In memoriam Madame Mim::
Weihnachten durch die Kulturen   Teil II

Anlässlich des Yule Markts in Wien hatten Fledermaus und Shina Edea gemeinsam über das Weihnachtsfest, bzw. das Brauchtum im Dezember, in anderen Kulturen recherchiert und stellen uns dieses Wissen nun als Zweiteiler zur Verfügung.

Weihnachten in Australien

Santa Claus begegnet man hier öfters am Strand, wegen der schönen sommerlichen Temperaturen. Mit Badehose bekleidet braust er auf Skiern von einer Strandparty zur anderen und beschenkt die ausgelassenen Kinder. Wegen der Hitze stellt man Santa statt Milch ein kühles Bier auf das Fensterbrett. Hunderttausende Menschen besuchen dort auch die "Carols by Candlelight" in der Olympiastadt. Berühmte Sänger, Chöre, Symphonieorchester tragen Weihnachtslieder vor und das begeisterte Publikum stimmt mit ein. Jeder singt in seiner Sprache. Alljährlich startet am 26. Dezember außerdem die weltberühmte "Regatta von Sydney nach Hobart". Dieses sportliche Ereignis ist für viele Menschen der Höhepunkt des Jahres.


"Zalig Keerstfeest en Gelukkig nieuw jaar" in Belgien

In Belgien (vor allem in Flandern) ist Sint - Niklaas Höhepunkt der Weihnachtszeit. Holländische und belgische Weihnachtsbräuche ähneln sich in diesem Punkt sehr. Niklaas reitet von Haus zu Haus, um Freude zu verschenken. Mit Festen und Umzügen wird er geehrt. Ein originelles Vergnügen kann an der Maas verfolgt werden. Beim Trairies versuchen mehrere Personen ihr Glück. Für den finanziellen Einsatz erhält jeder eine Spielkarte. Die letzte Karte wird offen aufgelegt. Wer die höchste Karte der aufgedeckten Spielfarbe besitzt, erhält einen Stollen. Eine beliebte Idee für Weihnachtsfeiern in Betrieben und Vereinen.


Weihnachten in Irland

In traditionellen Aufführungen am Sankt-Stephans-Tag werden meistens Märchen gezeigt, bei denen Knaben Mädchen, Männer Frauen und umgekehrt spielen, was in der Regel für große Erheiterung sorgt. Zu Weihnachten in Irland, das vielerorts übrigens schon im Oktober seine Schatten vorauswirft, wird sehr viel gesungen, auch zu karitativen Zwecken. An Heiligabend befestigen die Kinder eine Socke an ihrem Bett, damit diese sich über Nacht mit Geschenken füllen möge. Meistens finden sie darin am nächsten Morgen einen Apfel dort, wo sich sonst die Zehen befinden und eine Mandarine am Platz der Ferse. Manche Eltern füllen den Zwischenraum mit Schokolade und anderen Süßigkeiten.


Epiphania in Griechenland

In Griechenland ist Epiphania (der 6. Januar) der Höhepunkt der Weihnachtszeit. Bis zu diesem Tag prägen die griechischen Kinder die Weihnachtsstimmung. Am Morgen des 24. Dezember hört man in den Straßen die Klänge von Triangeln, Glocken und Trommeln. Die Kinder ziehen von Haus zu Haus und singen die Kalanda. Diese Lobgesänge gelten als Segen für das Haus. Deshalb werden die Kinder, die das Glück überbringen, auch belohnt. Wer als erster das Haus betritt, verlässt es mit den meisten Gaben. Durch die griechischen Schornsteine steigt der Duft des Christopsomo (Weihnachtsbrot). Das Brot wird mit einem "A" (steht für den Pflug) und einem "B" (steht für das Joch der Ochsen, die den Pflug ziehen) verziert. Von den Christokouloura, die in Form des Pfluges oder des Jochs gebacken werden, wird mindestens ein Stück vor die Ikonen des Hauses gelegt.
In den kommenden zwölf Nächten treiben die Kalikanzari (Kobolde) ihr Unwesen. Als Schutz vor diesen lästigen Dämonen, werden Feuer entfacht. Die Kalanda ertönen erneut am Tag des Heiligen Bassilios (1. Januar). Mit einer Rute ausgestattet tippen die Kinder dem Hausherren und seiner Frau auf den Rücken. Auch diesmal werden die Glücksbringer mit Kuchen, Nüssen oder Geldstücken belohnt. Eine bedeutende Tradition ist die Wahl der Person, die im neuen Jahr als erste das Haus betritt. In manchen Gegenden Griechenlands glaubt man, der Hausherr, sein ältester Sohn oder ein "glückliches Kind" (ein Kind dessen Eltern noch leben) sollten als erste das Haus betreten. Natürlich gibt es auch am 1. Januar wieder etwas typisch griechisch Gebackenes. In das sogenannte "Basiliosbrot" wir eine Goldmünze eingebacken. Wer sie findet, hat Glück im kommenden Jahr. Im orthodoxen Kirchenjahr wird der 6. Januar, der Tag an dem Jesus von Johannes dem Täufer getauft worden sein soll, besonders gewürdigt. Wasser wird gesegnet, damit die bösen Geister die Erde verlassen. Nach dem Gottesdienst segnet der Priester jedes Haus des Ortes, ebenso wie die Brunnen und Felder, und besprengt alles mit einem in Weihwasser getauchten Basilikumzweig.

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St. Thorlakur's Day in Island

Schon Anfang Dezember beginnen die Isländer das große Fest vorzubereiten. Unter anderem backen sie, was das Zeug hält, würzige Plätzchen mit Gingerschnaps und natürlich "laufabraud", das traditionelle Weihnachtsgebäck aus Wasser und Mehl, in heißem Öl ausgebacken. Jeder der flachen Küchlein wird kunstvoll belegt. Typisch für Island sind auch die "Yulemen"; dreizehn Trolle, die dreizehn Tage vor Heiligabend die Bevölkerung heimsuchen. In früheren Tagen spielten sie den Menschen oft üble, teilweise sogar brutale Streiche. Heute gebärden sich die Yulemen zahmer und bringen sogar kleine Geschenke - wenn die Kinder brav waren. St. Thorlakur's Day steht ganz im Zeichen der letzten Vorbereitungen. Der Weihnachtsbaum wird geschmückt und an dem ausgiebigen Festmahl gefeilt. Der Morgen des 24. Dezember gehört in Island den Verstorbenen. Die Menschen strömen auf die Friedhöfe, um Ihrer zu gedenken. Dabei werden viele große Kerzen angezündet, die auf den Gräbern die ganze Nacht brennen. Um sechs Uhr abends läuten die Kirchenglocken das Weihnachtsfest offiziell ein. Die Familie sitzt neben dem geschmückten Baum und Geschenke werden überreicht.


Weihnachten in Spanien

Die spanischen Bräuche unterschieden sich nur in Details von den übrigen europäischen, wenn da nicht seit einigen Jahrzehnten die riesige Weihnachtslotterie wäre, die von den meisten Spaniern in Radio und Fernsehen intensiv verfolgt wird. Üblich ist es auch, dass man mit den Weihnachtsbriefen an Verwandte und Bekannte eine Beteiligung am Los mitschickt, und so werden die Millionengewinne regelmäßig breit unters Volk gebracht. In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar putzen die Kinder ihre Schuhe besonders gut, stellen Kekse und Milch für die Heiligen Drei Könige und Wasser für die Kamele bereit und gehen ganz brav früh ins Bett. In der Frühe sind dann die Geschenke für die Kinder angekommen. Immer öfter werden die Geschenke aber bereits am Heiligabend verteilt. Bis zum 5. Januar werden , soweit vorhanden, die Figuren der Heiligen Drei Könige in der Hauskrippe bewegt, bis sie am 6. Januar vor dem Jesuskind ankommen. Am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, wird von den Erwachsenen ein Dreikönigskuchen gegessen. Im Teig verstecken sich eine kleine Figur aus Porzellan und eine dicke Bohne. Wer das Figürchen erwischt, wird zum König gekrönt und soll viel Glück im neuen Jahr erfahren. Wer aber die Bohne erwischt, muss den Kuchen bezahlen. Traditionell erscheint in der Weihnachtszeit im Baskenland der "Olentzero", ein Köhler, der aus den Bergen zu der Landbevölkerung herabsteigt. Zum Zeichen der Anerkennung wird er von den Bewohnern auf den Schultern durchs Dorf getragen.


La befana in Italien

IMG_1994Im katholischen Italien verweisen einzelne Weihnachtsbräuche noch auf die Ursprünge des christlichen Festes. So beginnt die Weihnachtszeit acht Tage vor dem 25. Dezember. Zur gleichen Zeit begannen im antiken Rom die Saturnalien - die Feiern zu Ehren des Gottes Saturn. Papst Hyppolit hatte im Jahr 217 n. Chr. die Feiern zu Ehren der Geburt Christi angeregt, um ein Gegengewicht zu diesen heidnischen Festen der Römer zu schaffen. Auch in Italien endet die Weihnachtszeit am Dreikönigstag. Feierlicher Höhepunkt der italienischen Weihnacht sind die Tage des 24. und 25. Dezember. 24 Stunden vor Heilig Abend wird nach katholischem Ritus streng gefastet. Bei Sonnenuntergang am 24. Dezember wird die heilige Zeit mit einem Kanonenschuss vom Kastell San Angelo in Rom offiziell eröffnet. Pünktlich um neun Uhr abends finden in allen Kirchen des Landes feierliche Gottesdienste statt. Danach treffen sich die Familien zu einem großen - meist fleischlosem - Festessen, dem Pranzo della Vigilia.
Dabei werden auch kleine Präsente verteilt, aber nach dem Zufallsprinzip. Denn jeder zieht sein persönliches Geschenk aus der sogenannten "Urne des Schicksals". Ein ganz beliebtes Geschenk dabei ist übrigens rote Unterwäsche, die dann traditionell am Neujahrstag erstmals getragen wird.
Der eigentliche Geschenktag und damit der Höhepunkt der Weihnachtszeit für die Kinder ist aber der 6. Januar, der Dreikönigstag mit dem Fest La Befana. Befana ist eine Hexe, die den braven Kindern Geschenke, den unartigen aber die gefürchtete schwarze Kreide, Carbonata, bringt. Um letzteren die Schmach etwas zu versüßen kann man zur "Befana-Zeit" in den Geschäften Italiens die Carbonata in Lakritzform kaufen.


Sinterklaas in den Niederlanden

Der 6. Dezember (Nikolaustag) steht im Mittelpunkt des hiesigen Weihnachtsfestes. Der Nikolaus heißt hier Sinterklaas und seine Festzeit beginnt bereits drei Wochen vor dem 6. Dezember. Dann nämlich legt Sinterklaas der Legende nach mit seinem Schiff von Spanien aus kommend an einem alten holländischen Hafen an. In jüngerer Zeit hat sich als Ankunftstermin für den Sinterklaas aber auch der letzte Samstag des November durchgesetzt. An diesem Abend stellen die Kinder dann einen großen Holzschuh vor den Kamin mit einem Wunschzettel darin. Daneben stellen sie ein Gefäß mit Wasser und eine Karotte oder etwas Heu für das Pferd des Sinterklaas. Am nächsten Morgen finden sich im Schuh dann einige Süßigkeiten, kleine Nikolausfiguren und ein Lebkuchenmännchen, an dem ein Zettel mit einem kleinen, meist witzigen Sinterklassgedicht befestigt ist. Das Gedicht zählt immer die guten und auch die weniger guten Taten des jeweiligen Kindes auf. Richtig aufregend für die Kinder wird es dann am 5. Dezember. An diesem Tag legt man einen großen Sack vor die Tür, der am Abend dann mit den Geschenken für die ganze Familie gefüllt ist. Am 6. Dezember, dem Geburtstagsfest von Sinterklaas, findet dann zumeist eine große Familienfeier statt.


Babouschka in Russland

In Ländern mit orthodoxem Glauben gilt in der Regel noch der 45 n. Chr. von Julius Cäsar eingeführte julianische Kalender. Dieser weicht bezüglich der Feiertage von dem heute üblichen gregorianischen Kalender ab. Der 25. Dezember markiert für strenggläubige Orthodoxe das Ende der Fastenzeit. Es ist ein normaler Arbeitstag. Die Weihnachtsgeschenke bringt Väterchen Frost erst am 6. Januar. Der 31. Dezember ist der wichtigste Festtag. Bunte Lichterketten erhellen die Straßen. Auf großen Plätzen werden die Tannenbäume geschmückt. Wenn sich der Feierabend nähert, beginnen im Kollegenkreis kleine Betriebsfeiern. Im Anschluss fährt man nach Hause oder zu seiner Datscha (russ. Holzhaus). Der aufgehende Morgenstern am 7. Januar läutet das eigentliche Weihnachtsfest ein. Diesen Feiertag gestaltet man besinnlich im Kreise der Familie. Vier Tage später, am 11. Januar beginnt das neue Jahr. Mit diesem Tag endet die russische Weihnachtszeit. Hartgesottene Russen feiern im Freien. Hier schmücken sie den Christbaum, genießen die Natur und zelten im Schnee. Väterchen Frost bringt den Kindern die Geschenke. Er wird von einem Mädchen (der Schneeflocke) und einem Jungen (Neujahr) begleitet. So manche Kinder werden zu den im Kreml stattfindenden Konzerten eingeladen.

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Jultomte in Schweden

Die schwedischen Kinder bekommen von einem kleinem Gnom, dem -Jultomte- ihre Geschenke. Der klopft ganz schnell an die Haustür, stellt die Geschenke ab und ist schon wieder verschwunden, bevor man ihn sehen kann. Der 13. Dezember der Tag der Heiligen Lucia, ist in Schweden ein besonderer Tag. Eine Tochter des Hauses übernimmt die Rolle der Heiligen Lucia. Sie steht ganz früh morgens auf und zieht ein weißes Kleid mit einer roten Schärpe an. Dazu trägt sie einen Kranz aus Blättern und leuchtenden Kerzen. Dann weckt sie jedes Familienmitglied mit einem Weihnachtslied auf und bringt das Frühstück ans Bett.


Weihnachten in Polen

Im Gegensatz zu den bisweilen mit Braten beladenen Festtafeln in Westeuropa und den USA gibt es in Polen an Heiligabend in der Regel kein Fleisch, sondern meistens ein Fisch- und Gemüsegericht. Eine Reminiszenz an die Vor-Reformationszeit, in der der 24. Dezember ein Fastentag war. Dafür besteht das heiligabendliche Mahl aus 12 Gängen, in Anspielung an die Apostel Jesu. Zum Festmahl wird immer ein Gedeck mehr als nötig aufgelegt, für den Fall, dass ein überraschender Gast eintrifft. Erst wenn der erste Stern am Himmel steht, beginnt man in Polen am Heiligen Abend mit dem festlichen Mahl. Man erinnert sich dabei an den Stern von Bethlehem, der nach dem Matthäus- Evangelium den Heiligen drei Königen den richtigen Weg gewiesen hat. Der wichtigste Augenblick und ein Höhepunkt zugleich ist während der Mahlzeit am Heiligen Abend das Ritual des Teilens von eckigen Weihnachtsoblaten mit eingeprägten kleinen Bildern. Man führt diesen Brauch auf das Sakrament des Heiligen Abendmahles zurück. Die Bilder zeigen Darstellungen aus der biblischen Weihnachtsgeschichte. Die Oblaten werden aus Weizenmehl und Wasser hergestellt, sie werden von Tür zu Tür getragen oder man kann sie in der Kirche kaufen. Beim Teilen der Oblaten danken die Kinder ihren Eltern für die Gabe des Lebens und die Mühen der Erziehung. Alle wünschen sich gegenseitig Gesundheit und Wohlergehen, verzeihen angetanes Unrecht und vertragen sich wieder.


Klausjagen in Küssnacht/ Schweiz

Böse Geister und Dämonen, das wussten schon die alten Germanen, fürchten vor allem eins: Heidenlärm. Deshalb zogen die Jünger Wotans während der Wintersonnenwende mit viel Tam-Tam umher, schlugen Trommeln und bliesen Hörner, was die Lungen hergaben: damit der Winter bald verschwinden und der Sommer reiche Ernte bringen möge. Ein Brauch, der so ähnlich n der Schweiz noch heute existiert, z. B. in Küssnacht, wo alljährlich am 5. Dezember zum "Klausjagen" geblasen wird. Das heidnische Treiben wäre wohl längst in Vergessenheit geraten, wenn darin nicht irgendwann auch dem Bischof von Myra, dem Heiligen Nikolaus, eine Rolle zugewiesen worden wäre. Heute ist das Klausjagen in dem romantischen Ort in der Zentralschweiz eine Touristenattraktion ersten Grades. Dabei war das Klausjagen nicht immer unumstritten. 1732 befanden die Ratsherren Küssnachts, dass der Lärm überhand nehme und drohte: "Wegen den Buben, die durch ihr Hornblasen und Tricheln nächtlicher Zeit die Leute so beunruhigen, ist erkannt, dass bei einem Pfund Busse sie solches nicht mehr tun sollten..." In jenen Tagen gehörte Klausjagen keineswegs zum guten Ton. Das änderte sich erst, als 1928 die St. Nikolausengesellschaft gegründet wurde, mit dem Ziel das Klausjagen zu erhalten und in Bahnen zu lenken, die einem Weihnachtsbrauch gerecht würden. So waren zum Beispiel fortan nur noch traditionelle Lärminstrumente zugelassen. Neumodisches wie Blechbüchsen und mit Steinen gefüllte Benzinkanister traf der Bannstrahl der organisierten Klausjäger.


Weihnachten in Ungarn

Da das Land lange Zeit zu Österreich gehörte, ähnelt das ungarische Weihnachten stark dem deutschen. Trotzdem gibt es eine Reihe Unterschiede. Kinder erhalten am Nikolaustag nicht nur vom heiligen Mikulás ihre Stiefel gefüllt, die sie in die Fenster stellen, sondern die Eltern kaufen ihren Jüngsten auch Pralinen. Wenn der Nikolaus kommt, dann hat er in seiner Begleitung oftmals zwei böse Buben, die so genannten krampusz, die für die unangenehme Seite des Auftritts zuständig sind. Adventskränze sind in Ungarn so beliebt, dass sie sogar in den meisten Büros aufgestellt werden. Die Kerzen tragen oft rotgoldene Bänder als Symbole des Lebens und des Lichts. Ganz wie bei uns sind Adventskalender mit einem winzigen Geschenk oder einer Süßigkeit bei Kindern beliebt. Christbäume werden normalerweise erst am Heiligen Abend geschmückt, meist von der ganzen Familie, aber in manchen Häusern folgt man noch der alten Sitte, dass der Weihnachtsbaum als eine Überraschung für die Kinder von Engeln gebracht wird. Dann erklingen Glöckchen, die Lichter brennen und Geschenke liegen zu Füßen des Baums. Das Weihnachtsessen besteht traditionellerweise aus Fisch oder Kraut, manchmal auch Pute; danach gibt es süße Mohn- oder Nusshörnchen, die Beigli. Die am weitesten verbreitete alte Weihnachtstradition ist das Bethlehem-Spiel am ersten Feiertag. Dabei ziehen kostümierte Gruppen von erwachsenen jungen Leuten von Haus zu Haus und tragen ein Hirtenspiel über das Jesuskind mit Liedern und Gedichten vor.


Hyvää Joulua in Finnland

Die Weihnachtsfeierlichkeiten beginnen am 24. Dezember um 12 Uhr Mittags, mit der feierlichen Ausrufung des Weihnachtsfriedens in Turku. Dies ist eine symbolische, aber für Finnen höchst bedeutsame Zeremonie. In Finnland gedenkt man an Weihnachten nicht nur der Geburt Jesu Christi, sondern auch der verstorbenen Verwandten. Der Gang zum Friedhof und das weihnachtliche Schmücken der Gräber, mit sehr vielen Kerzen und Kränzen, gehört einfach dazu. Nach wie vor ist die Sauna ein wichtiger Bestandteil der finnischen Identität und ist am Weihnachtsabend ebenso bedeutend wie der Tannenbaum. So gehen finnische Familien am frühen Abend in die Sauna, um anschließend das große Festmahl zu feiern. Weihnachten ist in Finnland das Fest der Familie, die gemeinsam mit den Kindern den Weihnachtsmann "Joulupukki" erwarten. Sollte dieser jedoch keine Zeit haben um vorbeizukommen, dann setzt sich jeder eine rote Zipfelmütze auf und verteilt die Geschenke, als Stellvertreter des Weihnachtsmannes.


Quellen:
www.jahreskreis.info
www.gottiswelt.de
www.sternenkreis.org
www.weihnachtsstadt.de
www.weihnachtsseiten.de


Shina & Fledermaus


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