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Auf die Reise gehen   Teil III

Ein Hilfsmittel, das in vielen magischen Traditionen gerne benutzt wird ist die Reise, auch als Trancereise oder Journey bekannt. Was man mit solch einer Technik erreichen und was man dabei beachten sollte, darum geht es in diesen Artikeln.

Tourist sein

Wer reist, ob physisch oder psychisch, begegnet immer auch anderen Menschen und Wesenheiten auf seiner Reise. Den „Einheimischen“ sollte man immer mit Respekt begegnen, denn man selbst ist nur ein Besucher und kennt die Umgebung nicht so gut wie jemand, der dort aufgewachsen ist. Wenn man sich als Besucher freundlich verhält und die Sitten und Gepflogenheiten vor Ort achtet und die Umgebung soweit wie möglich unberührt belässt, dann wird man immer willkommen sein. Das sollte man auch auf der Trancereise immer im Hinterkopf behalten. Freundlichkeit und Respekt sind immer gute Begleiter und auch Dankbarkeit sollte ein nie fehlender Wegbegleiter sein, damit die Wege offen bleiben und man auch in Zukunft willkommen ist und sich Hilfeleistungen erwarten kann.  Die beste Anregung für Besuche in der Anderswelt ist es andere Wesenheiten so zu behandeln, wie man auch selbst von Touristen behandelt werden möchte.


Wenn sich Türen verschließen

Es kommt vor, dass sich in der anderen Welt auch Türen verschließen. Eine verschlossene Tür, die nicht mehr zu durchschreiten ist, ist immer ein dickes rotes Rufzeichen! Dieser Weg soll nicht mehr beschritten werden, oder das eigene Unterbewusstsein stellt sich dagegen. Eine Möglichkeit, dass so etwas passiert ist, dass man die Dinge, die sich hinter der Tür befinden nicht mehr so einfach bewältigen kann wie bisher. Solche Warnungen sollte man immer ernst nehmen und nicht versuchen mit Gewalt einzubrechen. Wege und Türen verschließen sich aus Selbstschutz und die eigene Psyche sträubt sich dagegen dort einzutreten. Normalerweise sind wir blind für solche Flecke, denn das wofür wir nicht bereit sind, das sehen oder daran denken wir gar nicht erst. Manchmal kommt es aber doch vor, dass man eine solche Stelle findet, und dann sollte man wissen, dass es besser ist, von ihr ab zu lassen und erst wieder zu kommen, wenn sich die Tür von alleine wieder öffnet.


Dunkle Schatten

Wie gesagt, das was „too much“ ist, wird meistens aus dem eigenen Gesichtsfeld gedrängt um einer Konfrontation zu entgehen. Trotzdem gibt es auf Trancereisen immer wieder Dinge, die uns erschrecken können, besonders dann, wenn man sich auf eine geführte Reise begibt, bei der jemand vorgibt, was man erlebt und sieht. Normalerweise ist es so, dass die dunklen Schatten an denen man vorbei kommt, nie so stark sind, als dass man ihnen schutzlos ausgeliefert wäre. Was nicht verborgen und schwer zugänglich ist, ist immer im Bewusstsein verankert und symbolisiert vielleicht eine Angst etc., der man sich im Tagesbewusstsein ohnehin irgendwie bewusst ist. Diese Dinge sind immer ein Teil des Selbst und somit nicht stärker als du, sondern ein Teil von dir. Diese Bewusstheit gibt dir die Macht mit diesen Seelenanteilen zu interagieren, sie zu integriere, akzeptieren oder zu verändern.


Begleiter und Begleiter

reise32Besonders dann, wenn man sich in Trance mit einem Thema auseinandersetzen möchte, das sehr aufwühlend sein kann, sollte man die Hilfe eines „Trancesitters“ aufsuchen. Einer Person, die sich neben den Reisenden setzt um aufzupassen, die vielleicht trommelt und die Reise abbricht, wenn es zu emotional werden sollte. Eine solche Person sollte eine entsprechende Ausbildung oder einen Hintergrund im Schamanismus aufweisen und in der Lage sein die Reise durch die Augen des Reisenden zu beobachten oder zu spüren.  Wer sich unsicher fühlt Trancereisen alleine auszuprobieren, sollte die Hilfe einer solchen Person aufsuchen, um zu beginnen.

Besonders auf reisen sollte man sich nicht davor scheuen, einen Begleiter einzusetzen oder um Hilfe zu bitten. Wer ängstlich an die ganze Sache herangeht, öffnet damit Kanäle, die sich auf das auf der Reise gesehene auswirken können. Also vielleicht versteift man sich so sehr darauf etwas gruseliges zu sehen, dass man dann wirklich etwas gruseliges zu sehen bekommt, weil man es ja „wollte“ oder „kommen gesehen hat“.   Auch wenn es um heikle emotionale Themen geht, ist es besser jemanden bei sich zu haben, der die Kontrolle übernimmt, wenn es zu viel werden sollte. Sicher ist sicher und auch eine Reise ins Ausland kann mit einem Reisebegleiter eine weitaus angenehmere Sache sein als allein.


Souvenirs – was nehme ich mit?

Was man von einer Trancereise mitnehmen kann, unterscheidet sich von Person zu Person, von Ort zu Ort. Jeder Mensch macht andere Erfahrungen und so sollte es und nie Unbehagen bereiten, wenn wir auf einer Reise nicht das Selbe gesehen haben wie eine andere Person oder nicht dasselbe gelernt haben. Es ist dann einfach nicht für uns bestimmt und wir brauchen diese Lektion dann wahrscheinlich auch nicht. Was ich auf einer Trancereise lerne, was ich mitnehme ist immer das, was ich brauche und ich lernen soll. Somit gibt es kaum zwei verschiedene Menschen, die das Selbe erleben. Auch Gruppenreisen, die zum Ziel haben gemeinsam etwas zu erleben,  unterscheiden sich meist von Person zu Person, einfach weil jeder etwas anderes mitnehmen soll. Jeder hat einen anderen Weg Information aufzunehmen oder eine Lektion zu lernen.


Geschenke aus der Anderswelt

Manchmal kommt es vor, dass wir in den Welten, in denen wir reisen Geschenke erhalten. Das können auch physische Dinge sein, abgesehen von neuen Sichtweisen, Freundschaften und Segenswünschen. Vielleicht bekommen wir eine Blume, die uns etwas zeigen soll, einen Stein als Symbol für etwas, etc. etc. Wenn wir solche Geschenke erhalten ist es ratsam, in den folgenden Tagen die Augen offen zu halten, vielleicht kommt dieses Geschenk auch in der physischen Welt auf uns zu, wartet im Straßengraben, bis wir vorbeigehen oder fällt neben uns  von einem Baum.

Auf jeden Fall sollte man aufnahmebereit für diese kleinen Zeichen bleiben und sich ihre Lektion einprägen. Natürlich schadet es auch nicht, wenn man für ein solches Zeichen Dank sagen möchte und von sich aus auch etwas zurück gibt. Das kann alles sein, was passend erscheint. Sollte dieses Geschenk jedoch an die Natur gegeben werden, dann sollte es natürlich etwas sein, das biologisch abbaubar ist, also verwesen kann, und die Umwelt somit nicht belastet.

reise33Aber nicht nur Geschenke sind ein Zeichen des Danks, sondern auch Taten. Wer zum Dank etwas zu tun versprochen hat, sollte dies auch halten. Wer seine Lektion zu lernen geglaubt hat, sollte sie auch umsetzen. Und auch sonst kann man mit Taten Dankbarkeit beweisen. Wer an einen Ort reist, der auch in Realität existiert, sollte auch dann und wann diesen Platz aufsuchen und kann dort ein kleines Dankeschön hinterlassen oder sich um den Ort kümmern und dort für Sauberkeit sorgen.

 

Über Trancereisen gibt es so viel zu schreiben, dass man Bibliotheken damit füllen könnte, und die Meinungen unterscheiden sich nach persönlicher Erfahrung. Eine andere Sichtweise zum Thema Trancereise kannst du in der Rubrik Schamanenblick finden, geschrieben von Lucia.


Shina Edea


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