Auf der Suche nach dem heiligen Gral   Teil II

Persönliche Eindrücke einer Reise nach innen und außen

1. Frage: Zu welchem Zweck wurde dieses Monument gebaut.
Antwort: "Im Himmel"!
Aha
2. Frage: Wie wurden diese mächtigen Steine aufgestellt:
Antwort: "Mit Liebe"!
Aha

Also so ein Käse, kamen da keine "vernünftigen" Antworten?
Wir legten uns, nachdem wir noch eine Weile diskutierten, alsbald schlafen. Und siehe da im Traum kamen die, für uns verständlichen, Antworten. Die möchtet ihr jetzt auch gern wissen, gell? Tut leid, aber es ist mir und auch meiner Gemahlin nicht möglich, diese "Gefühle" in Worte zu fassen. Aber wir haben auch heute noch das Gefühl, zu wissen!
Was mir aber dabei klar (Verstand) wurde war Folgendes: So gehts net. Das heißt, wenn ich mit "Qualitäten" der damaligen Zeit kommunizieren möchte, ist unsere Denkweise fehl am Platz. Was kann eine Wesenheit mit unserer heutigen Sprache, mit unserem heutigen dualistischem Denken anfangen?

Resümee meiner Reise in die Bretagne: Mir ging es wie Lancelot, ich hatte die falschen Fragen gestellt. Kurz durfte ich einen Blick auf den hl. Gral werfen, das war es auch schon.
Es hatte sich aber trotzdem gelohnt, denn ich erlangte die Fähigkeit (meistens passierts aber), bewusst in die Vergangenheit zurück zu reisen. Wie? Na, nicht mit dem Baedecker in der Hand, sondern auf emotionaler Ebene. Hatte ich schon ein kleines Bisschen vom Kelch genippt?


Dem Gral ist es egal wie Du ihn findest!

Frei nach einem Lieblingsbuch von mir: "Der Erleuchtung ist es egal wie Du sie erlangst", oder "Dem Tod ist es egal wie Du stirbst".
Auf den Spuren des hl. Grals. Unter diesem Titel machten wir uns 1995 auf nach England. Mit unserem buntbemalten VW Bus, Grundfarbe weiss mit grünen Schriftzügen wie "et in arcadia ego", oder "ewige Blumenkraft", so nach R.A. Wilson, und jede Menge von "Höhlenmalereien" und Symbolen, machten wir uns auf. An jeder Grenze erwarteten wir die Suchtgiftbullen, aber zu unserer Überraschung wurden wir kein einziges Mal aufgehalten. Dachten wohl, na ein paar so übrig gebliebene 68er.
Kaum waren wir in Dover gelandet hätte ich eigentlich schon wieder nach Hause fahren können, denn ich hatte für mich, den hl. Gral gefunden. Und das kam so.

Wir besuchten als erstes eine anglikanische Kirche, die in der Nähe eines ehemaligen römischen Kastells stand. Fragt mich nicht wo genau das war. Jedenfalls war bei betreten gerade eine Messe im Gange und wir wurden von einer netten älteren Dame aufgefordert doch beim hl. Abendmahl teil zunehmen. Äh, ja, mhh, mpf, nee danke sehr aufmerksam, aber ja äh. Wir beide hatten ja bei so was noch nie so direkt daran teilgenommen und lehnten daher dankend ab. Minuten später vollzog der Priester die Wandlung. So mit Hostie im Kelch und wir blickten uns an, dann so ein Geisteblitz spontan, "Alle Götter sind ein Gott", bitte net falsch verstehen, dann doch Teilnahme am Abendmahl.
Ich stellte mich vor den Priester, knien war nicht drin, blickte ihm in die Augen. Er war deutlich verunsichert, legte mir die Hostie auf die Zunge und plötzlich... Ich kann es nur mit mageren Worten beschreiben, es war ein Gefühl der "Macht" das mich durchflutete. Ich hatte das Gefühl die Kirche mit meinen Händen hochheben zu können. Ein Gefühl der Euphorie und der Kraft.
Morgane blickte mich verwundert an, sie hatte zwar nichts an sich wahrgenommen, spürte aber meine Veränderung.

Als wir die Kirche verließen kam uns der Priester nach und wollte wissen wer wir seien und von wo wir herkamen. Er war noch immer verunsichert und ich hatte dass Gefühl er sah in uns was Besonderes, das er nicht einordnen konnte.

Anschließend, es war so um die Mittagszeit, fuhren wir zum Long Men. Ich weiß heute nicht mehr wie das Städtchen hieß. Dieser Long Men ist vielleicht bekannt. Es ist eine ca. 20 m hohe Figur die aus dem Gras "gekratzt" wurde, so dass sie weiß aus dem Kalkgestein hervorsticht. Ein Mann mit zwei Stäben in den Händen und einem eregiertem Pennis. Diese Figur liegt an einem halbkreisförmigen Hügel der ca. einen halben Kilometer lang und ca. 150 m hoch ist. Am Fuße gibt es einen künstlichen kleinen Hügel, wo viele meinen hier sei der "Ritualplatz". Keiner weiß welchen Zweck dieses Monument hat, es gibt nur Vermutungen.

Wer mich kennt, weiß das ich kein begnadeter Fußgeher bin und doch, mit der Kraft die in mir innewohnte, fasste ich Morgane an der Hand, lief den Hügel hinauf und wusste in diesem Augenblick, welcher Zweck hier, von unseren Ahnen, verfolgt wurde. Es ist ein Parabolspiegel, der die Kraft der "Sonne" in das Land leitet um es fruchtbar zu machen. Hier oben wurden Fruchtbarkeitsrituale vollzogen, die "Hieros gamos" die Hl. Hochzeit.

Trotz ca. fünfzig Autobussen die da unten standen und jederzeit erwarten ließen, dass Menschen hier heraufkamen, fielen wir in ein "Raum - Zeitloch" und vollzogen die hl. Hochzeit auf diesem Ort.
Erst als wir wieder "zu uns" kamen, sahen wir die ersten Touristen den Hang heraufkommen.

Tja, für mich hatte ich den hl. Gral gefunden. Er war immer in mir gewesen, sowie er auch in Euch ist.

Ich schöpfe noch heute die "Craft" aus ihm, aus diesem Erlebnis.
Ich bitte Euch, respektiert dieses mein subjektives und auch intimes, Erlebnis. Warum ich es dann erzähle? Weil ich weiß, wie leicht es ist "ihn" zu finden und wir Menschen es uns nur leider sehr schwer machen. Weil wir an die Einfachheit des Natürlichen nicht glauben wollen.


Merlin


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