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Kleines 1x1 der Ritualgegenstände
Meister Yogurt: „Vergiss den Ring, den hab ich aus dem Kaugummiautomaten. Der Saft ist in dir!“ Wenn man beginnt aktiv Rituale zu feiern, ist es meist auch an der Zeit, diverse Hilfsmittel und Werkzeuge zu suchen, die man hierbei zur Unterstützung und Fokussierung verwenden kann.

Ein Werkzeug ist genau dieses – ein Werkzeug. Die Magie kommt nicht aus dem Gegenstand selbst, sie kommt aus mir. Mein Werkzeug ist eine Verlängerung meines Armes, meiner Gedanken, meiner Vorstellungen und hilft mir dabei Energie zu sammeln und sie einem bestimmten Zweck zuzuführen.


Let's go shopping ...

Vielleicht hast du jetzt schon voller Euphorie die Kreditkarte gezückt und bist schon mit einem Fuß zur Tür hinaus. Warte aber noch einen Moment, bevor du in den nächsten Esoladen flitzt, um das super-fancy-Pentacle zu kaufen, das du schon so lange im Auge hast. Ein wichtige Frage bei der Wahl des eigenen Werkzeugs ist nämlich – Kaufe ich es, oder stelle ich mein Werkzeug – vielleicht auch nur Teile davon – selber her?

Die eigene Herstellung von Werkzeugen, Hilfsmitteln oder Ritualwerkzeugen ist eine praktische und wichtige Sache, die nicht nur Geld spart, sondern die Energie, die man ausgibt, sinnvoll auf ein Ziel richtet. Wenn du Geld für einen Kelch ausgibst, gibst du natürlich auch Energie aus. Wenn du jedoch einen Kelch selbst aus Ton formst, gibst du genauso Energie aus, mit dem Unterschied, dass du dieser Energie bereits einen Zweck geben kannst. Du kannst dich bei der Herstellung bereits darauf konzentrieren, dass dieses Stück Ton eines Tages ein Kelch sein wird, der dir in deinen Ritualen als Behältnis für Getränke behilflich sein wird, in dem du Flüssigkeiten segnen und mit deinen Ahnen und Spirits im Kreis teilen kannst.

Je länger und intensiver du an einem solchen Ritualwerkzeug arbeitest, desto mehr deiner Energie und Hoffnung geht in das Werkzeug über. Bei dieser Arbeit entsteht bereits eine tiefe und innige Verbindung, die dir dabei hilft, den Kelch als das zu benutzen, was er eines Tages sein soll – eine vertraute Verlängerung deines Arms – eine vertraute Verbindung zu deinen Göttern. Jede Kerbe und jeder Schnörkel auf deinem Werkstück werden eine Geschichte von seiner Herstellung erzählen und dir vielleicht noch nach vielen Jahren ein Schmunzeln an eine schöne Erinnerung entlocken.


Kreativität kennt keine Grenzen

Spiritualität auch nicht. Was immer für dich Sinn macht und dir schlüssig erscheint, wird funktionieren. Wenn es für dich richtig erscheint dann mache es. Deine Überzeugung ist dein wichtigstes Werkzeug im magischen Kreis – sei überzeugt von deiner Sache und du kannst all das schaffen, was du dir vorgenommen hast.

Somit darf dein magisches Werkzeug auch genauso aussehen, wie du es für richtig hältst. Ein Kessel muss nicht auf drei Beinen stehen, ein Kelch muss nicht blau sein, wenn du das nicht möchtest und eine ganz andere Affinität dazu hast. Es kann hilfreich sein zuerst ein wenig über dein Werkzeug zu meditieren. Welche Werkzeuge möchtest du benutzen und wofür brauchst du diese? Welche Funktion sollen sie leisten und wie können sie deine magische Arbeit unterstützen? Vielleicht beginnt sich bereits jetzt in deinem Kopf ein Bild zu formen. Halte es fest und überlege dir, wie du dies in die Realität umsetzen kannst.


Schmuck

Was ich persönlich bei Ritualgegenständen oder anderen magischen Hilfsmitteln sehr wichtig finde, ist der entsprechende Schmuck. Ein Ritualgegenstand ist ein heiliges Utensil, das in einem „sacred space“ verwendet wird und zu einer „sacred time“. Für mich spricht also nicht dagegen, dass auch diese Werkzeuge eine ganz besonders heilige Erscheinung haben sollten. Sie sind Hilfsmittel mit denen wir die Götter, Natur und Energien der Erde ehren, dirigieren und leiten. Und so wie das Auge beim Essen mit isst, isst es auch bei den Ritualen mit. Was nicht heilig erscheint, wird in meinem Geiste auch nicht heilig sein. Es ist also durchaus erlaubt Pomp und Kitsch einzusetzen und Ritualwerkzeug ordentlich auszuschmücken – so wie es einem eben selbst gefällt und eine Aura erhält, die dir schon beim Ansehen sagt: „Ja, das ist etwas besonderes und hat Kraft“.


Zu heilig für den Alltag?

Wenn Werkzeug nun also so besonders ist, wirst du vielleicht fragen – kann ich es dann überhaupt noch für andere Zwecke als Rituale benutzen? Ist es dafür nicht zu schade? Gehe dabei nach deinem Bauchgefühl, denn es sagt dir, was richtig ist. Es gibt Menschen, die ihre Werkzeuge nur in Ritualen verwenden, und solche die es auch im Alltag nutzen, da es eben auch Werkzeuge sind. Es kommt vor allem darauf an, wie du die Welt und deine Götter im Alltag wahrnimmst und wo oder ob du überhaupt eine Grenze zur magischen Arbeit ziehst.

Genauso verhält es sich auch mit dem Ritualwerkzeug im Umgang mit anderen Menschen. Es gibt vielleicht Menschen, denen du deine Ritualgegenstände nicht in die Hände geben möchtest und andere, die diese auch gerne anfassen oder vielleicht sogar benutzen dürfen. Wenn du in einer solchen Situation bist, höre immer auf dein Bauchgefühl. Ein Ritualgegenstand hat natürlich einen sehr persönlichen Bezug zu dir und ist mit deinem Inneren tief verbunden, wie etwa ein Tagebuch. Der Zugang zu deinem Tagebuch kann von anderen Menschen als tiefes Vertrauen empfunden werden, natürlich gibt es aber auch solche, die deine geheimen Gedanken daraus weitererzählen oder sich darüber lustig machen könnten. Vielleicht erweist es sich deshalb also auch als ratsam einen bestimmten Ort zu finden, an welchem du diese Gegenstände sicher aufbewahren kannst, damit nur jene Zugang dazu haben können, denen du ihn gewährst.


Weihe

Nach der Fertigstellung eines Ritualgegenstandes verspürst du vielleicht den Wunsch ein Weiheritual zu feiern. So ein Ritual kann dazu dienen den Gegenstand einem Zweck zu weihen und somit eine absolute Absicht zu setzen. Eine Möglichkeit dazu besteht darin, dass du deinem Werkzeug einen Namen gibst, durch den es Kraft erhält und den du bei seiner Benutzung intonierst oder singst. Du kannst dein Werkzeug all jenen Spirits zeigen, mit denen du zusammen arbeitest, um seinem Zweck noch mehr Nachdruck zu verleihen. Natürlich kannst du es auch einer Gottheit zu ehren weihen, mit welcher du eine tiefe Verbindung hast – oder es durch Elemente wie Erde, Wasser, Feuer oder Luft reinigen und deren Kraft in das Werkzeug aufzunehmen.


Nutzung

Nach den Mühen der Herstellung und Wehe eines Ritualgegenstandes, solltest du dich natürlich auch darum bemühen, dieses Werkzeug zu benutzen. Nur durch die Benutzung eines Werkzeugs erhält es schlussendlich die Kraft, die es haben soll. Falls es sich nicht richtig anfühlt ein Werkzeug zu benutzen, kann das natürlich viele Gründe haben. Vielleicht wird eine gewisse Kraft einfach vorübergehend nicht benötigt – vielleicht hast du durch die Auseinandersetzung mit deinem Werkzeug bereits seinen Einsatz gemeistert und bist in der Lage aus dir heraus ohne ein Werkzeug zu arbeiten. Dann ist die Verlängerung deiner Hand vielleicht nicht mehr notwendig, da deine Hand bereits perfektioniert hat, was das Werkzeug hätte tun sollen. Manches Mal verabschieden sich Werkzeuge auch wieder aus unserem Leben, werden durch andere ersetzt oder schlichtweg nicht mehr gebraucht. Das wichtige an der Arbeit mit Ritualwerkzeugen ist jedoch die Erfahrung und diese steckt auf jedem Fall in dir selbst und hilft dir auf deinem Weg weiter zu kommen.


Shina Edea


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