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Grundlagen des Gruppenbewusstseins   Teil II
Geschrieben von Matthew Webb und übersetzt von Moi


Jeder, der schon einmal vor einer Gruppe gesprochen hat, weiß, dass mit dieser Erfahrung ein seltsames Gefühl verbunden ist. Die Kehle ist oft wie zugeschnürt oder man bekommt Schmetterlinge im Bauch. Dieses Gefühl - im Mittelpunkt zu stehen - kann durchaus belastend sein. Indem sie diesen Fakt nützen, können probate Redner diese Tendenz umkehren.

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Die Ähnlichkeiten zwischen einem Zwei-Wegeradio und dem menschlichen Körper können ziemlich verwunderlich sein. Körper bzw. Geist strahlen kontinuierlich alle Aspekte unseres Innenlebens an die Umwelt ab, im Gegenzug bekommt der Mensch auf die selbe Weise Informationen von außen. Spüren wir bei Vorgesetzten oder Arbeitskollegen Wohlwollen oder auch Ärger, wird dies in unserem Körper als unmissverständliches Anzeichen einer auf uns gerichteten Gemütsverfassung registriert. Wenn eine Person etwas sagt, wir aber zur selben Zeit etwas anderes spüren, wissen wir, dass da etwas nicht stimmt. Somit liegt es in der menschlichen, (übersinnlichen) sensorischen Macht,

Lügen oder sogar den Grad einer Lüge zu erkennen, sobald sie ausgesprochen wurden. Man spricht vom „Bauchgefühl“ oder einer „Ahnung“ den Absichten anderer gegenüber. Es ist gang und gäbe, sein Vorgehen aufgrund von „intuitiven Eindrücken“ zu verändern, weil wir spüren, dass ein anderer Denkansatz erforderlich ist. Beim Betreten eines schon belegten Raumes erfasst man augenblicklich die „vibes“, die „Atmosphäre“ oder auch „die Präsenz“ der anwesenden.Gefühle im Körper zeigen uns dann an, ob der vorherrschende Raum zu uns passt oder nicht.

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir anerkennen, dass übersinnliche Phänomene nicht nur existieren, sondern die Basis unserer alltäglichen Interaktionen darstellen.

Dass Gefühle von Mensch zu Mensch übermittelt werden ist allgemein bekannt.   Impliziert  wird dabei, dass unsere Absichten umgehend auch in den uns unmittelbar umgebenden Absichten Effekte erzeugen.Ob wir dieses Phänomen als „übersinnlich“ bezeichnen wollen oder nicht ist irrelevant. Maßgeblich ist, dass die Einflussnahme zwischen Personen eher die Regel als die Ausnahme darstellt. Ein Feingefühl für Übersinnliches ist nicht das alleinige Privileg der außergewöhnlich Talentierten. Jede Person, eigentlich sogar jedes lebende Wesen, wurde zu einem gewissen Grad mit solch einem Feingefühl geboren, welches - unabhängig von übernommenen Glaubensstrukturen- auch nicht wirklich unterdrückt werden kann.

Der Grad der übersinnlichen Feinfühligkeit und Kraft variiert von Tag zu Tag, von Person zu Person und hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Materialistische oder andere einschränkende (Glaubens-)Strukturen wirken in verschiedenem Maße blockierend auf unsere übersinnliche Begabung. Diese Wirkung kann durch eine offene Begutachtung der tagtäglichen Erlebnisse und durch Meditation aufgehoben werden.

Die psychische Kraft wird von Gefühlszuständen und Willenskraft beeinflusst.Die  „Aussendung“ unseres Innenlebens  neigt dazu kraftvoller zu werden, je intensiver wir etwas empfinden oder uns ganz gezielt auf etwas konzentrieren. Dieses Naturgesetz lässt sich mit einem Funkturm vergleichen, der sein Sendegebiet ausweitet indem er mehr Energie sowie eine stabile Frequenz verwendet.

Im Falle des menschlichen Körpers/Geists bezeichnet man diesen Strom als „Chi“(ursprünglich ein chinesischer Begriff, auch bekannt als „ki“ in Japan, „prana“ in Indien und „Orgon“ im Westen) oder Lebensenergie deren Maß in Zeiten starker Gefühle, Überzeugungen und/oder geistigem Fokus zunimmt. Unser Senden setzt sich aus Gefühls-Trägerwellen zusammen welche als Information  Gedanken transportieren.

Betrachten wir die Traditionen der Ureinwohner überall auf der Welt sowie die östliche Philosophie genauer, wiederholt sich immer wieder die Thematik „ Wir sind alle miteinander verbunden“ oder „Das Netz des Lebens bleibt ungebrochen“. Abgesehen von der Tatsache dass alles Leben eine starke chemische Verwandtschaft hat bedeutet dies dass wir auf einer subtilen, psychischen Ebene eine konstante Verbindung der Gedanken erleben. In jedem Moment während Arbeit, Spiel, Diskussion, Sex, Meinungsverschiedenheit, Eintracht oder Schlaf bleibt diese Verbindung ungebrochen, und eigentlich kann sie auch überhaupt nicht unterbrochen werden. Dieses physikalische Gesetz ist – wie alle anderen auch – gleichbleibend und unabänderlich. Wie bei der Übertragung der Radiowellen findet auch die menschliche, psychische Interaktion über solche Prinzipien wie Frequenz, Resonanz, Dissonanz und Ausstrahlungskraft statt. Wenn verschiedene Radiostationen derselben Frequenz und von derselben Stelle gleichzeitig ausstrahlen, so dehnt sich ihre Reichweite außerordentlich aus. Dasselbe trifft auf Gruppen von Menschen zu, die sich auf ähnliche Weise, aus demselben Grund, auf etwas fokussieren. Ein Okkultist bemerkt Beispiele dieses Umstandes, wenn er den starken Einfluss von Festtagsgesellschaften oder anderen Zusammenkünften spürt. Jeder der schon einmal bei einem Konzert, einer Sportveranstaltung oder einem spirituellen Treffen war, weiß, dass mit einer großen Anzahl stärkere Gefühle einhergehen. Mit anderen Worten, geht mit auf ähnliche Art fokussierten Gedanken eine größere Ausströmung psychischer Kraft einher. Diese Kraft kann vom Körper problemlos in Form von empfangenen Wellen und Teilchen von Chi erkannt, und als Emotion gefühlt werden (oder als Wörter und Bilder in der Seele).


Ende Teil II


Matthew Webb


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