Erdung ja, doch warum?

Eine Technik, über die man als Anfänger in den magischen Kreisen immer wieder stolpert, ist die Erdung. Was genau jedoch ist Erdung und warum ist sie so wichtig?

Was Erdung ist und warum sie so wichtig ist

Erdung ist eine Art des Energieausgleichs. Wenn wir uns erden nehmen wir neue Energie auf und geben alte Energie ab. Über Erdung kann man sich auch von belastenden Gedanken oder Verspannungen befreien und neue Energie für anstehende Aufgaben aufnehmen. Vor einem Ritual oder einer magischen Handlung ist der Energieausgleich extrem wichtig, denn durch die Erdung erhält man Energie für das Vorhaben und bereitet sich innerlich vor.

Auch nach dem Ritual sollte man sich erneut erden, denn ein Ritual zehrt nicht nur manchmal an der eigenen Energie, nein manchmal putscht es auch enorm auf. Mit einer anschließenden Erdung kommt man wieder ganz ins "Hier und Jetzt" zurück. Die Erdung hilft in der gegenwart und somit auch, um auf die Gegenwart einzustimmen und Kraft zu holen. Sie hilft gegen das „Kopf-in-den-Wolken“ Gefühl und verschafft einen Fokus auf Dinge, die vor einem liegen.


Wie man sich erden und zentrieren kann

Es gibt Hunderte Arten das zu tun, aber am bekanntesten ist die rituelle Fassung der Erdung. Hierbei zentriert man sich vorher um fest zu stehen. Stell dich aufrecht hin, die Füße schulterbreit auseinander, die Knie leicht gebeugt, das Becken etwas vorgeschoben, die Schultern gerade und der Blick nach vorn. Nichts darf sich verkrampft oder verspannt anfühlen! Atme tief. Wenn du ein Musikinstrument spielst, oder Kampfsport machst, wird dir diese Haltung vielleicht etwas bekannt vorkommen. Benutze sie so, wie du sie gelernt hast, und versuche sie zu verbessern, wenn du sonst Probleme mit deiner Haltung hast. Pendle mit dem Körper ein wenig, um deinen Schwerpunkt zu finden und schau darauf, dass du fest stehst und nichts dich umwerfen kann.

Bleib in der zentrierten Haltung stehen und stell dir vor, dass aus deinen Füßen Wurzeln wachsen. Sie durchdringen den Boden, auf dem du stehst und gelangen bis in die Erde. Sie durchdringen sogar Asphalt. Du verwächst mit der Erde wie ein Baum. Fühle die Erde. Lass nun die Kraft der Erde über die Wurzeln in deinen Körper gelangen. Manchmal hilft es, wenn man sich das gemeinsam mit dem Atmen vorstellt. Beim Einatmen saugst du Energie aus der Erde an, wie ein Baum das Wasser. Beim Ausatmen gibst du verbrauchte Energie an die Erde ab, damit sie gewandelt werden kann.

Fühle, wie die Energie emporsteigt und dich ausfüllt und alte verbrauchte Energie wieder in die Erde hinein leitet. Lass die Energien in deinem Körper wandern und wenn du denkst, es sei genug, ziehe deine Wurzeln in deinen Körper zurück und löse deine Sohlen nacheinander vom Boden.

Es wäre möglich, dass du nach deiner ersten Erdung Kopfschmerzen bekommst oder dir ein wenig übel wird. Leg dich dann mit den Handflächen nach unten auf den Boden und lasse durch sie hindurch alle überschüssige Energie in den Boden fließen. Lass einfach alles abfließen, was zuviel ist oder nimm auf, was zu wenig ist. Dies ist auch eine gute Methode für zwischendurch, wenn es mal grade stressig ist.

Ein kleines Schwindelgefühl nach dem Erden kann normal sein. Wenn man diese Art des Energieausgleichs nicht kennt, oder sich mit Atemmeditationen generell ein wenig schwer tut, braucht es natürlich ein gewisses maß an Übung, bis man dies entspannt machen kann, ohne den Atem steuern zu müssen und somit den natürlichen Atemfluss zu manipulieren.


Andere Arten

Etwas leichtere, aber genauso wirkungsvolle Arten sich zu Erden sind folgende: Man kann einen Baum umarmen und so mit ihm Energie austauschen. Man kann Energie durch die Handflächen in den Boden abgeben oder aufnehmen. Nach einem Ritual kann man sich erden, indem man etwas isst oder trinkt. Eine gute Möglichkeit zur Erdung oder zum Energieausgleich ist auch Bewegung. Herum-springen, das Ausschütteln der Arme und Beine, oder ein kurzer Lauf auf der Stelle regt die Durchblutung an, macht den Körper wach und hilft uns diesen bewusst wahrzunehmen.

Man bemerkt – Erdung hat nicht nur etwas mit dem Gefühl zu tun, hier und jetzt zu sein. Erdung ist auch die Bewusstwerdung des eigenen Körpers und der Natur oder Erde rund um uns selbst. Wer sich regelmäßig erdet, kann damit ein besseres Bewusstsein für die Umwelt schaffen und seine Wahrnehmung stärken.

Auch wenn die reale Welt oftmals dazu verleitet mit dem Kopf ganz woanders zu sein, während der Körper monotone Aufgaben verrichtet – so kann umgekehrt die Zusammenarbeit dieser beiden und die bewusste Ausübung einer Tätigkeit die Sinne schärfen und es ermöglichen, dass man in den noch so kleinen Aufgaben manches Mal wahre Wunder entdeckt oder plötzlich den Geist für neue Erkenntnisse erweitern.


Shina Edea


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