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Die Elemente  Teil I
Immer wieder stoße ich auf die Frage: "Warum brauchen wir denn die Elemente eigentlich und warum sollten sie bei jedem Ritual gerufen werden?" In diesem und dem folgenden Artikel, will ich versuchen, euch einer Antwort auf diese Frage etwas näher zu bringen

Die Elemente Luft, Feuer, Wasser und Erde werden in den Himmelsrichtungen Osten, Süden, Westen und Norden gerufen. Und zwar in genau dieser Reihenfolge, weil der Osten mit dem Frühling, dem Neubeginn assoziiert wird. Lass' dich nicht verunsichern, wenn du in Büchern etwas anderes liest. Das wichtigste ist, dass du weißt, was du WARUM tust. Solange es für dich eine handfeste Begründung gibt, warum du in einem bestimmten Ritual mit einem anderen Element beginnen möchtest, dann ist das für dich auch sinnvoll so!
Die Elemente fungieren als die "Wände" des Kreises, helfen mit ihrer Energie mit, diesen schützend und stärkend um uns zu bauen und aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus braucht man, meiner Ansicht nach, die Elemente, um sie bei sich zu haben, falls man sie braucht. Ein Beispiel dazu: Ich stehe im Winter irgendwo im Wald, schon im Begriff, ein Feuer in der Mitte des Kreises anzuzünden. Nun, das Feuer will aber nicht. Anstatt das Holz mit Benzin zu übergießen, kann ich auch das Feuerelement um seine Hilfe, seine Energie bitten. Normalerweise entzünden sich Feuer auf diese Art und Weise sehr leicht!


Wer sind denn diese mysteriösen Elemente eigentlich?

Die Elemente sind Energien, die hier in dieser Welt und auch auf anderen Ebenen existieren und wirken. Manchmal wird von vier, manchmal von fünf Elementen gesprochen. Das fünfte Element, der Äther ist die Essenz, die hinter allen vier Elementen steckt. Fürs erste möchte ich ihn aber weglassen.
Den Elementen werden Himmelsrichtungen, Tiere, Sternzeichen, Aggregatzustände, Götter, Pflanzen und Pflanzenteile, Erzengel, physische Prozesse, Jahreszeiten, Winde, Räucherstoffe etc. zugeordnet. Doch damit nicht genug der langen Liste. Elemente treten darüber hinaus auch noch in Aspektierungen auf. Man spricht dann vom feurigen Wasser, der luftigen Erde oder dem erdigen Feuer. Dazu und zur "langen Liste" folgen im Artikel "Elemente - Teil 2" Übungen
Im Ritual werden die Elemente nach dem Ziehen des Kreises gerufen, es sei denn, wir arbeiten bereits in einem stark energetisierten Tempel, in dem der Kreis praktisch immer steht.
Jeder von uns wird andere Vorlieben haben. So fühlen sich Menschen beispielsweise vom Feuerelement sehr stark angezogen. Das kann mehrere Gründe haben. Entweder dieser Mensch hat so viel Feuerenergie in sich und fühlt sich aufgrund der Resonanz zu diesem Element besonders hingezogen. Oder er braucht die Feuerenergie als Ausgleich zu seinen vorherrschenden Elementen.


Übung macht... eine Beziehung zu den Elementen?!

Beginnen möchte ich mit einer sehr grundlegenden Übung, um mit den Elementen in Kontakt zu treten, in Austausch, in Zwiesprache zu kommen. So wird die "innere Schublade" für jedes Element einmal angelegt und mit jeder einzelnen Erfahrung weiter gestärkt.

Beginne mit dem Element, dem du dich am verbundensten fühlst.
Bei Luft: Gehe an Plätze, wo der Wind geht. Auf Bergspitzen, auf weite Ebenen oder schalte einfach mal den Haarfön an... Mach das, so oft Du Lust und Zeit hast!
Bei Feuer: Blicke der Sonne entgegen. Mache Feuer, entzünde Kerzen oder setze dich an einem warmen Sommertag im Freien hin. Mach das, so oft du Lust und Zeit findest!
Bei Wasser: Suche verschiedene Gewässer auf. Stille Seen, Gebirgsbäche, große Flüsse oder auch das Meer, wenn du dazu Gelegenheit hast. Geh' in den Regen hinaus! Geh schwimmen oder dusch' dich einmal ganz bewusst. Mach das, so oft du Lust und Zeit dafür findest.
Bei Erde: Geh' über Äcker, in den Wald. Lehne dich an Bäume, setze dich in eine Blumenwiese. Berühre die Erde, wälze dich darauf. Mach das, was sich für dich in diesem Moment gut anspürt.

Die Elemente werden dir dabei helfen. Mach das, so oft du Lust und Zeit dafür findest.Damit hast du den ersten Schritt in die Elementwelten gemacht. Stelle dir bei deinen Ausflügen folgende Fragen:

Welche Gefühle, Empfindungen tauchen in dir auf?
Wie geht es dir nachher?
Ist dir kalt, warm?
Spürst du Trockenheit oder Feuchtigkeit in deinem Körper?
Welche Körperteile spürst du stärker, welche weniger stark?
Spüren sich die Energie mehr männlich oder mehr weiblich an?
Sanft oder heftig?
Welche Farben fallen dir auf?
Welche Bilder hast du von Deinen Reisen mitgenommen?

Schreibe Deine Erfahrungen nieder, damit hast du später die Möglichkeit, Veränderungen im Laufe deines Prozesses nachzuvollziehen. Wenn du bemerkst, dass du mit einem bestimmten Element schwerer in Kontakt kommst, wende dich diesem besonders zu! Nachdem du das einige Male gemacht hast, kannst du beginnen, auch in Meditationen in die Elementenwelten zu gehen! Dies kannst du natürlich auch schon vorher tun, aber meiner Ansicht nach ist es wirkungsvoller, die Elemente zuerst einmal in der Natur ganz bewusst aufzusuchen. Wozu weit reisen, wenn wir sie hier, vor unserer aller Augen und Herzen haben?


Ein Vorschlag für eine Reise in die Elementwelten
Setze dich in entspannter Haltung mit geradem Rücken hin. Blicke in die Richtung des Elements. Für die Luft gen Osten, für das Feuer gen Süden, für das Wasser gen Westen, für die Erde gen Norden. Wenn du diese vier Richtungen gut kennengelernt hast, kann du auch die Zwischenhimmelsrichtungen mit einbeziehen. Zeichne ein anrufendes Pentagramm in die Luft, dies ist deine "Eingangstüre".
Beginne dabei an der oberen Spitze und ziehe das Pentagramm (nach links unten zuerst) in einem durch, bis du wieder an der oberen Spitze angekommen bist. Unterstütze dies durch deinen Atem. Konzentriere dich beim Anrufen insbesondere auf das starke Einatmen. Spüre, wie du mit deinem Atem das Element anziehst.
Lasse vor dir die Bilder aufsteigen, die du bei deinen Ausflügen in der Natur gesehen hast...Ein Beispiel:

Setze dich gen Süden und zeichne das anrufende Pentagramm. Vor dir siehst du die gleißende Mittagssonne am Himmel stehen...
Spüre die Wärme, die von ihr ausgeht... Alles ist intensives Orange und Rot getaucht... Begegnen dir Personen, Tiere oder besondere Pflanzen? Möchten sie dich etwas fragen, dir etwas sagen? Oder hast du eine Frage für sie?

Lass' dir für jedes Element ca. 8 Minuten Zeit. Du kannst dabei auch laut mitsprechen, wenn du dich damit wohl fühlst. Vielleicht sind es ja Worte, die du später bei den Elementanrufungen im Kreis sprechen kannst? Bedanke dich bei all denjenigen, denen du begegnet bist. Lass' die Bilder immer weiter in die Ferne ziehen, bis sie vor dir verschwinden. Oder gehe einen Weg zurück. Ziehe ein bannendes Pentagramm. Konzentriere dich dabei insbesondere auf das Ausatmen. Schreibe deine Erfahrungen wieder auf.


Anleitungen oder doch nicht?

Natürlich könnte ich euch jetzt lange und ausführliche Meditationen aufschreiben, WELCHE Tiere, WELCHE Personen, WELCHE Götter ihr auf euren Reisen treffen könntet. Ich glaube aber nicht, dass dies zu Beginn sinnvoll ist, weil ich euch damit um die eigenen Erfahrungen, die eigenen Bilder, bringen würde. Durch die Ausflüge in die Natur und die Grundübung, habt ihr euren ganz persönlichen Zugang zu den Elementen gelegt. Daher möchte ich erst im nächsten Artikel über die Zugehörigkeit von Farben, Göttern, Tieren, Pflanzen und anderen Qualitäten zu den Elementen sprechen. Von dieser Basis ausgehend, kann man mit den Elementen viele Übungen machen und immer tiefer in ihre Welt eintauchen. Wichtig ist, dass sich im Laufe der Übung ein klares Bild herauszukristallisieren beginnt, weil das das Rufen der Elemente im Kreis erleichtert.
Das kann für den Süden eine einfach Flamme oder für den Osten der Himmel sein, der in die Farben des Sonnenaufgangs getaucht ist. Oder auch ein komplexeres Bild. Der Vorteil eines klaren Bildes ist auch, dass es sich mit der Zeit aufladen, energetisieren wird!

Der zweite Teil über die Elemente wird als Fortsetzung erscheinen, damit du genügend Zeit zum üben hast!
Viel Spaß und aufschlussreiche Erfahrungen mit den Elementen!


Brighid


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