Betreuung gesucht für WurzelWerk's


Leben in Gemeinschaft

In den letzten 30 Jahren hat sich das gemeinschaftliche Wohnen als innovative Wohnform rund um die Welt erfolgreich etabliert. Man bezeichnet die spezielle Form des gemeinschaftlichen Wohnens, in der eine geplante Gemeinschaft in privaten Wohnungen oder Häusern und ergänzenden Gemeinschaftseinrichtungen lebt, als Cohousing.

Die Grundidee des Cohousing stammt aus dem nordeuropäischen Raum, im besonderen aus Dänemark, wo in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts Gruppen von Familien begannen, sich mit neuen Formen des Zusammenlebens auseinanderzusetzen. Neben Nordeuropa ist vor allem in den USA und in Kanada das Cohousing weit verbreitet - heute existieren dort über 80 funktionierende Siedlungen dieser Art, über 100 sind aktuell in der Planungsphase. Auch in Österreich, Deutschland, Australien, England und anderen Teilen der Welt existieren Gemeinschaftssiedlungen.

Eine Cohousing-Siedlung ist Eigentum der darin lebenden Bewohner und wird gemeinsam geplant und bewirtschaftet, mit dem gemeinsamen Ziel, die Interaktion der Mitglieder untereinander sowie auch mit den umliegenden Nachbarn zu fördern. Zu den obengenannten Gemeinschaftseinrichtungen zählen etwa große Küchen und Speisezimmer, in denen die Bewohner abwechselnd für die Gemeinschaft kochen können. Andere mögliche Gemeinschaftseinrichtungen wären beispielsweise Waschküchen, Büros, Werkstätten, Bibliotheken oder Fitness-Studios.

Die Bewohner sind eigenverantwortlich für den Betrieb und die Erhaltung der Wohnanlage. Es gibt keine hierarchische Struktur und die einzelnen Haushalte sind finanziell unabhängig von der Gemeinschaft.

Immer mehr Menschen streben ein Leben in Gemeinschaft an, weil sie die Vorteile des gemeinschaftlichen Wohnens erkennen.

Diese Vorteile sind z.B.:

  • Entlastung durch gemeinsames Kochen, gegenseitige Beaufsichtigung der Kinder, Mitnehmen von Einkäufen,...
  • Keine Isolation, da genug Möglichkeit besteht ohne großen Aufwand Kontakte zu pflegen.
  • Kostenersparnis durch Gemeinschaftsanschaffungen oder gegenseitiges Borgen von Anschaffungen.
  • Enlastung der Umwelt durch Fahrgemeinschaften, weniger zu entsorgender Müll durch gemeinsame Anschaffungen
  • Sicheres und geschütztes Umfeld
  • Die Möglichkeit Gemeinschaftseinrichtungen zu nutzen. Die Gruppe kann gemeinsam Einrichtungen schaffen, die man sich alleine nicht leisten könnte.
  • Gegenseitige Hilfe. Jeder kann vom Wissen und den Fähigkeiten der Mitbewohner profitieren.

Zur Zeit enstehen auch in Österreich einige neue Gemeinschaftswohnprojekte darunter  das Projekt:


Liv-Leben individuell, verbunden

Liv ist ein ökologisch orientiertes Gemeinschaftswohnprojekt, das die Vorteile des gemeinschaftlichen Wohnens mit viel Raum für Individualität und Privatsphäre vereint.

Der Name Liv bedeutet Leben und Schutz. Dadurch soll die Lebendigkeit und Lebensfreude aber auch der Halt und die gegenseiteige Hilfe, die man in einer Gemeinschaft finden kann, ausgedrückt werden und gleichzeitig die Absicht ökologisch verantwortungsvoll zu Handeln verdeutlicht werden.

Die Siedlung bietet für mindestens 9 Haushalte Platz und wird sowohl aus privaten Wohnhäusern und Gärten der einzelnen Mitglieder als auch aus verschiedenen Gemeinschaftseinrichtungen der gesamten Gruppe bestehen.

Ein wichtiger Ansatzpunkt von Liv-Leben individuell, verbunden ist es, die Gemeinschaftseinrichtungen eher in kleinem Ausmaß anzulegen, um die Kosten für die Bewohner möglichst gering zu halten und auch Leuten mit niedrigem Budget eine Teilnahme am Projekt zu ermöglichen.

Der Bau der Siedlung wird von den Mitgliedern der Gemeinschaft selbst organisiert.

Dazu wird von den zukünftigen Bewohneren eine Eigentümergemeinschaft gegründet.

Für die Umsetzung diese Projekts wurde inzwischen ein passendes Grundstück gefunden, das ca.30-40 Minuten von Wien entfernt liegt.

Das ca. 1 ha große Grundstück wurde bereits parzelliert. Auf den äußeren Parzellen sollen Wohnmöglichkeiten für die Mitglieder der Gemeinschaft geschaffen werden, während die Parzellen im Zentrum als Gemeinschaftsgrund dienen sollen. Jeder Haushalt ist für die Errichtung seiner Wohneinheit selbst verantwortlich und kann diese frei gestalten. Der Gemeinschaftsgrund wird von der Gruppe gemeinsam, möglichst nach dem Prinzip der Permakultur, gestaltet. Da die Grundstücks-Widmung auf Bauland-Agrar lautet würde auch die Haltung von Tieren kein Problem darstellen.

Für das Projekt Liv werden noch weitere zukünftige Bewohner, die ihre Ideen und Visionen einbringen wollen, gesucht. Die Gruppe soll sich gut durchmischt aus Familien, Singles, Paare, AlleinerzieherInnen, älteren Menschen,... zusammensetzen, die gemeinsam eine tragfähige Gemeinschaft bilden.

So soll ein Ort entstehen, an dem die Menschen in Einklang mit der Natur leben und sich einander in Freundschaft und Verbundenheit begegnen.

Genauere Informationen zum Projekt

Buchtipps:
Eurotopia-Verzeichnis: Gemeinschaften und Ökodörfer in Europa
Martin Stengel, Julia Kommerell
Eurotopia Verlag, 2007
The Cohousing Handbook: Building a Place for Community
Scotthanson, C. and K. Scotthanson
New Society Publishers., 2004
Cohousing: A Contemporary Approach to Housing Ourselves
Kathryn McCamant, Charles R. Durrett
Univ of California Press, 1994
Redesigning the American Dream: Gender, Housing, and Family Life
Dolores Hayden
W.W. Norton & Company, New York 1984

Links:
http://www.austrotopia.mixxt.at
http://www.gemeinsam-bauen-wohnen.org
http://www.eurotopia.de


Beatrix


Betrachtungen zu den Erntedankfesten     Roadman & Anufa, 05.11.2016
Fluch, Segen und der Gesang der "Social Sirens"     Dreamdancer, 20.08.2016
Ein Blick auf die Heidenszene ... im Duett - Teil IV     Anufa & Sat-Ma´at, 16.07.2016
Das Mariendilemma     Mo von Elfhame, 02.07.2016
Ein Blick auf die Heidenszene ... im Duett - Teil III     Anufa & Sat-Ma´at, 14.05.2016
Ein Blick auf die Heidenszene ... im Duett - Teil II     Anufa & Sat-Ma´at, 30.04.2016
Ein Blick auf die Heidenszene ... im Duett - Teil I     Anufa & Sat-Ma´at, 09.04.2016
Enttäuschung     Chia, 19.03.2016
Aontacht-Interview mit Kristoffer Hughes - Teil V     Renard, 13.02.2016
Aontacht-Interview mit Kristoffer Hughes - Teil IV     Renard, 09.01.2016
Ein Blick nach innen     Angelika Aliti & Anufa, 12.12.2015
Aontacht-Interview mit Kristoffer Hughes - Teil III     Renard, 29.08.2015
Aontacht-Interview mit Kristoffer Hughes - Teil II     Renard, 12.07.2015
Aontacht-Interview mit Kristoffer Hughes - Teil I     Renard, 13.06.2015
Meinung oder Haltung? Und was genau ist eigentlich Verantwortung?     Angelika Aliti, 25.04.2015
Kritische Gedanken zur Weihnacht     Mo von Elfhame & Anufa, 10.01.2015
Intuition und Wachheit     Angelika Aliti, 31.08.2014
Das Problem mit der Figur - Teil II     Hrafna Kona, 31.05.2014
Das Problem mit der Figur - Teil I     Hrafna Kona, 19.04.2014
Ich erzähl´ dir was von mir und aus meinem Leben - Teil I     Uhanek & Anufa, 25.01.2014
Meinung ist nicht Wissen     Niels Koschoreck, 28.09.2013
Anders sein     Karan, 29.06.2013
UPG, Doxa oder "Aber für MICH ist das so…"     Sat-Ma´at, 30.03.2013
Schublade auf und rein mit dir!     MartinM, 05.01.2013
Wir sind immer noch am heidnischen Kinderspielplatz, also lasst uns spielen!     Damh, the Bard, 22.09.2012
Leben in Gemeinschaft     Beatrix, 04.08.2012
Ressourcen und deren Verschwendung - Teil IV     Merienptah, 09.06.2012
Ressourcen und deren Verschwendung - Teil III     Merienptah, 19.05.2012
Ressourcen und deren Verschwendung - Teil II     Merienptah, 05.05.2012
Ressourcen und deren Verschwendung - Teil I     Merienptah, 28.04.2012
Wie positives Denken verblödet (und wie Du das verhinderst)     Nils Koschoreck, 28.01.2012
Es endet das Jahr und noch so Einiges...     Anufa, 05.11.2011
Wie alles begann ... - Teil IV     Crysalgira, 09.07.2011
Wie alles begann ... - Teil III     Crysalgira, 02.07.2011
Grundlagen des Gruppenbewusstseins - Teil III     Matthew Webb, 04.06.2011
Wie alles begann ... - Teil II     Crysalgira, 28.05.2011
Wie alles begann ... - Teil I     Crysalgira, 14.05.2011
Grundlagen des Gruppenbewusstseins - Teil II     Matthew Webb, 26.03.2011
Lass uns drüber reden! - Teil II     Anufa, 19.02.2011
Lass uns drüber reden! - Teil I     Anufa, 05.02.2011
Grundlagen des Gruppenbewusstseins - Teil I     Matthew Webb, 23.01.2011
Mein Heidentum - Teil II     Gwydion, 30.10.2010
Mein Heidentum - Teil I     Gwydion, 09.10.2010
Pagan Federation Austria: Die Anfänge 2002 – 2007     Karen, 19.06.2010
Als ich meinen ersten Hahn opferte - Teil II     Mc Claudia, 13.03.2010
Als ich meinen ersten Hahn opferte - Teil I     Mc Claudia, 06.03.2010
Mara     Pferdekrähe, 12.12.2009
Ein Blick zurück: das Neuheidentum im Realitätscheck     Crick, 12.09.2009
Die Anderswelt     Moira, 17.05.2009
Darf Bildung Spaß machen?     Florian Machl, 07.03.2009
Auf der Suche nach dem heiligen Gral - Teil II     Merlin, 13.12.2008
Auf der Suche nach dem heiligen Gral - Teil I     Merlin, 29.11.2008
Die Hexen von der Blockheide     Lucia, 09.08.2008
Die ewige Stadt - Teil II     Cinis, 09.02.2008
Die ewige Stadt - Teil I     Cinis, 19.01.2008
Ebriosi - Teil II     Cinis, 11.08.2007
Ebriosi - Teil I     Cinis, 04.08.2007
Lapis Serpentis stellt sich vor     Cinis, 12.05.2007
2012 geht die Welt unter     Doc F, 31.03.2007
„Erinnerung“ oder „Woher komme ich"     MadameMim, 17.03.2007
3.065 Kilometer - Pilgerritt nach Santiago de Compostela - Teil II     Cinis, 09.12.2006
3.065 Kilometer - Pilgerritt nach Santiago de Compostela - Teil I     Cinis, 02.12.2006
Die Liebesringe     Dibe Yassi, 04.11.2006
Lilythias BBnC Tagebuch - Teil II     Lilythia, 19.08.2006
Lilythias BBnC Tagebuch - Teil I     Lilythia, 12.08.2006
Wer war Ötzi?     Werner, 15.04.2006
Das WurzelWerk im Naturhistorischen Museum     LadyPurple & Anufa, 11.02.2006
Mitterkirchen     Shambir, 10.09.2005
Interview mit Kate West - Teil II     LadyPurple, 21.05.2005
Interview mit Kate West - Teil I     LadyPurple, 14.05.2005
Vor der Flut 2004 in Indien     Wolle, 05.02.2005
Transformation… Metamorphosen… Schwellen…     Striga, 08.01.2005
Die Dunkelheit     Striga, 30.10.2004
Die Welt der Maori     Werner, 25.09.2004
Tut Ankh Amun – das goldene Jenseits     Mhari, 15.05.2004
BBnC     JamesVermont, 17.04.2004
Totenfeier bei den Maori     Werner, 20.03.2004
Ein Tag in Neunkirchen     Fledermaus, 07.02.2004
Von Ostara nach Mabon - oder: Wohin die Gezeiten dich tragen     Brighid, 04.10.2003
Nihon     Striga, 23.08.2003
Ostara auf Gran Canaria     Brighid, 21.06.2003
Das Abenteuer «Staatliche Anerkennung»     Freyjatru, 26.04.2003
Silberwolf - mein Weg     Silberwolf, 08.03.2003
Samhain in Neuseeland     Werner, 09.11.2002
Unser Sommer-Sonnwendfest in Neuseeland     Werner, 14.07.2002
Wenn Hexen in den Wald gehen     LadyPurple, 18.05.2002
Land- oder Stadthexe?!     Brighid, 11.05.2002
Wie wir in Neuseeland Beltane feiern     Werner, 19.03.2002
Die Anfertigung traditioneller Maori-Flöten     Werner, 09.03.2002
Otro buon dia en paraiso     Brighid, 17.02.2002
Ein keltischer Traum - Teil III     Werner, 27.01.2002
Ein keltischer Traum - Teil II     Werner, 27.01.2002
Ein keltischer Traum - Teil I     Werner, 27.01.2002
Wie der Tarot in meine Welt kam     Hermilin, 14.12.2001
Ich hab Wurzeln! Namasté!     Hermilin, 23.11.2001
Meine ersten Erlebnisse mit Runen     Baital, 13.10.2001
Ein spiritueller Lebensweg     Zora, 30.08.2001
Duke Meyer - Heidnischer Glaube in der Kunst - Teil II     Zora, 28.08.2001
Duke Meyer - Heidnischer Glaube in der Kunst - Teil I     Zora, 28.08.2001



               
                   
                   



    

© WurzelWerk · 2001-2017