Lapis Serpentis stellt sich vor
Musik aus einer Zeit, als Amerika noch Indien war und die Sonne um die Erde sich drehte...

Die Mittelalterszene zieht immer mehr Menschen an, mit den wachsenden Besucherzahlen auf den Mittelalterfesten erfreut sich natürlich auch die dazugehörige Musik immer größerer Beliebtheit. Doch wer sind die Musiker, die dort auf der Bühne stehen? Was bewegt sie dazu, oft durch ganz Österreich oder gar ins Ausland zu fahren, um dort auf einer Bühne vor oder in einer Burg mit ihrer doch bis jetzt eher im Abseits gestandenen Musik die Leute zu faszinieren?

Ich möchte euch hier eine siebenköpfige Truppe vorstellen, die sich schon in so manche Herzen gespielt hat. Die abseits von Dudelsackgetöse und Marktgeschrei mitunter auch aufgrund ihrer Kreativität heraussticht...

Lapis Serpentis wurde bereits im Jahr 2001 gegründet, aus einem etwas ungewöhnlicheren Umstand heraus – wie das unter Musikern halt so ist...
Helga, Julia, Margie, Gabor, Alexander, Helmut und Anatol erzählen:


Wann wurde Lapis Serpentis gegründet?
„Vor einigen Jahren saß ich zusammen mit Gabor auf dem Balkon von einem gemeinsamen Freund und wir hörten AC/DC. Er hatte damals seine Tin Whistle dabei und ich hab ihn mehr im Scherz gefragt, ob er das auf seinem Instrument spielen könne. Tatsächlich pfeifte er nach ein paar Minuten herumprobieren das Thema von Hells Bells auf diesem Blechrohr. Ich war begeistert und einige Zeit später, im Frühling 2001, haben wir zusammen mit Towe Krieger die Band gegründet. Sehr bald darauf kam Margie dazu, Towe stieg aus, Alex kam, dann Julia, Helmut und schließlich Helga.“ (Anatol)
„Also mich gibt es seit 1980, obwohl ich mich meiner eigenen Bewusstwerdung nicht mehr entsinnen kann (soweit die überhaupt schon stattgefunden hat..). Bei Lapis spiel ich seit Oktober 2004.“ (Helmut)

Lapis Serpentis beschränkt sich mit ihrer Musik nicht nur stur aufs Mittelalter, sondern sie spielen eine Mischung aus alter Musik – laut Julia frei interpretiert aus dem Mittelalter, Rennaisance und Folk.
Unsere Musik ist...“ Rot bis aquamarinblau, stachelig weich, leicht halluzinogen, mit einem zarten Heidelbeer, Koriander Aroma.“ (Helmut)
„Helmut verwendet gerne den Ausdruck Nachtfolk, ich würds als
psychodelischen Folk bezeichnen, wenn ich von unseren neuesten Liedern
ausgehe.“ (Alexander)
Mitunter kommen viele Liedertexte aus ihrer eigenen Feder, und es werden immer mehr.


Spielen alte Sagen, Mythen eine Rolle in euren Texten?
„Für mich sehr! Die alpine Anderswelt ist mein liebstes Rückzugsgebiet, wobei es mir vor allem das Nachtvolk angetan hat!“ (Helmut)


Welchen Stellenwert genau hat die Musik in eurem Leben, bzw. was bedeutet sie euch?

„Ohne Musik wär das Leben schwer farblos. Musik ist für mich sehr wichtig, solange sie inspiriert“ (Alexander)
„In meinem Leben hat Musik einen sehr wichtigen Stellenwert. Ich habe schon sehr früh damit begonnen, Klavierunterricht zu nehmen und studiere jetzt Musik und Bewegungspädagogik an der Musikuni; werde also auch bald als Musiklehrerin tätig sein.
Musik machen ist für mich ein Weg, mich selbst auszudrücken. Musik hören bedeutet für mich (im Idealfall) Horizonterweiterung. Ich bin immer wieder fasziniert davon, was Musik in Menschen auslösen kann und welchen sozialen bzw. kommunikativen Aspekt sie besitzt.“(Julia)
“Ist für mich eine absolute Notwendigkeit, sowohl aktiv als auch passiv. Musik ist eine sehr wichtige Form Dinge auszudrücken, für die Sprache allein nicht ausreicht.
Ich kann fast jedem Musikstil etwas abgewinnen sofern die Stücke eine gewisse Qualität haben und ich mich in irgendeinen Bezug zu ihnen stellen kann.“ (Anatol)


In der Mittelalterszene tummeln sich viele Hexen/Heiden. Habt ihr selbst ein magisches Weltbild, glaubt ihr an Götter, bzw. wie sieht euer religiöses Weltbild aus?
„Glaube an die Macht der Natur und an zwischenmenschliche Energieflüsse!“ (Alexander)
„Ich habe eigentlich ein sehr rationales, weltliches Weltbild was nicht heißt, daß ich nicht glaube. Ich gehörte zwar nie einer Religionsgemeinschaft an, aber ich bemühe mich mit Hilfe aller mir offenstehenden Lehren meinen ganz persönlichen Weg zu finden.“ (Anatol)

Warum glaubt ihr, boomt die Mittelalterszene so?
„Hauptsache sie tuts! Ich denke, weil vielen Leuten die Modernisierung zu rasch voranschreitet und sie sich etwas altertümliches suchen zum daran festhalten?“ (Alexander)
„Weil Ritter einfach cool sind, Dudelsäcke aus Würschtln echte Männer machen, es voll viel Spass macht allerley Ypselons in Wörtern zu verstecken und "Handgeklapper" statt Applaus zu sagen, man damit Historiker in den Wahnsinn treiben kann, man endlich wieder Met aus Hörnern trinken darf ,was wiederum aus echten Wikingern Würschtl macht, es total dufte ist, auf eine Davul zu dreschen und so laut wie nur geht "Odin" zu brüllen, es endlich eine Möglichkeit gibt abseits der Pfadfinder in Zelten zu schlafen und am Lagerfeuer zu sitzen,etc...“ (Helmut)
„Ohne Internet kein Mittelalter! - im Ernst: Es passiert im Moment etwas bisher einzigartiges in der Menschheitsgeschichte , nämlich die langsame Verschmelzung sämtlicher Kulturen der Erde. Durch diese immense Vielfalt an kulturellem Angebot bilden sich für viele Dinge Szenen aus, die sich wiederum mit anderen Szenen vermischen und voneinander profitieren. Die Mittelalterszene ist eine davon.“ (Anatol)


Die dümmste Frage, die euch je ein Zuseher gestellt hat?
„Könntest du mal probieren zwischen den Liedern nichts zu sagen?“ „Ich habs probiert, aber ernster ist nicht ehrlich...“ (Helmut)


Wer sich wie ich von Lapis Serpentis verzaubern lassen möchte, hat am 18.05. (für die MerryMeet - Daheimgebliebenen) im KultUR Gasthof Vorstadt im 16. Wiener Gemeindebezirk im Zuge des „Mittelalternative“ Narrenschiff Projektes und vom 25.05. – 28.05.2007 am Wave Gotik Festivals in Leipzig (Heidnisches Dorf) die Möglichkeit. Weitere Infos zu der Band, ihren aktuellen Auftritten und ihrer aktuellen CD „Am Kreuzweg“ gibts unter www.lapis-serpentis.net


Das WurzelWerk bedankt sich bei Lapis Serpentis für das Interview, und wir würden uns freuen, euch wieder einmal bei einem WurzelWerk-Event begrüßen zu dürfen...


Cinis


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