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Reinigung   Teil III

Reinigung beginnt beim einfachen Waschen und Putzen und kann manchmal – sofern man es bewusst tut – auch bereits auf dieser Ebene ein Gefühl von Sauberkeit, Reinigung und Erleichterung verschaffen. Doch betrifft das Thema weit mehr als nur die grobstoffliche Ebene und nur allzu oft tragen wir auch feinstoffliche und emotionale Altlasten mit uns herum.

Nicht nur in Menschen, sondern auch in Räumen und Gegenständen können sich ungute Energien ablagern und störend wirken. Aber auch das muss gar nicht der Fall sein, denn manchmal ist es einfach nur gut, Räume oder Gegenstände auf energetischer Ebene durchzuputzen und sie mit neuer Energie zu laden.

Wenn ich von energetischer Reinigung spreche, dann setze ich voraus, dass die materielle Ebene bereits gereinigt wurde. Tolle Reinigungszeremonien in verdreckten Buden oder für verrostete und stumpfe Athame halte ich für durchschnittlich paradox, aber natürlich mag dies jeder handhaben wie er will…
Bei geplanten Reinigungszeremonien versuche ich immer, die Phase des abnehmenden Mondes zu nutzen, am besten noch Schwarzmond.


Reinigung von Räumen

Wie bereits erwähnt, ist es sinnvoll, ein Reinigungsritual auf materieller Ebene zu beginnen – das heißt: Zusammenräumen!
Bevor man mit dem Ritual beginnt, sollte man sich – wie immer vor Ritualen – über den genauen Sinn bewusst sein. Und auch bei so banal erscheinenden Dingen wie "Reinigen" ist das durchaus sinnvoll. Es ist ein Unterschied, ob ich alle meine Energien aus einem Raum raus haben will, oder einfach nur die Stimmung klären und die guten Energien belassen, wo sie sind. Es ist sowohl das eine oder das andere möglich, aber es werden andere Räucherzutaten dazu verwendet und auch die Intention ist nicht dieselbe.

Alles raus!
Will man wirklich alle Energien draußen haben, z.B. wenn man in eine neue Bleibe zieht, dann würde ich einfach pures Drachenblut verwenden. Gutes Drachenblut ist nicht billig, die Anschaffung lohnt sich aber, da die Wirkung dann auch wirklich stimmt. Ansonsten kann man auch Kampfer nehmen, wenngleich ich selbst Drachenblut für wirkungsvoller halte.
Beginnen würde ich dieses Ritual damit, die Bude Raum für Raum mit Drachenblut auszuräuchern, anschließend den gesamten Boden mit Salz bedecken, Fenster zulassen, alle Türen innerhalb der Wohnung, bzw. des Hauses aufmachen, Eingangstüre verschließen und raus an die frische Luft. Am besten alles über Nacht "einwirken" lassen.
Am nächsten Tag den Boden kehren und das Salz entsorgen, am besten dem Wasser übergeben. In den meisten Fällen wird das der Abfluss sein, aber gut. Das Reinigen eines Bodens mit Salz funktioniert meinem Wissen nach sehr gut auf Fliesen, Terrakotta, PVC- und Laminatböden, da habe ich das auch schon überall ausprobiert. Wie es um die Salztoleranz von Parkettböden bestellt ist, ist mir nicht bekannt. Autorin übernimmt keine Haftung ;-)

Nun den Boden mit heißen Wasser und einem sehr stark zubereiteten Rosmarinsud aufwaschen. Für den Sud gibst du 3, nicht zu kleine, Rosmarinzweige in einen kleinen Topf mit kochendem Wasser und lässt ihn 15 Minuten auf kleiner Flamme weiter köcheln.
Alternativ dazu kannst du auch ätherisches Rosmarinöl mit einem EL Salz vermischen (ca. 20-25 Tropfen) und die Mischung anschließend in den Aufwaschkübel kippen. Das Öl direkt ins Wasser zu geben ist nicht sinnvoll, da Öl und Wasser sich bekanntlich nicht verbinden ;-)

Eine einfache Wohnungsreinigung
Die zweite Variante ist – das mache ich eigentlich so alle 2-3 Monde mal oder wenn ich krank war oder sonst eine zu heftige energetische Unruhe in meiner Bude war und die ich gerne hinauskomplimentieren möchte – eine einfache Reinigungszeremonie.

Zuerst bereite eine Räuchermischung aus reinigenden Kräutern vor. Es gibt derer wirklich viele, die klassischsten davon sind Salbei und Beifuß. Diese beiden Kräuter können wunderbar auch alleine verräuchert werden. Man kann sie dazu während ihrer Trockenzeit in ellenlange Bündel binden und hat damit wunderbare Incense Sticks gewonnen. Und wenn wir schon bei Kräuterbündel sind: ein selbst gebundenes Johannis-Kräuterbündel eignet sich auch sehr gut für eine solche Zeremonie.
Andere reinigende Zutaten wären Rosmarin, Ginster, Himbeerblätter, schwarzer Pfeffer, Lavendel oder Kampfer. Auf die Mischung kann man auch noch ein paar Tropfen Lavendel- oder Rosmarinöl träufeln. Die Liste ließe sich lange fortführen, ich habe mich hier auf Zutaten beschränkt, die vielleicht sogar schon bei dir zu Hause in der Küche liegen…

Dann stelle ich mich in den gefühlten Mittelpunkt des Hauses oder der Wohnung, strecke die Räucherschale mit der schon entzündeten Kohle gen Himmel und rufe Gottheiten an, die mich bei dieser Reinigungszeremonie begleiten sollen. Nachdem es jetzt per se keine Gottheiten gibt, die ausschließlich dem Räuchern zugeordnet werden, sind es bei mir meist Gottheiten mit einem heilenden, schützenden Aspekt, mit einer Verbindung zur häuslichen Sphäre und auch zum Herdfeuer. Danach erkläre ich die Absicht – z.B., dass ich um Reinigung, Segen etc. für Haus und Hof und Bewohner, Haustiere, Vieh etc. bitte.
Dann gehe ich gegen den Uhrzeigersinn alle Ecken ab, fächle ihnen den Rauch zu und stelle mir dabei vor, wie alle Ablagerung, dunklere Schlieren und Schlacken beginnen, abzubröseln und die Wände hinunter zu fließen. Ich tue das, weil ich der Ansicht bin, dass sich energetischer Dreck und Müll besonders gerne in Ecken ansammelt und eher ein Platzflüchter ist.
Wenn ich mit dem Rundgang fertig bin, kehre ich wieder ins Zentrum zurück, hebe die Schale nochmals gen Himmel und senke sie gen Erde, spreche ein kleines Dankeswort, stelle die Räucherschale auf eine feuerfeste Unterlage und verlasse die Wohnung für 2-3 Stunden. Erst danach lüften!

Wichtig erscheint mir dabei, sich vorher gut zu erden, die Reinigung konzentriert und fokussiert durchzuziehen und die Gehrichtung gegen den Uhrzeigersinn einzuhalten!


Neue Energie aufbauen

Bei beiden Varianten ist folgende Draufgabe noch sehr schön: Eine weitere Räucherung, und zwar mit purem Mastix oder purem Bernstein. Das bringt eine sehr feine, leuchtende Energie in die Räume.
Die transparenten Harztränen des Mastixbaumes stammen vorwiegend von den griechischen Inseln. Dem Mastix ist ein sehr feiner Duft zu Eigen. Verräuchert man Mastixharz alleine (das lohnt sich!), bemerkt man eine zarte Nebelschicht in der oberen Hälfte des Raumes, die die Atmosphäre des Raumes klärt, lichtet und ausgleicht.
Mastix mische ich selten mit anderen Stoffen, da ich seinen feinen balsamischen Duft sehr schätze. Vorsicht beim Kauf von Mastix: Das Harz muss auf jeden Fall transparent sein. Oft wird Weihrauch zu einem teuren Preis für Mastix verkauft! Bernstein ist ebenfalls ein recht luxuriöser Räucherstoff, aber auch das lohnt sich. Bernstein riecht verräuchert leider nicht so gut wie Mastix, taucht Räume aber in eine satte, goldene Atmosphäre, die ein wunderbares Gefühl von Behaglichkeit vermittelt.
Beide Räucherstoffe bauen die guten Energien in Räumen wieder auf und laden ein, sich (wieder) wohl und daheim zu fühlen.

Andere Möglichkeiten, um seine Bleibe zu reinigen ist lautes Bimmeln mit einer Glocke, dem Auskehren mit einem Besen und das Besprengen aller Ecken und Öffnungen (dazu zählen auch Spüle, Klo und Spiegel!!!) mit Salzwasser. Insbesonders Lärm und Tanz klären meiner Erfahrung nach "dicke Luft" ungemein gut!
Der Vorteil dabei ist, dass man schnell mal, auch zwischendurch im Büro, ein paar Mal mit der richtigen Intention in die Hände klatschen kann und schon zerstreut sich manch dunkle Wolke.

Es ließen sich noch unzählige andere Möglichkeiten für Reinigung aufzählen, doch hoffe ich, hier zumindest einmal Anregungen zur Entwicklung eigener Rituale gegeben zu haben.

In dem Sinne – viel Spaß beim Ausprobieren und Weiterentwickeln!


Brighid


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