener gegenüber treten als jemanden, der mir absolut unsympathisch ist. Wie schaut das aus, wenn ich es ins Beispiel mit dem Raumanzug einordne? Wenn ich mich vor jemandem fürchte, dann werde ich den wohl genauer beobachten als jemanden, der mir egal ist. Wie schaut das als Effekt auf meinen Raumanzug aus? Damit dürfte klar sein, dass ich mit „Nähe“ nicht die gute, freundschaftliche oder liebevolle Beziehung meine, sondern eine generelle neutrale Nähe, die aus den unterschiedlichsten Gründen heraus entstehen kann. Ein sehr plakatives Bespiel wäre Abneigung oder Hass – dadurch entstehen sehr feste Bindungen. Als Faustregel könnte gelten: Womit ich mich merkbar beschäftige (unwichtig ob positiv oder negativ empfunden), damit bin ich auf jeden Fall verbunden! Schwieriger wird es mit unbewussten Bindungen, aber dazu komme ich ebenfalls später …


Zuerst zu den Vor- und Nachteilen von Bindungen

Eine Verbindung ist so gut wie nie eine Einbahn! Dadurch ergibt sich, dass beide Partner mehr oder minder auf den anderen Zugriff haben. In einer energetischen Weltsicht, sind natürlich auch Gedanken Energie … dadurch ist es möglich jemand anderen Energie zukommen zu lassen aber auch, diese abzusaugen. Es ist möglich jemanden zu beeinflussen aber auch selber beeinflusst zu werden, etc. pp.
Zu glauben, dass es möglich ist, jemanden völlig zu beherrschen, ist in meinen Augen ein großer Irrtum, weil es eben so gut wie keine Einbahn gibt. Der scheinbar schwächere Partner hat unter Umtständen massiven Einfluss auf den vermeintlich Stärkeren, bloß dass es manchmal sehr lange dauert, bis sich dieser bemerkbar macht. So wie nicht jede Infektion kurzfristig ausbrechen muss sondern unter Umständen einige Jahre zur Inkubation benötigt.


Ende Teil I


Anufa


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