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Konzentration und Bewusstheit

Konzentration ist wie in allen anderen Lebensbereichen – auch in der spirituellen Praxis ein sehr wichtiges Thema. Visualisierung und Meditation – um zwei Beispiele zu nennen – gehen von dem Standpunkt aus, dass man sich auf etwas konzentriert, oder gezielt die Aufmerksamkeit nach außen hin öffnet, um zu erfahren.

Auch dies ist nicht ohne Konzentration möglich - wenn sie fehlt, schleichen sich vielleicht Gedanken des Alltags ein, die stören und eine entspannende Wirkung zunichte machen.

Im Informationszeitalter ist es oft gar nicht so einfach sich zielgerichtet auf ein Sache zu konzentrieren. Wir sind es vom Alltag her gewöhnt, dass ständig Reize auf uns ein-prasseln. Tagtäglich wird unsere Wahrnehmung überflutet mit Werbebotschaften, Verkehrslärm, diversen Informationskanälen oder auch nur Gedanken, die wir nicht abschalten können, weil man von uns erwartet, dass wir darüber Bescheid wissen, über alles informiert sind und alles ständig im Blick haben.


Immer an Aufmerksamkeit gebunden

Wenn man das so betrachtet ist die Mobiltelefonie, vor allem Smartphones und mobile Endgeräte, von denen wir uns die Freiheit der Kommunikation an jedem Ort erhoffen – meistens auch eine Bürde. Dadurch, dass wir ständig erreichbar sind, ist ein Teil unseres Bewusstseins immer in !-Stellung. Konzentration kann dadurch erschwert werden. Eine Grundregel für Entspannungsübungen oder spirituelle Arbeit ist somit immer – Handy aus. Das Selbe gilt für den Computer, das Festnetztelefon oder sogar die Türklingel. Überlegt euch mal – wie oft kommt es eigentlich wirklich vor – dass wir einmal - wenn auch nur für die Dauer eines Rituals - komplett von der Bildfläche verschwinden? Einmal ein paar Stunden für nichts und niemanden erreichbar sind? Wie oft ist das Handy während der Meditation wirklich aus und nicht nur lautlos – und wie oft brechen wir wenn das Ding dann doch klingelt unsere Praxis ab oder werden davon gewaltsam unterbrochen? Oder setzen wir uns vielleicht sogar einen Wecker für die Dauer einer Übung, damit wir uns ja nicht länger darauf konzentrieren als wir müssen?

Zu Beginn ist so eine OFF – Phase vielleicht ungewohnt, teilweise macht es uns vielleicht auch nervös – denn der Gedanke „Was, wenn irgendwas sein sollte?“ lässt uns nicht los. Die Fragen, die sich jeder einmal stellen sollte, ist: Gibt es wirklich etwas, das so wichtig ist, dass ich meine Spiritualität dafür aufs Spiel setze? Kann das nicht auch ein paar Stunden warten? Wie wichtig ist mir meine persönliche Praxis und die volle Konzentration darauf?


Sich-Zeit-Nehmen, Reize ausklammern

Ein bewusstes Sich-Zeit-Nehmen ist auch für eine gelebte Spiritualität sehr wichtig. In einem Glauben, in dem es keine festgelegten Zeiten gibt, an welchen man mit den Göttern, Spirits und Ahnen kommuniziert – hat jeder die Freiheit sich selbst eine Arbeitsweise aufzubauen. Das bedeutet aber auch, dass jeder die Verantwortung über seine Praxis hat. Dadurch, dass es keine soziale Norm gibt, die heißt „alle anderen machen es so, also mach es auch so“ - ist es oftmals viel schwerer sich auch wirklich auf einen Punkt zu konzentrieren und sich zu widmen.

Ironisch, oder nicht? Dadurch, dass eine spirituelle Praxis nicht festgelegt ist, hat jeder die Freiheit sie sich passend zu machen. Diese Freiheit bietet eine Flut abertausend-er Möglichkeiten, welche es wiederum oft schwierig macht, sich auf eine Möglichkeit zu konzentrieren. Wie aber kommt man aus diesem Dilemma wieder heraus?


Zur Mitte vordringen

Das Wort Konzentration fußt auf dem lateinischen „concetra“ – was etwa so viel bedeutet wie „zusammen zum Mittelpunkt“. Die Psychologie versteht darunter die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine Tätigkeit oder zum Lösen einer Aufgabe – oder aber auch zur Erreichung eines bestimmten Ziels. Sprich das zerpflücken Tausender Möglichkeiten oder Tausender Reize, die auf einen einströmen – auf einen Punkt oder gemeinsamen Nenner. Ganz wichtig ist dabei der Wille oder die Absicht, die dem Vorhaben den notwendigen Schub gibt, und oftmals auch vom inneren „ich will das“ gesteuert wird.

Die Ausübung von Magie bedient sich aber auch genau dieser Technik, weshalb es für jeden Praktizierenden einer der ersten Schritte sein sollte, sich darin zu üben. Magie wird oftmals definiert als willentliche/bewusste Ausrichtung von Energien auf ein bestimmtes Ziel. Wiederum Konzentration und wiederum – ganz wichtig – unter dem Einsatz von Willen und Bewusstheit.

Die Psychologie hat dazu noch etwas spannendes zu berichten. Legt man Menschen einen Zettel mit 2 Punkten vor, auf dem eine Linie von Punkt A nach Punkt B gezogen werden soll – sind die Augen und die Bewusstheit der Menschen dieses Versuchs schon zu Beginn der Aufgabe auf das Ziel – also Punkt B gerichtet. Wir konzentrieren uns auf das Ziel und sind dadurch schon einen Schritt näher an einer Lösung. Wenn man sich auf einen gewissen Punkt konzentrieren kann, weiß man wo man hinsteuern muss und kann aus einer Fülle unendlicher Möglichkeiten jene auswählen, die eben in diese Richtung führen. Ausprobieren ist dabei natürlich erlaubt – Konzentration hilft dabei, dass man sich nicht in der Vielzahl an Möglichkeiten verstrickt oder vom Weg abgelenkt wird.


Shina Edea


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