Scott Cunningham:
Wicca – A Guide For The Solitary Practitioner
  Teil I
Scott Cunningham
Wicca – A Guide For The Solitary Practitioner
Erstauflage: 1988/Llewellyn Publications / 218 Seiten
ISBN 0-87542-118-0
Deutsche Auflage: 2001 / 239 Seiten / ECON
ISBN-10: 3548740146, ISBN-13: 978-3548740140
   

Über den Autor

Über 20 Jahre hat Scott Cunningham aktiv Magie praktiziert. Er schrieb mehr als 50 Bücher, die teils auf Fiktion beruhen und zum Teil nicht fiktionale Themen behandeln. 16 seiner Bücher erschienen bei Llewellyn Publications. Er war vor allem in der New Age-Szene hoch respektiert und seine Bücher decken eine breite Palette an New Age-Interessen ab. Er starb am 28. März 1993 nach einer langen Krankheit.

Andere Bücher des Autors: „The Truth About Witchcraft Today“, “Cunningham's Encyclopedia of Crystal, Gem & Metal Magic”, “Cunningham's Encyclopedia of Magical Herbs”, “Living Wicca: A Further Guide for the Solitary Practitioner”, “Earth, Air, Fire & Water: More Techniques of Natural Magic”, “The Complete Book of Incense, Oils and Brews”, “The Magical Household: Spells & Rituals for the Home”

 

Zum Buch

Scott Cunninghams “Wicca” ist ein hervorragendes Einsteigerbuch und zugleich auch eines der meist diskutiertesten, umstrittensten Bücher der deutschen Wicca “Szene”. Cunningham hat nämlich in diesem Buch geschrieben, dass man keine Einweihung durch einen Hohepriester oder eine Hohepriesterin benötigt, um sich selbst Wicca nennen zu dürfen und sich selbst in Wicca initiieren kann. Aber dazu mehr im Verlauf dieser Rezension.

Eingangs möchte ich erwähnen, dass die deutsche Übersetzung von „Wicca - A Guide For The Solitary Practitioner“ eine der schlechtesten ist, die ich jemals gelesen habe. Sie strotzt nur so vor Übersetzungsfehlern, wie ich noch an Hand einiger Beispiele aufzeigen werde. Auf Deutsch lautet der Beititel der ersten Auflage „Eine Einführung in die weiße Magie“. Worin schon der erste gravierende Übersetzungsfehler liegt. Es gibt keine „weiße Magie“. Magie ist Energie und Energie ist weder weiß noch schwarz, sondern einfach nur Energie.

Das englische Original zähle ich zu den Einsteigerbüchern schlechthin. Jeder, der sich für die Religion Wicca interessiert, sollte dieses Buch gelesen haben – allerdings auf Englisch, das möchte ich extra noch einmal betonen.

Veröffentlicht hat Scott Cunningham das Buch im Jahr 1988. Geschrieben hat er es für die Menschen, die sich für die Wicca interessieren, aber weit weg vom nächsten Coven leben. Ihnen wollte er die Möglichkeit bieten, wie er selbst in seinem Vorwort schreibt, die Religion trotzdem leben zu können. Geschrieben wurde es aber auch für Leute, die Wicca alleine praktizieren möchten.

Cunningham wollte mit seinem Buch die Religion für jeden lebbar und erlebbar machen. Heraus gekommen ist ein brillantes Einsteigerwerk, in dem der Autor vom Aufbau des Altars, magischen Gegenständen, den Esbaten und Sabbaten, bis hin zu Kräutern und Divinationsmethoden alles erklärt, was eine Wicca-Ausbildung zum 1. Grad beinhaltet.

Nach einer kurzen Abhandlung über die Abstammung der Götter, beschreibt Cunningham, was Magie eigentlich ist. Seine damalige Definition lautet „Magic is the projection of natural energies to produce the needed effects.” Also übersetzt: „Magie ist die Projektion natürlicher Energien, um die benötigten Ergebnisse hervorzubringen.“ Ein Übersetzungsfehler in der deutschen Version – hier steht: „Magie ist die Lenkung natürlicher Energien, um notwendige Veränderungen herbeizuführen.“ „Projection“ hat aber nichts mit Lenkung zu tun und Veränderungen wären „changes“.

Im nächsten Kapitel beschäftigt sich der Autor mit den magischen Werkzeugen. Er erzählt vom magischen Gebrauch des Besens, des Zauberstabs, des Räucherkessels, des Kessels, des Athames, des weißen Messers, der Kristallkugel, des Kelchs, der Glocke und des Pentakels.

Ich kann hier wiederum nicht umhin, die deutsche Übersetzung zu kritisieren. Der Übersetzer findet für das „Pentacle“ doch tatsächlich kein besseres Wort als „Drudenfuß“ – das tut richtig weh, wäre doch Pentakel hier der gebräuchlichere und korrekte Ausdruck gewesen. Hier beweist der Übersetzer, dass er sich mit der Materie des zu übersetzenden Buches weder auskennt, noch sich damit auseinandergesetzt hat. Denn der grundlegende Unterschied zwischen einem Pentakel und dem Drudenfuß ist, dass das Pentagramm auf zwei Spitzen steht, während beim Drudenfuß eine Spitze zur Erde weist.

Nach dem Tanz und der Musik kommt der Altaraufbau, wobei Cunningham ganz genau erklärt, wie die magischen Werkzeuge richtig auf dem Altar zu platzieren sind, um sie Gott und Göttin zuzuordnen.

Im zweiten Abschnitt von „Wicca – A Guide For The Solitary Practitioner“ befasst er sich mit der magischen Praxis. Er beschreibt, wie man seine magischen Fähigkeiten durch Meditation, der richtigen Atmung oder einfach Visualisierung verbessern kann. Anschließend erklärt er, wie man ein Ritual richtig durchführt und welche Vorbereitungen notwendig sind. Schließlich enthält dieser Abschnitt auch noch ein Ritual zur Selbstweihe.

Über den letzten Abschnitt erklärt Cunningham, dass dieser Teil ein komplettes „Buch der Schatten“ ist. Er enthält unter anderem Rituale für die einzelnen Feiertage, Rituale zur Weihe der magischen Werkzeuge, Chants, Rezepte für Öle und Räucherungen und ein kleines Kräuterbuch, in dem die wichtigsten Kräuter aufgeführt sind. Ein kleiner Teil über Wicca-Symbole und Runen komplettieren diesen letzten Abschnitt.


Ende Teil I


Isis


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