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Atem – Grundstein des Lebens

Die Atmung ist eine grundlegende Fertigkeit für die Magie. Warum sie so wichtig ist und wir manchmal erst wieder lernen müssen richtig zu atmen, das erfährst du hier.

Der Lebensatem, die Atmung, ein Atemzug, außer Atem sein, der Atem bleibt weg – der Atem ist nicht nur in der Magie sondern auch in der Sprache sehr wichtig. Und auch wenn wir es gerne vergessen: wir atmen immer, in jeder Sekunde und Minute unseres Lebens. Ohne Atmung könnten wir nicht existieren, ohne Luft und Sauerstoff gäbe es kein Leben auf Erden. Und trotz all dieser Tatsachen wird der Atem gerne verdrängt. Wir vergessen, wozu er eigentlich gut ist und was wir mit seiner Hilfe oder Lenkung alles erreichen können. Der Atem sowie die Luft sind unsichtbar, aber trotzdem vorhanden, spürbar und sanft und doch kraftvoll. Unser eigener Atem ist all dies und noch vieles mehr.


Der Atem, das Prana und das Chi

In östlichen Ländern der Erde kennt man die Lebenskraft eines Menschen als Prana oder Chi. Der Kontakt zu dieser Lebenskraft wird durch den menschlichen Atem hergestellt. Diese Verbindung kann man auch daran erkennen, dass beide gleichzeitig in den Körper eindringen. Während die Nase Luft einatmet, schwemmt der Erdboden Prana in den Körper und selbiges geschieht beim Ausatmen, nur vice versa. Durch diese Verbindung erkennt man, dass auch die Energieleitung bzw. Energiearbeit mit dem Atem zusammenhängt. Darüber hinaus kommt eine kleine, sanfte Bewegung mit der Atmung, die wir meist selbst nicht mehr erkennen oder durch falsche Atmung verlernt haben zu spüren: die Dehnung des Brustkorbs, die meist sogar bis in die Hüfte reicht. Bereits wenn man sich auf den eigenen Atem konzentriert und diese Bewegung bewusst mitmacht, bekommt man ein besseres Gespür für den eigenen Körper, was wiederum zu einem gesteigerten Energiefluss führen kann.


Falsches Atmen?

Wenn uns das richtige Atmen mit Lebenskraft versorgen soll, dann stimmt im Alltag oftmals etwas nicht. Richtig. Die meisten von uns atmen nämlich zu flach, wodurch sich Körperteile verkrampfen können, eine depressive Stimmung entsteht oder weniger Sauerstoff ins Blut und damit auch ins Gehirn kommt. Wir atmen dabei meist in den Brustkorb hinein, der allerdings erst den Anfang unserer Lunge darstellt und somit nicht die ganze Kapazität unserer Lunge erfasst.
Atmen wir stattdessen in den Bauch und zwar so, dass sich der Bauchnabel hebt und senkt, nutzen wir die ganze Lunge aus, es kommt viel mehr Sauerstoff in unsere Lungen und der ganze Organismus wird so richtig in Schwung gebracht.
Auch die Kleidung kann manchmal einen freien Atemfluss stören: zu enge Jeans und Gürtel verhindern, dass der Bauch sich beim Atmen ausdehnt und lassen somit nur eine flache aber keine entspannende Bauchatmung zu. Manche Stresssituationen lassen sich schon durch eine Atemkorrektur „entstressen“, indem man einmal „tief durchatmet“ wie der Volksmund so passend sagt und der Körper zu mehr Sauerstoff gelangt, um mit dem Stress besser fertig zu werden. Frische Luft wirkt manchmal ebenfalls Wunder, sie belebt der Körper, macht munter und powert uns richtig auf.


Was hat das alles mit Magie zu tun?

Nun, eigentlich sehr viel. Denn da du der Ursprung deiner Magie bist, musst du Energie in dir tragen, um diese freisetzen zu können. Zudem ist der Atem ein gutes Mittel um abzuschalten, bevor man sich an die magische Arbeit macht. Denn Stress ist, wie Silver Ravenwolf schon so treffend sagte, „das größte Hindernis auf dem Weg zu erfolgreicher Magie.“ Der Atem ist also eine wichtige Grundtechnik der magischen oder spirituellen Arbeit: er befreit, entspannt, versetzt in die richtige Gemütsstimmung (nämlich eine belebte) und vereint als unser Lebensanker Seele, Geist und Leib miteinander. In einer magischen Gruppe kann das gemeinsame, gleichzeitige Atmen außerdem dabei helfen, sich aufeinander einzustimmen und als Gruppe Eins zu werden. Du siehst, die richtige Atmung kann einiges!
Um zu zeigen, wie man den Atem nutzen kann, nun ein paar Übungen.


Atem-Übung

In magischen Kreisen werden Atemübungen sehr gerne rhythmisch gemacht, da dies einen Anhaltspunkt gibt und eine Balance zwischen der Länge des Ein- und Ausatmens ergibt.
Setze dich dazu hin und entspanne deinen Körper. Atme langsam durch die Nase ein und achte dabei auf deinen Herzschlag. Ein bequemer Rhythmus für das Einatmen ist es, vier Herzschläge zu zählen und dann jeweils zwei zu pausieren (Luft anhalten), bevor man mit dem Ausatmen beginnt, das wieder vier Herzschläge dauert und danach wieder zwei Schläge Pause, bis man wieder einatmet.
Natürlich sollte das eine entspannende Übung sein. Falls dir also die Pausen zu lang sind, kürze sie ruhig ein wenig, denn du solltest dich damit wohl fühlen. Zwinge dich zu nichts und versuche die ganze Übung über entspannt und locker zu bleiben. Wenn das aufgrund des Luftanhaltens nicht funktionieren sollte, lass es einfach weg.

Atemübung mit Visualisierung
Diese Übung kann in Abwandlung für viele Belange hilfreich sein. So kannst du etwa beim Atmen visualisieren, wie eine bestimmte Energie oder Stimmung in deinen Körper strömt, um dich Atemzug für Atemzug damit aufzuladen. Negative Zustände und Gefühle kannst du beim Ausatmen mit der Visualisierung aus deinem Körper schicken, um sie los zu werden. So kann die Übung auch im Alltag hilfreich sein, wenn der Chef nervt, Stress ansteht oder die Umgebung schwer erträglich ist.

Atem- Meditation
Bei dieser Übung setzt du dich in deine bevorzugte Meditationshaltung und führst dich in die Meditation, indem du dich auf deinen Atem konzentrierst. Höre und spüre einmal hin und pass auf, wie du atmest. Ist etwas verkrampft, fühlt sich etwas nicht gut an? Nun kannst du diese Fehler korrigieren. Mach das so lange, bis du dich wohl fühlst und merke dir diese entspannte Haltung für gestresste Alltagssituationen.

Körpermeditation mit Atemübung
Wenn du noch weiter gehen möchtest, kannst du die Verbindung zu dir und deinem Körper sowie dein Körpergefühl steigern, indem du darüber meditierst, was der Atem in deinem Körper macht und in diese Prozesse hinein spürst. Achte zum Beispiel auf deinen Herzschlag und beobachte ihn. Spüre, wie dein Blut pulsiert, deine Organe arbeiten und das Leben durch dich strömt.


Kenne deine Grenzen

Du selbst weißt am Besten, was du dir zutrauen kannst, deshalb übernimm dich nicht und beachte deine Grenzen. Mithilfe einer entspannten stabilen Atmung kannst du auch in Bereiche gehen, die dir ansonsten eher unangenehm erscheinen. Mache dies aber mit Vorsicht, da man in Angstsituationen in eine Hyperventilation geraten kann, die ganz und gar nicht entspannend ist und wenn, dann nur im therapeutischen Kontext angewendet werden sollte. Sobald du bemerkst, dass deine Atmung schwach, schneller und fast hechelnd wird, versuche die Notbremse zu ziehen, die Übung zu beenden, wieder ganz tief zu atmen und dich entspannt zurückzulehnen. Auch das Atmen in eine Tüte kann auch sehr hilfreich sein um wieder zum normalen Rhythmus zu finden.


Tipps und Tricks

Hilfreich beim Erlernen einer entspannteren Grundatmung kann es sein, jemand zweites einzuweihen, der während des Tagesablaufs immer wieder auf unseren Atem achtet und uns ermahnt, falls wir zu flach atmen. Gemeinsame Atemübungen können nicht nur für mehrere Personen hilfreich sein und zum Mitmachen anregen, es kann auch – wie bereits erwähnt – zu einer Intensivierung von zwischenmenschlichen Beziehungen führen.

Probier's doch einfach aus und fühl in dich hinein, was das entspannte Bauchatmen alles für dich tun kann.


Shina Edea


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