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Was brauche ich wirklich?!?

Eine der ersten Fragen die sich stellt, wenn man beginnt sich mit dem Heidentum, Spiritualität oder Magie zu beschäftigen, ist die Frage nach dem richtigen Werkzeug.

Über die richtigen Hilfsmittel, die richtigen Gerätschaften und Dingens, die Hex und Heid so braucht wird gerne geschrieben. Die Krux an diesen Dingen ist aber vor allem, dass man damit Geld machen kann, was heißt es gibt viele Autoren und Autorinnen, die ihre Leser in esoterische Nobelboutiquen schicken, denn nur dort könne man das bekommen, was das einzig wahre Werkzeug sei. Als Anfänger fühlt man sich da meist etwas desorientiert und kann leicht auf Geldmache hereinfallen. Drum Adlerauge sei wachsam – was braucht man denn jetzt wirklich und was nicht?


Messer und Gabel Kaleidoskop  
Copyright: fileasfogg68 @ pixelio.de

Listen to your heart…

Denn die wichtigste Regel ob in der Magie, ob beim Ausüben der eigenen Religion ist immer – wenn du glaubst dass du es brauchst, dann nimm es. Wenn du damit arbeiten kannst, dann funktioniert es. Wenn du nicht denkst, dass du es brauchst  und es in deinen Augen sowieso nicht funktionieren kann, wieso dann kaufen?
Richtig, das Herz und dein Bauchgefühl sind die ersten wichtigen Indikatoren auf dem eigenen Weg, denn mit ihnen lässt sich ganz schnell herausfinden, was man sich wirklich besorgen muss, was man halt so gerne hätte und überhaupt. Grade beim Thema Spiritualität mag es nicht den Anschein haben, dass man sich selbst aussuchen kann, womit man arbeitet. Im Grunde steht es aber jedem Anhänger einer Religion frei,  sich das Zubehör entweder zu besorgen oder auch nicht, denn das wirklich wichtige ist nicht die Gerätschaft, sondern die Praxis.  Und die Praxis sollte auch ohne teurer Gerätschaften vorhanden sein, sonst bringt das Ganze herzlich wenig. Nicht umsonst lehren viele Religionen die Lossagung vom Materiellen – denn das wirklich Wichtige, das man zum Ausüben von Religion aber auch Magie benötigt, hat man bereits von Geburt an. Alles was noch hinzukommt  kann  unterstützen und helfen, aber die Magie kommt aus dem Innersten der Hexe, nicht aus dem teuren Zauberstab.

Grundlagenwerke – Grundlagenwerte

Eins der fundamentalen Dinge, die man sich eventuell besorgen sollte, wenn man beginnt sich mit einem neuen Thema auseinanderzusetzen, ist die passende Literatur.  Das Lesen über ein neues Thema ist wichtig, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und  eine Prise davon zu erhaschen, um was es geht. Durch Lesen kann man einen groben Eindruck davon bekommen, ob etwas zu einem passt oder nicht.
Im Bücherdschungel ist es dennoch oft schwer sich zu orientieren. Ein erster Anhaltspunkt bei der Buchsuche ist jene zu fragen, die einen ähnlichen Weg bereits beschreiten.  Sie haben meist schon Erfahrungen mit diversen Büchern gemacht. Rezensionen sind natürlich ebenso hilfreich. Die beste Methode finde ich aber, ist das Buch einmal selbst durch zu schmökern, um dann zu entscheiden. Wer die Chance auf Bibliotheksbesuche hat, kann hier auch sehr viel Literatur finden und sich so einen ganzen Batzen Geld ersparen, da viele Grundlagenwerke zum Heidentum oder zur Esoterik inzwischen auch in Bibliotheken zu finden sind.


Die vier Ritualgegenstände

In fast allen esoterischen Werken, in denen es um Magie, Hexen oder Heidentum geht, werden die vier Ritualwerkzeuge schlechthin erwähnt. Das Messer/Athame , der Kelch, der Stab und die Scheibe/das Pentagramm. Lassen wir mal alle Zuordnungen außen vor und schauen uns nur diese vier Werkzeuge an. Jedes dieser Dinge hat natürlich einen ganz praktischen Nutzen – das Messer schneidet physisch und psychisch (Energien wie auch Dinge – oft werden dafür auch 2 verschiedene Messer verwendet), der Kelch hält eine Flüssigkeit oder ein Getränk, die Scheibe hält meist etwas zu Essen oder bietet eine (Ab)Ladefläche für Energien und der Stab lenkt Energien und verbindet sie.
Ganz praktisch also, wenn man einen Sinn in diesen Tätigkeiten erkennt.  Die meisten Bücher gehen aber überhaupt nicht darauf ein, warum diese Dinge für viele so wichtig sind und stellen es als allgemein gültige Tatsache dar, dass man sie benutzt.  Daher kommt der Irrglaube, durch den sich viele Menschen Werkzeuge besorgen, von denen sie dann gar nicht wissen, was sie damit eigentlich tun sollen.  Was ist aber der Sinn des Werkzeugs, wenn du nicht weißt, wozu du es verwenden sollst? Als Folge davon diese Werkzeuge dann meist ungenutzt herum und sind eigentlich nutzLOS.  Genauso wie das verstaubende Werkzeug, verstaubt dann vielleicht auch die Praxis, weil man einfach keinen Zugang zu dem Ding hat, dass da liegt und das man dafür benutzen soll. Drum – bevor du in diese Lage kommst, setze dich damit auseinander, was du tun willst und was du dafür brauchst. Und diese Dinge sollen deine Werkzeuge sein. Immerhin ist ein Werkzeug nur ein Werkzeug und somit wird es erst in deiner Hand zum magischen Utensil.  Gib ihm die Form, die es dazu haben soll und ihr werdet wunderbar harmonieren.


  Spatzenfrühstück
Copyright: RainerSturm @ pixelio.de

Ja, aber…

Das klingt fast schon zu einfach. Was ist denn mit heidnischen Traditionen? Was muss ich tun, wenn ich einer Tradition folge, die eine konkrete Vorstellung davon hat, was benutzt werden soll und was nicht? Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass man nie sagen kann, eine Tradition mache etwas generell so oder so. Die verwendete Arbeitsweise und Gerätschaften unterscheiden sich innerhalb einer Tradition meist schon von Coven zu Coven / Gruppe zu Gruppe. In einem Coven wird der Umgang mit einem Set an Werkzeugen gelehrt, weshalb man sich innerhalb dieses Covens diesem Set bis zu einem bestimmten Grad anpassen muss. Wer aber alleine arbeitet, muss sich niemandem anpassen.
Bin ich solitary, dann kann ich selbst, für mich entscheiden. Das heißt, was sinnvoll ist, was benutzt wird und was nicht – bestimme ich aufgrund meiner Erfahrung. Wenn ich also nicht mit einem Stab arbeiten kann, dann halt nicht. Der Irrglaube auf vielen magischen Wegen ist, dass manche Dinge nur funktionieren sollen, wenn man dafür die richtigen Werkzeuge hätte. Ein Werkzeug ist aber ein Zeug zum Werken und macht die Arbeit nicht alleine. Die Energie, um eine Tat auszuführen, kommt von wo anders. Nicht das Messer zieht den Kreis, sondern derjenige, der das Messer benutzt.

Wir Menschen sind meistens sehr auf die Handhabung von Dingen fixiert, die wir so gelernt haben und können uns dann nicht vorstellen, dass man dasselbe auch mit einem anderen Hilfsmittel erreichen kann. Der Outcome ist wichtig. Was will ich eigentlich erreichen?


Tischlein deck´dich… aber wie?

Viele Hexen, Heiden und Co benutzen für ihre religiösen Andachten und Rituale einen Altar. Dieser kann viele Funktionen haben – er kann dich auch im Alltag deiner Götter erinnern, er kann ein Entspannungsort sein, ein Ort für magische Arbeit und, und, und. Ob du einen Altar brauchst oder nicht, ist wiederum eine Sache,  die nur du für dich selbst entscheiden kannst. Mit den Göttern, welche auch immer du verehrst, kann man ja auch ohne einen Altar Kontakt aufnehmen. Der Altar ist eine von vielen Möglichkeiten das zu tun, eine sehr physische dazu.  Welche für dich die richtige Methode zur Kontaktaufnahme ist, muss sich erst zeigen.


Wegweise  
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Welches Element war nochmal im Osten?

Auch bei den Richtungen und Elementlehren wird gerne auf Allgemeingut zurückgegriffen, anstatt dass man sich an eigenen Maßstäben orientiert. Wenn der Osten für mich Luft bedeutet okay, dann rufe ich im Ritual im Osten die Luft an und stelle vielleicht eine Feder als Repräsentant im Osten auf den Altar. Wenn ich aber Luft weder mit blau, noch mit gelb oder rot assoziieren kann, muss ich mich da als solitary in gar kein Muster quetschen und kann das für mich naheliegendste nehmen.
Allgemeine Richtungslehren beschreiben in der Literatur meist die Assoziationen des Autors oder der Autorin. Jemand, der einer gewissen Tradition folgt, legt seine Arbeit normalerweise auf die Lehren dieser Tradition aus, doch das geschieht nicht deshalb, weil es die einzig richtige Möglichkeit wäre das zu tun. Jeder, der sich einer gewissen Tradition anschließt, tut das aus dem Impuls heraus, dass es sein Weg sein kann, das persönlich Richtige. Und wenn es das ist, dann sind die Lehren der Elemente und ihrer Zuordnungen meist auch das Passende für einen selbst. Es ist also doch, obwohl man es oft nicht auf den ersten Blick erkennt, meistens eine Entscheidung des Herzens.


Shina Edea


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Was brauche ich wirklich?!?     Shina Edea, 14.03.2009
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Schutztechnik für den Anfang     Lugh, 29.06.2002
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Erdungsübung     LadyPurple, 10.09.2001



                        
                        



    

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