Den Zugang zu deinen Inneren Welten kannst nur du für dich finden und steht in keinem Buch. Du trägst alles in dir was du benötigst. Vielleicht können dir dabei einige verschiedene Techniken helfen, diese Welten zu entdecken und zu bereisen - doch der Forscher bist immer Du selbst

Visualisieren bedeutet den Blick nach innen zu richten, um sich vor seinem geistigen Auge etwas bildhaft vorzustellen. Visualisieren passiert immer zielgerichtet. Also willentlich innere Bilder zu erzeugen. Die Imagination geht einen Schritt weiter und umfasst auch die andern Sinne — nicht nur die optischen. Ich kann also den visualisierten Apfel nicht nur sehen, sondern auch schmecken, riechen, fühlen oder den Klang des Hineinbeißens hören.

Das klingt leichter als es für viele ist. Denn einfach die Augen zuzumachen und an etwas zu denken heißt nicht gleichzeitig das dies Visualisieren ist. Beim Visualisieren konzentrierst Du dich auf etwas Spezielles und zwar nur auf dieses Bild und versuchst es mit der Zeit auch noch aufrecht zu erhalten. Dies erfordert viel Geduld und Übung. Natürlich gibt es auch Menschen bei denen es auf Anhieb klappt.

Auch mir ging es anfänglich so, dass meine „Mitreisenden" in schillerndsten Farben über das Erlebte berichteten und genau erzählten was sie sahen, doch ich sah nichts, schlief manchmal dabei ein oder sah nur schwarz vor Augen mit den „normalen" Lichtpunkten die auftauchten. Und durch die Erwartungen die ich an mich stellte wurde es nicht leichter. Erst als ich den Druck los war genauso visualisieren zu können wie viele andere und genauso dabei zu sehen und zu fühlen und zu riechen, zu schmecken... erst dann als ich fast schon dachte ich werde es eben nie können - hat es geklappt

Denn bei mir war es eben nicht so wie bei den anderen. Ja wir sind eben alle verschieden und so sind auch unsere inneren Bilder verschieden bzw. stellen sich jedem anders dar. Unsere Welten stellen sich uns eben oft so dar wie wir es gewohnt sind. Ich war immer ein Mensch der eher im Mentalen verhaftet war - also denken stand im Vordergrund- ergo dessen war mir plötzlich klar es darf auch bei meinen Reisen und beim visualisieren so sein, dass ich manchmal nur weiß wie es aussieht wie es schmeckt oder riecht. Bei anderen Menschen die z.B. ein photographisches Gedächtnis haben wird es leichter sein sich zuerst Bilder zu visualisieren. Das darf so sein! Es muss nicht bei jedem alles so erscheinen wie man es aus Erfahrungsberichten anderer entnimmt. Vielleicht nimmst Du zuerst einen Geruch war oder ein bestimmtes Gefühl, dann nimm es und konzentriere Dich darauf bis dein Bild langsam vollständig vor deinem inneren Auge erscheint.

Eine mögliche Technik ist es sich eine Kinoleinwand vorzustellen auf der wir die Bilder langsam entstehen lassen bis sie uns real erscheinen.
Zunächst sollte man mit einfachen Dingen beginnen wie z.B. einem Quadrat. Es genügt am Anfang zu üben sich auf dieses Quadrat zu konzentrieren und zu lernen dieses Bild aufrecht zu halten ohne dass die Gedanken abschweifen. Dann kann man langsam beginnen dieses Quadrat verschieden einzufärben. Bis man dann diese Form plastisch werden lässt wie ein 3D-Modell und es sich drehen lässt und von allen Seiten anschauen kann.

Tja und das erfordert natürlich Geduld. Natürlich könnt ihr jede andere Figur oder jedes andere Bild ebenso visualisieren denn das Ziel ist es ja einmal alles vor seinem inneren Auge entstehen lassen zu können was du gerade für ein Ritual, einen Spell, eine Suggestion...benötigst! Oder auch um Reisen in andere Welten besser erleben zu können.

Vielleicht wollt Ihr euch eure Lieblingsblume vorstellen und je mehr Ihr sie visualisiert desto genauer seht ihr sie desto mehr fallen euch kleine Details auf. Ihr könnt auch ein Objekt vor euch hinstellen und es einige Zeit betrachten - ganz genau von allen Seiten und dann versuchen es zu visualisieren. Dabei kann man zu Beginn immer wieder nachschauen. Ziel ist auch hier dieses Bild aufrecht zu halten und sich nur darauf zu konzentrieren.

Visualisieren und Imaginieren gehört ebenso zu den „Basics", den Grundübungen die bei Ritualen und anderen magischen Tätigkeiten essentiell sind. Auch wenn es anfänglich schwierig erscheint, diese Übungen solltet ihr immer wieder machen bis ihr geschult darin seid.

Denn unsere Gedanken, unser Wille und die Kraft die dem innewohnt ist das was Verändert Man stellt sich einen Wunschzustand vor, visualisiert sein Ziel und versetzt sich oft in dieses visualisierte Bild hinein als ob dieses gewünschte Ziel bereits Realität wäre.

Einige Methoden wie Biofeedback, Hypnose, autogenes Training......arbeiten mit Visualisierungen und werden heutzutage nicht nur von magisch Interessierten Menschen genutzt. Sportler, Therapeuten, Ärzte, Lehrer...haben diese Methode bereits für sich entdeckt mit vielen erfolgen. Und auch in der Magie ist es unerlässlich die Kunst des Visualisierens und Imaginierens zu beherrschen.

Also viel Spaß und Geduld beim üben!

 

Visualisierungsübungen

Augen schließen, stell Dir eine weiße Kinoleinwand vor, auf der jetzt der Film (deine Vorstellung) eingespielt wird. Projiziere auf diese Leinwand ein Dreieck und lass es wachsen, sich drehen, sich spiegeln..., berühre es, fühl es. Probier dies auch mit anderen Symbolen und gehe dann dazu über diese Symbole zu färben.


Pentagramm:
Visualisiere ein linienförmiges blau flackerndes Licht, wie eine Gasflamme, zeichne damit im Geist ein Pentagramm. Du beginnst von Oben nach links unten. Beobachte wie sich das Pentagramm aus der blauen Flamme bildet und halte dieses Bild einige Augenblicke fest.
Nun zeichne das Pentagramm in Bannrichtung nach indem Du von unten links nach oben rechts anfängst. Beobachte wie das Pentagramm dabei langsam verschwindet.


Apfelübung:
Erst wenn Du einen Apfel visualisieren kannst, der perfekt ist, den Du riechst, fühlst und in ihn reinbeißt und ihn schmecken kannst -geistig, dann bist auch Du Meister! Iß diesen Apfel im Geiste auf und blende ihn dann einfach aus!


Lady Purple


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