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Ich hab´ grad´ keine Zeit …   Teil III

Gerade in unserer Zeit haben viele Menschen einen viel zu vollen Terminkalender, gefüllt mit mannigfaltigen Aufgabenstellungen. Berufliche Zwänge, freiwillige Verpflichtungen, private Erfordernisse, eigene Interessen und, sofern noch wahrgenommen, tiefe eigene Bedürfnisse raufen sich um einen freien Platz.

Mit dieser Übung in fünf Schritten zeigt sich auch wieder einmal, wie ich hoffe sehr einfach nachvollziehbar, warum ich der Ansicht bin, dass Magie mehr oder minder ein "Abfallprodukt" einer bewussten Lebensführung sein kann. Denn was wäre denn wiederholbar funktionierendes Wünschen anderes als angewandte Magie?!


Spaßgesellschaft oder "aus Pflicht wird Vergnügen"

Ein paar Worte möchte ich noch in Richtung des Spaßfaktors verlieren. Für mich ist wichtig auch in dieser Beziehung die Balance zu halten. Nicht alles was ich mache muss durchgängig und hundertprozentig Spaß machen aber auf Dauer ist es nötig entweder ein konkretes Ergebnis erzielen zu können oder genug Spaß an der jeweiligen Sache zu haben um nicht als Phasentrainierender zu enden (der ein paar Monate in dieser, ein paar in jener und dann wieder in einer anderen Phase steckt).

In unserem Fall hier wäre es entweder anzuraten eine handfeste Erfolgskontrolle zu organisieren, (zum Beispiel) ein Übungstagebuch zu führen und dort zu notieren, was in und mit einem selber passiert, was sich verändert oder was eben auch nicht.  Handfest wird es natürlich auch mit Gesellschaft beim Üben oder schon Übungserfahrenen als Reibstein ...
Die zweite Möglichkeit wäre, von Anfang an darauf zu achten, sich Übungen auszusuchen, die zumindest einen rudimentären Spaßfaktor haben. Damit meine ich nicht, dass alles und die ganze Zeit Spaß machen muss, sondern dass einem die Übungen nicht von vorne bis hinten und immer zuwider sein dürfen!

Wozu ich das erwähne? Ganz einfach - manch einer erlegt sich quasi selbst ein Programm auf, beispielsweise um der Gesundheit Willen (vom leidigen Diäthalten bis zum Joggen). Daswird dann auf Biegen und Brechen durchgezogen und etliche müssen sich nach dem Training mit etwas "belohnen", weil sie etwas so heroisch durchgezogen haben, das ausschließlich intellektuell befriedigend ist. Das ist für mich nicht Sinn der Sache. Vor allem auch deshalb nicht, weil das auf Dauer wohl kaum durchzuhalten ist und außerdem die Wirksamkeit unter diesen Voraussetzungen extrem leidet. Zusätzlich hat diese Vorgehensweise auf Dauer noch eher unangenehme psychologische Auswirkungen zur Folge.
Am anderen Pol dieser Selbstkasteiung finden wir dann die Spaßkultur, in der alles verweigert wird, was nicht unter das persönliche Bild von "Spaß" fällt. Womit wir wieder die Mitte zwischen diesen beiden Polen ansteuern können ...

Manche Übungen machen mir einfach keinen Spaß, manches Training ist zu einem Gutteil Quälerei, aber genau dann achte ich umso mehr darauf, dass der Outcome für mich greifbar und unleugenbar vorhanden ist. Damit umschiffe ich den Drang mich für irgendwelche Anstrengungen zusätzlich belohnen zu müssen, weil ich mich ja über dieses Ergebnis freuen kann. Kann ich das nicht, dann ist das Ergebnis schlichtweg nicht das, was mich zufriedenstellen kann. Dann wäre es nötig an eine Kurskorrektur zu denken!
Manche Sachen machen einfach per se schon so viel Spaß, da bin ich dann auch mit dem Ergebnis nicht so heikel (ganz auf das Ergebnis vergesse ich aber auch in diesem Falle nicht) - weil ich ja meine Belohnung schon dadurch bekommen habe, dass ich Spaß hatte.

Für ein paar Tage oder Wochen ist es meist keine große Schwierigkeit, Programme durchzuhalten. Hart wird es mit zunehmender Dauer und der Stressfaktor hebt sich dann schon mal anstatt gesenkt zu werden. Je besser ich mit dieser jetzt besprochenen Problemstellung vertraut bin und meinen ganz persönlichen Mittelweg gefunden habe, desto erfolgreicher werde ich meine Übungen ins Leben einbauen könne - auch ohne mich andauernd extra belohnen zu müssen um mich ausreichend motivieren zu können. Wenn das Ergebnis für mich passt, dann wird schnell einmal sogar die Pflicht zum Vergnügen und wirkliches Vergnügen hat mir noch sehr selten Stress bereitet.
Was mich dorthin bringt kurz auf die Bedeutung von "Vergnügen" und "Spaß" hinzuweisen und auf die Frage, was ich wirklich für mich brauche um mit etwas zufrieden oder vielleicht sogar glücklich zu sein. All das könnte zum Beispiel gut als verfeinerte Gewahrseinsübung für schon länger Übende verwendet werden ...


Bild: Aussicht
(© Ferdinand Hirschhofer)

Das berühmte "Im-Moment-Sein"

Ein Schlagwort, das gerade in Esokreisen mehr als oft strapaziert wird. "Du musst im Moment sein!" ist zwar für mich als, in den Raum geworfene, Ansage genauso sinnvoll wie "Sei spontan!" aber darüber könnte mensch einen eigenen Artikel schreiben. Was jedoch tatsächlich passiert, wenn die hier beschriebene Lebensweise über einige Zeit hindurch praktiziert wird, dass genau das eintritt: mensch ist mehr im Moment, weil der einfach bewusster und klarer wahrgenommen wird, dadurch die Aufmerksamkeit nicht zerfasert und als Nebeneffekt, ratet mal was? Klar doch, der Stress nachlässt zusätzlich noch nach!
Ich habe in diesem Artikel viele Dinge zusammengefasst, über die es sich im Einzelnen durchaus zu reden lohnen würde - solltet ihr spezielle Fragen oder Themenbereiche behandelt haben wollen, dann schreibt mir doch einfach einen Kommentar hier im Blog oder ein Mail an unsere WurzelWerk Redaktion.

 


Anufa


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