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Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper

Es ist die Lehre die fast alle - nicht nur heidnischen Religionen begleitet – zuerst war eins – dann spaltete es sich in zwei. Zwei Gegensätze, eines hell, das andere dunkel, gleichwertige Teile eines Kreises. Viele Lehren die dies anerkennen glauben daran, dass beide Seiten in sich ausbalanciert werden müssen, damit wieder ein Ganzes daraus wird.

Es gibt auch solche, die uns erzählen, dass eine der beiden Seiten stärker ist oder sein müsse, doch wenn man sich zu serh auf eine der beiden Seiten verlagert, wie soll man dann Balance halten, wie soll man jemals zu einem Eins-Zustand kommen?
Wir kennen diese beiden Pole als Licht und Schatten, als Realität und Fantasie, als Traum und Wirklichkeit. Sie alle beschreiben im Grunde die selben Qualitäten: einen körperlich-greifbaren Zustand und einen nicht körperlich aber emotional oder seelisch erfassbaren Zustand.


Die Anderswelt

Viele Jahrhunderte haben wir Menschen uns auf das konzentriert, was wir sehen können. Haben körperlich geschuftet und unsere Spiritualität anderen überlassen, damit wir uns nicht damit auseinandersetzen müssen und Zeit dazu haben, uns auf das „Wichtige“ zu konzentrieren – Status, Besitz, Macht, Geld.

Erst in den letzten 50 Jahren haben wir durch die aufkommende Esoterikwelle wieder damit angefangen, uns mit unserem eigenen Seelenleben zu beschäftigen und auch damit, selbst Kontakt zu Göttern und Wesenheiten aufzunehmen, die uns begleiten.


Körper und Seele

Neben der materiellen, körperlichen Welt wird die Seele immer wichtiger. Wir haben erkannt, dass auch Seelenlast einen Menschen krank machen kann, dass auch Gefühle einen Platz brauchen und aufgearbeitet werden sollen. Genauer noch – beide müssen gesund sein und in Harmonie zueinander stehen – denn ansonsten geht es uns nicht gut – wie auch immer sich das äußern mag. Körper und Seele stehen als großes Ganzes in Einklang zueinander und streben nach einem Gleichgewicht, welches zu erreichen unser Ziel sein sollte – nicht nur als spirituell arbeitende Menschen.


Wenn die Seele fühlt ...

Auch wenn die Seele nicht sichtbar sein mag, kann man sie doch in sich spüren und auch den Schmerz, wenn sie verletzt sein sollte. So bekommt man vielleicht einen ganz trockenen Mund, fühlt Druck auf der Brust usw., wenn etwas nicht in Ordnung ist, man sich traurig fühlt oder verärgert. Gewisse Redewendungen bringen uns das ins Bewusstsein. Warum fühlt man sich „wie im Regen stehen gelassen“, „wie an der langen Leine baumelnd“ oder „durch den Kakao gezogen“? Versinnbildlicht irgendeine dieser Redewendungen ein fleischliches Gefühl? Nein, es sind Gefühle der Seele, die wir versuchen so zu beschreiben, mangels anderer Wörter, die das könnten. Ich bezweifle das irgendjemand schon einmal wirklich durch Kakao gezogen wurde – und trotzdem können wir uns sicherlich alle mit einem Bild oder Gefühl assoziieren, wenn wir den Satz hören. Wir wissen, was das Gegenüber uns bedeuten möchte und können mitfühlen. Eine ganz besondere Eigenart der Seele.

Zuerst die Henne oder das Ei?

Wenn uns etwas trifft, nimmt unser Sein dies zuerst mit der Seele wahr. Aus dauerhafter Belastung der Seele kann dann in weiterer Folge auch körperliche Krankheit entstehen, wenn man sich nicht damit auseinandersetzt oder dies nicht genügend zur Kenntnis nimmt. Auch unser alltägliches Handeln kann sich dadurch sehr stark beeinflussen lassen, da das Handeln natürlich von bisherigen Erfahrungen geprägt ist, die jeder Mensch machen musste. Viele Psychologen suchen die Gründe nach psychischen Störungen bereits in der Seele, die sich damit versucht auf irgendeine Weise selbst zu helfen. Wer in seinem Leben nicht genügend Sicherheit findet, versucht sich diese vielleicht durch eine Ersatzhandlung zu holen, genauso wie bei anderen Mängeln oder Überflüssen, die nicht bearbeitet werden, mit denen man sich nicht auseinandersetzt – weil es natürlich sehr schmerzhaft sein kann.


Der böse Blick

Die Geschichte des bösen Blicks kommt nicht von ungefähr. Natürlich bemerken wir es auf die eine oder andere Art, wenn uns jemand nicht wohlgesonnen ist, etwa eifersüchtig oder auf uns herab sieht. Dieser Mensch kann das vielleicht gut überspielen, seine Gestik und Mimik verraten jedoch oft mehr. So kommt es, dass wir von dem netten, neuen Kollegen vielleicht ein ungutes Gefühl haben – irgendwas stimmt nicht mit dieser Person, obwohl sie ja ganz nett ist. Oft fragt man sich in solch einer Situation, ob man ein Problem hat, da man eine unschuldige Person verurteilt – aber die Gründe liegen oft viel tiefer. Vielleicht hat der Kollege wirklich ein Problem mit mir als Person, möchte die Zusammenarbeit aber nicht gefährden. Der Intellekt mag solche Situationen, damit der Leistung nichts im Wege steht. Die Seele jedoch nimmt etwas wahr, auf das nicht eingegangen wird – das natürlich auch nicht einfach so verschwindet, auch wenn man sich noch so sehr bemüht – es sei denn man geht dem Ganzen auf den Grund und sieht nach, was das eigentliche Problem ist.


Selbstreflexion

Magische Arbeit leitet uns oft zur Selbstreflexion an. In unendlich vielen Büchern steht es als der erste Schritt beschrieben, den man als Zauberlehrling, Hexenschüler etc. etc. tun sollte – Tagebuch führen, den Tag Revue passieren lassen, Eindrücke und Gefühle dokumentieren. Schreiben, schreiben, schreiben.

Die ganze Schreiberei hat mehrere Nutzen. Durch die schriftliche Beschäftigung kann man der Seele einen Ausdrucksweg aufzeigen, über den sie sich äußern kann. Wer sich viel mit sich selbst beschäftigt, lernt sich mit der Zeit besser kennen und kann Muster aufdecken, die immer wieder kehren und belastend sind. Auch auch deren Ursprung. Sie bildet zudem eine Routine und lehrt Geduld. Natürlich braucht es Zeit einen Menschen näher kennen zu lernen. So braucht es auch Zeit, sich selbst kennen zu lernen, und wir verändern uns ja ständig, durch den Umgang den wir pflegen, die Tagesstimmung, Launen etc. Nicht immer sind wir aber so geduldig mit uns selbst, wie mit anderen.
Schreiben kann an sich sehr befreiend sein, ein Gefühl geben, dass man etwas getan und wirklich etwas weitergebracht hat, wenn man sich die vollen Seiten ansieht – und wenn man es irgendwann wieder durchliest, bekommt man vielleicht einen ganz anderen Blick auf die Dinge. Erinnere dich daran, was du gedacht hast, als du deine alten Schulhefte nach langem wieder durchgesehen hast oder alte Tagebücher. Auch wenn da nur mathematische Formeln stehen – so bleiben doch Gefühle daran haften. Man erinnert sich an die Schule, wie es war, an die Schulfreunde, das Fach Mathematik an sich, die Lehrer, ihren Lehrstil, die eigene Kritik oder das Unverständnis mancher Dinge im Schulalltag.

Vielleicht denkt man sich „boah – was für einen Blödsinn ich damals in mein Tagebuch geschrieben habe, was mir damals wichtig war – so ein Blödsinn“. Auch wenn es auf erste Sicht vielleicht lächerlich erscheinen mag, so birgt es doch auch eine Lektion. Nämlich, dass man sich seitdem verändert hat und nun ganz andere Dinge wichtig sind. Was damals der Weltuntergang war, wenn man sich mit dem besten Freund zerstritten hat oder der besten Freundin - sieht nach einer Weile der Distanz ganz anders aus und kann auch in Zukunft lehrreich sein. Wenn wir uns einmal wieder denken – die Welt geht unter, weil mein Job ausweglos ist oder mein Partner mich nicht versteht – kann das in ein paar Monaten schon ganz ferne Vergangenheit sein. Es liegt daran, was man daraus macht und machen möchte – damit es einem ganz und gar gut geht – körperlich wie seelisch. Was brauche ich?

Und wer weiß – vielleicht zeigt mir diese Erinnerung, was ich über die Jahre verloren habe oder aufgeben musste, weil es keinen Platz hatte, oder das halt so ist – weil man das eben so tut, weil es die Gesellschaft so will, damit man leisten und ackern kann. Eine gute Möglichkeit das Ruder herumzureißen und zu erkennen – es tut der Seele gut, also kann es nur richtig sein. Und andererseits – was habe ich über die Jahre mitgeschleppt, obwohl es mir nicht gut tut – was hat mich damals schon gestört, und tut das immer noch, weil ich mich nicht davon lösen kann? Vielleicht ist es an der Zeit der Seele etwas Gutes zu tun und sich davon zu trennen.


Shina Edea


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