In memoriam Madame Mim::
Der slawische Kalender
Diese Monatsnamen, kommen heute noch in der Ukraine, der Slowakai, und in Tschechien vor. Der Ukrainische Kalender unterscheidet sich nicht nur in den Monatsnamen sondern er geht auch nach dem Gregorianischen Kalender und daher sind alle Feiertage ungefähr um zwei Wochen verschoben.Vorspann

Zum Beispiel Weihnachten fällt in Österreich auf den 24.12. - 25.12. in der Ukraine auf den 6.1. - 7.1. und so weiter und so fort. Auch erzähle ich euch hier von besonderen heidnischen Festen, die das Jahr begleiten, die hier in Österreich in dieser Form vielleicht nicht mehr so vorkommen.

Jänner Sichen was so viel wie schneidende, klirrende Kälte bedeutet.
Februar Lutyj was so viel wie Frost bedeutet.
März Berezen was so viel wie Birke bedeutet.
April Kviten was so viel wie der Blühende bedeutet.
Mai Traven was so viel wie der Gräserne bedeutet.
Juni Cherven was so viel wie der Rote bedeutet.
Juli Lypen was so viel wie Linde, der Lindernde bedeutet Fest des Honigs.
August Serpen was so viel wie Sense, Ernte, Korn bedeutet.
September Veresen was so viel wie Erika, Heidekraut bedeutet.
Oktober Zhovten was so viel wie der Gelbe bedeutet.
November Lystopad was so viel wie der Blätter fallende bedeutet.
Dezember Hruden was so viel wie die frierende Erde bedeutet.

Winter
Koljada die Winter-Sonnenwende:
Es finden herrliche Straßenumzüge statt mit verkleideten Menschen in Tiergestalten. Die Menschen tragen Tiermasken, in Form von Ziegen, und anderen wilden Tieren, so wie hier die Hoabergoas und die Perchtenläufer.
Besonderes Augenmerk gilt einem Licht-Bringer unter den Umherziehenden, das ist ein junger Mann der auf seinem Kopf einen Sonnensymbol hat mit einer brennenden Kerze, oder ein junger Knabe ganz in weiß gekleidet. Er symbolisiert die wiedergeborene Sonne.
Es gibt spezielle Gesänge, und Tänze, Freudenfeuer und es ist ein fröhliches Sonnenfest. Vergleichbar mit den Perchtenläufern hier, welche ja auch singen und Tanzen und ihren Schabernack treiben.

Neu Jahr´s Tag:
Am Neujahrstag ist der Tag der Podbljunaja, was so viel heißt wie unter dem Teller. Es ist eine Zeit der Weissagungen und Zauber, so wie hier das Bleigießen der Brauch ist, gibt es da den Brauch Sprüchlein zu singen die das Jahr voraussagen. Jeder der anwesenden in dem Raum nimmt seinen Ring vom Finger und diese Ringe werden in einen mit Wasser befüllten Krug gegeben, und dieser Krug steht auf einem Teller. Nun werden verschiedene Prophetische Lieder gesungen, Reime, Weissagungen, und zu jedem Lied wird ein Ring aus dem Krug auf den Teller gelegt, und es geht dann um den Besitzer dieses Ringes.


Frühling
Strinennia
um den 9. März
D die ersten Zugvögel kehren zurück! Es wird Gebildbrot in Form von Vögeln gebacken, es gibt Lieder um den Frühling zu rufen und den Vögeln zu sagen, daß sie ja auch den Frühling vorbei schicken. Es wird auf die Bienenstöcke geklopft um den Bienen zu sagen, daß der Frühling da ist und sie aufwachen sollen.

Oh kleine Biene, liebe kleine Biene
Flieg hinaus bis über das weite Meer
Hol den goldenen Schlüssel, hol den goldenen Schlüssel
Sperre den kalten Winter ein, verschließe ihn ganz fest und gut.
Entriegle den warmen Sommer, hole den warmen Sommer hervor,
hole den warmen Sommer hervor
Einen Sommer mit ertragreichem (fruchtbaren) Getreide.

Maslenica um den 21. März
Maslenica heißt so viel wie Butterfrau, was von dem Wort Maslo (Butter) kommt. Fest der Butter und des Fettes, es ist das Fest des zurückgekehrten Lichtes, ein sehr fröhliches Fest mit vielen Spielen, Tänzen, Reiten, erste Kämpfe.
Es gibt viel und reichlich zu essen. Es ist ein Fest des Wachstums und des Reichtums. Hier wäre das zu vergleichen mit Ostara und mit Ostern!

Krasnaja Gorka der rote Berg, die rote, die schöne... am Sonntag nach Ostern
Eine Puppe Marzena wird gemacht, sie repräsentiert Großmutter Winter, die wird aus dem Dorf gebracht, und zerstört.
Nun endlich ist der Winter ganz vertrieben und hat keine Macht mehr. Es ist an der Zeit das Flachs zu beschwören, damit es eine gute und freigiebige Ernte gibt. Dies wird mit Spiraltänzen und Liedern gemacht.

Radunica am 2. Dienstag nach Ostern, oder auch Nav Dien (Tag der Toten) genannt.
Im Slavischen Kalenderjahr ist es so, daß es helle Tage in der dunklen Zeit gibt und dunkle Tage in der hellen Zeit.
Radunica ist ein dunkler Tag in der hellen Zeit, es werden besonders an die Toten gedacht, es ist ein Tag der Ahnenverehrung. So wie Halloween nur eben auch im Frühjahr.

Himmelfahrtstag 40 Tage nach Ostern
Spezielle Backwaren werden nach dem Abendbrot in das Roggenfeld gebracht, und diese Backsachen werden in die Luft geworfen, damit der Roggen so hoch wachse wie dieses Gebildbrot fliegen kann. Danach wird das Backwerk gegessen.
Es gibt Opferungen auch an die Feldgötter für eine gute Saat. Beendung der Totenzeit im Frühling.

St. Georgstag
Georg ist griechisch für Farmer. Die ersten Herden werden mit Weidenkätzchen die am Palmsonntag geweiht worden sind auf die Wiesen, und Weiden getrieben. Hierzulande vergleichbar mit dem Almauftrieb. Es gibt Segnungen und Bitten an die Götter daß sie auf die Tiere gut aufpassen mögen. Die jungen Tiere werden mit Schutzzaubern belegt.

Rusal`naia Woche original ein Abend nach Mai, nun aber 7 bis 8 Wochen nach Ostern.
Es ist ein weibliches Wasserfest viele Zauber und Spiele, Weissagungen und Heilungen. Wassergeister werden gesegnet; und es wird um Segen erbeten.

Semik Donnerstag von der Ruasal`naia Woche.
An diesem Tag wird an die Ungeborenen und nicht begrabenen Menschen gedacht, meist sind es abgetriebene, ungetaufte Kinder, Babies und im Krieg gefallene Menschen. Diesen Ahnen wird an diesem Tag gedacht.


Sommer
Kupalo um den 21., 23. Juni, Johannistag
Das Feiern des Sommers, der Kraft der Sonne, ein Badefest. Alle die an diesem Tag bei Sonnenaufgang baden, und in dem Moment im Wasser sind wo die Sonne das Wasser berührt, gibt die Sonne etwas von Ihrer Kraft an diejenigen ab, die da im Wasser sind.

Perun´s TAG 20. Juli
Perun ist einer der Hauptgötter, er ist der Donnergott. Ihm zu Ehren werden Opferungen, (heutzutage nur noch ein Stier) dargebracht um den Gott darum zu bitten, daß mit der Ernte nichts mehr schief gehen kann. Damit kein Sommersturm, Hagel, Ernteausfall oder sonstiges Übel über die Ernte kommt.


Herbst
St. Ilia´s Tag am 2. August
Herbstbeginn, es wird gesagt während dem Abendessen ist Sommer danach ist Herbst. Nach diesem Tag geht man nicht mehr in Flüssen oder Seen, Tümpeln, Teichen, etc... schwimmen, weil gesagt wird das Ilia dich verfluchen wird wenn sie dich schwimmend erwischt.

Erntefeste
Eher nützliche Feste, ab 2. August bis... - Familien schließen sich zusammen und bringen gemeinsam die Ernte ein, mit Liedern, Feiern, etc.

Yablochny/Medovoy
Apfel und Honig Ernte Fest, findet zu dem Zeitpunkt statt, wenn die Ernte soweit ist. Es werden an diesem Tag die ersten Honigwaben und Äpfel gesammelt und die Bienenstöcke mit den Bienen werden gesegnet, und man bedankt sich für diese fruchtbare Ernte.

Zaziuki un den 7. August
Fest zur Ehrung des Korns, Schnitterfest. Die erste Kornähre die geschnitten wird, wird ins Haus gebracht und wird gesegnet. Sie bekommt einen Ehrenplatz, genauso wie die letzte Kornähre die geschnitten wird, wird auch ins Haus gebracht. Diese wird auch wieder gesegnet, und geschmückt, und auf den Ehrenplatz gestellt. Dadurch wird den Ahnen gedankt, daß sie so gut auf das Korn aufgepaßt haben.
Auch Volos wird geehrt (Gott der Tiere und der Gesundheit) in dem ein schmaler Teil vom Korn nicht geschnitten wird sondern ihm zu Ehren stehen bleibt. Dieser schmale "Bart" wird verziert. Die traditionellen Symbole der Gastfreundschaft werden, auch Volos zu Ehren bei diesem Bart zurückgelassen, als Geschenkgaben.

Mokosh Tag
Mokosz bedeutet Feuchtigkeit und sie ist eine Personifizierung der feuchten Mutter Erde. Sie ist eine Schicksalsgöttin.
Mokosh wird am Freitag zwischen dem 25. Oktober und dem 1. November verehrt. Ihr werden die letzten vegetarischen Früchte die das Land zu bieten hat dargebracht. Sie wird geehrt und es wird Ihr gedankt für diese wunderbaren Gaben.


Fledermaus


Religion und Kultur - Teil III 25.12.2016
Religion und Kultur - Teil II 03.12.2016
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