Auf der Suche nach dem heiligen Gral   Teil I

Persönliche Eindrücke einer Reise nach innen und außen.

Kurze Einleitung zum besseren Verständnis (es kommt nämlich eine lange, lange Geschichte)

1988 Morgane und ich heiraten nach Wicca Ritus, nach einem Jahr beschnuppern. Gleiche Interessen und noch so einiges anderes führen zu dieser Schicksal haften Entscheidung. 1989 I. Grad Initiation in einem Ösi-Coven. Starke Affinität zur Artuslegende und zu Merlin. Mein damaliger "Nick", Nilrem, da ich der Meinung war, ein bisserl habe ich ja von "Ihm", aber ich kann nicht "Er" sein. Warum diese Affinität, naja so ein bisserl haben wir beide eine ähnliche Geschichte, nur mit den Vorhersagen haperts etwas. Hauptinteresse liegt bei der Geomantie, im Sinne von "Aus der Erde lesen". Literatur verschlingen und aufmachen auf die Suche nach Orten der Kraft, sind eins. 1991 II. Grad Initiation, eindrucksvolles Ritual! Gründung eines eigenen Coven, öffentliches zur Schau stellen meiner Person bei Seminaren. Doch da ist noch etwas anderes, so ganz befriedigt mich das alles nicht. Ein so genanntes "Seelenziehen" tritt immer häufiger auf. Jegliche Literatur über Merlin und die Gralslegende ist zwar recht spannend, aber...


Was ist der Gral? Wo finde ich ihn?

Erste Reise in die Bretagne 1993
Da ja die Artusgeschichte in den drei Gegenden Bretagne, Cornwall und Wales, sehr ähnlich sind (mit dem Unterschied, das Artus in Wales kein König sondern ein Riese ist) bleiben wir mal auf dem Festland, kostet etwas weniger.
Bitte um Vergebung wenn ich nicht mehr alle Ortsnamen verwende, Alzheimer hat schon gnadenlos zu geschlagen, und ich möchte hier frei schreiben ohne erst in Büchern nachzuschlagen.

Erste Station Chartre. Hier sollen ja mal "Zigeuner" (ist zwar nicht politisch korrekt aber das Bild das da hinter steht, nicht das von "bringt die Wäsche ins Haus...", sondern die ursprüngliche Weisheit der Zigeuner) eine "Kultstätte" gehabt haben. Naja, erste Enttäuschung. Das berühmte Labyrinth mit Stühlen verstellt. Die sieben Quellen in der Kirche seit längerer Zeit trockengelegt. Kommerz wohin man blickt. Liegt es aber vielleicht daran, dass die Erwartungen zu hoch geschraubt waren? Liegt es daran, dass mein Bild von Literatur geprägt war und ich nicht frei "Wahrnehmen" konnte?
Noch war es mir nicht klar. Machen wir halt ein bisserl was für den "Verstand". "Kontrollieren" wir die Situation mit Wünschelrute und Pendel. Im nachhinein gesehen war es ein Intellektfurz, denn ich bekam das bestätigt was ich erwartete! Einiges fiel mir trotzdem auf. z.B. im großen runden Fenster über dem Hauptportal ist ein gekreuzigter Jesus zu sehen mit einem Bocksbein! (Nur mit dem Tele wahrzunehmen) Oder das eigenartige Gefühl beim Altar der schwarzen Madonna, aber Gefühle???

Nächste Station der Wald von Broceliande: na da gibt es was auf der emotionalen Ebene, der See von Morgaine, das Tal ohne Wiederkehr oder so ähnlich, der Artussitz, die Quelle des schwarzen Ritter, wo ich spontan ein wirkliches Opfer brachte, nämlich ein Gegenstand meines Mentors, den ich zur Ini bekommen hatte. Na und natürlich, das Grab Merlins. Auf einer mit Brombeer- und Weißdornbüschen umrandeten Wiese, steht ein ca. 2,5m hoher Menhir, überwachsen von einem Weißdornbusch. Auf diesem hängt eine Unzahl von kleinen geflochtenen Kränzen und Bänder. Wir wollten hier übernachten. Es war August und es hatte seit 8 Wochen nicht geregnet. Daher legten wir uns nur auf unsere Schlafsäcke. Kaum war es dämmrig geworden, traf noch eine Gruppe junger Leuts ein, die sich vis a vis von uns niederließen und ihren Ghettoblaster erschallen ließen. Morgane packte ihre Harfe aus und ich trommelte leise auf meiner Rahmentrommel mit. Zu unserer Überraschung dauerte es keine fünf Minuten und die Youngsters drehten ihre Lärmkanone ab und lauschten ergriffen unsere Darbietung.
Als wir in dieser sternenklaren Nacht dann plötzlich um ca. 1/2 2 Uhr erwachten, bot sich uns ein überwältigender Anblick. Soooo einen Himmel hatten wir vorher noch nie gesehen. Es war aber zugleich das Gefühl das wir beide hatten. "Er" war da!


Der hl. Gral ein Symbol? Ein Kelch mit dem Blute Christi? Ein Kessel der Fülle? Ein Stein?

Ein Symbol des Zulassens, der Intuition, des weiblichen Prinzips? Ein Symbol der reinen, archaischen, nicht von Gesselschaft, Erziehung etc. beeinflussten Gefühle?
Aber da gibt es ja doch die Fakten! Äh, Fakten. Geschichten sind es, wie auch diese. An die 400 Bücher die dieses Thema behandeln (auch in Richtung Geomantie) hatte ich damals zu Hause. Als ich dann nach England fuhr, hab ich sie alle verkauft! Also mit dem Wissen, war ich doch schon ein "Experte" und so stand einer weiteren Forschung nichts im Wege. Ich wollte machen! Macho, Macho, männliches Prinzip.

Vier Wochen waren wir schon in der Bretagne als wir nach Carnac kamen. So manchen Ort hatten wir bisher untersucht, vom hl. Gral keine Spur. Für Carnac hatten wir uns vorgenommen, dem Geheimnis dieser monumentalen Steinsetzung auf die Schliche zu kommen. War es ein Zwischenlager von Obelix? Ein Observatorium? Ein Kalender? Ein Kommunikationsplatz zur Anderswelt? (Letzteres traf es am ehesten!)

Zu diesem Zweck hatten wir ein hochwissenschaftliches Gerät zu Verfügung, ein Quia Board. In einer Vollmondnacht saßen wir nun inmitten der Steine. Da gibt es nämlich sogar einen, der bis zu seiner Basis freigelegt wurde. Am Fuße dieses Steines befindet sich eine eingravierte Schlange. Mit den Beinen im Loch baumelnd saßen wir im silbernen Mondlicht und warteten auf die Erkenntnisse, die uns das Board überbringen würde.


Ende Teil I


Merlin


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