Zora - ein spiritueller Lebensweg
Wir sind auf der Welt, um zu lernen und unser volles Potential zu verwirklichen. In meiner spirituellen Entwicklung ist mein Hauptweg das Reiki. Ich arbeite nun schon seit 1995 damit. Mit mir als Hexe bin ich bewusst und aktiv in Kontakt getreten kurz nach dem zweiten Reiki-Grad, als ich im Internet endlich Leute getroffen habe, die meine Ansichten in diese Richtung nicht als Spinnerei abgetan haben, sondern vielmehr meine persönliche Entfaltung förderten.

Im Dezember 1998 hat mich der Meistergrad dazu veranlasst mein Leben zu meistern - sprich: alles was nicht meinem wahren Ich entsprach zu bereinigen. Im Ganzen war es ein komplett neuer Lebensanfang, räumlich, beruflich und zwischenmenschlich, mit allen damit verbundenen Schwierigkeiten, dafür hatte ich jetzt meinen Weg gefunden. Ich feiere seitdem regelmäßig die Jahreskreisfeste, verbringe viel Zeit auf Kraftplätzen und beschäftige mich mit vielen Themen in Zusammenhang mit Energiearbeit, Chakren und Hexerei/Magie.

Seit Oktober 1999 bin ich Reiki-Lehrer. Durch zahlreiche Einweihungen, die ich durchgeführt habe, konnte ich einiges an Erfahrungen sammeln. Eine für mich zentrale Erkenntnis war dabei, dass ich der weit verbreiteten Meinung, Reiki sei nur zu positiven Zwecken nutzbar, nicht mehr in vollem Umfang zustimmen kann. Reiki birgt grundsätzlich die gleichen Schwierigkeiten, wie jede andere Energiearbeit auch: Mit der Intention, jemanden bei der Heilung zu unterstützen, ist sicherlich alles, was über Reiki verbreitet ist, zutreffend. Spätestens mit dem zweiten Grad verschwimmen aber die Grenzen zwischen Reiki und normaler Energiearbeit. Daher ist es mir sehr wichtig immer auch die Verantwortung des Einzelnen bewusst zu machen, genau wie bei einer Magie- oder Hexenausbildung. Da meine Schüler meistens schon Erfahrung in Energie- und/oder Chakrenarbeit haben, ist es für mich nicht schwer ihnen die Parallelen und den möglichen Missbrauch aufzuzeigen. Jemandem, der bereits mit Energien arbeitet, bietet der erste Grad möglicherweise nicht viel Neues. Dies hat aber auf jeden Fall zwei nennenswerte Vorteile: Durch die Reiki-Einweihung wird die Energieleitung der Chakren so gefestigt, dass ein reines Durchleiten der universellen Lebensenergie ohne den Zugriff auf die eigenen Energiereserven gewährleistet ist. So ist auch ein schneller Aufbau von großen Energiemengen möglich ohne sich dabei zu erschöpfen. Der zweite Vorteil ist das beim Reiki eingebaute Rückschlagventil. Im Normalfall hat jeder eine gebende und eine nehmende Hand. Dadurch passiert es auch vielen Heilern, dass sie sich die Beschwerden ihrer Patienten zuziehen, diese quasi nur auf sich verlagern. Bei der Reiki-Einweihung werden beide Hände gebend, d.h. ein Rückfluss der hochgeholten negativen Energie des Patienten ist nur noch geringfügig möglich und kann durch Reinigung der Hände in den meisten Fällen beseitigt werden.

Ein wichtiges Medium ist für mich das Internet. Ich habe über den Chat die Möglichkeit, mich mit sehr vielen Menschen in ganz Europa und Amerika auszutauschen. Der Chat ist sehr verbindend und ich verdanke viele meiner Reise- und Urlaubsziele den Freundschaften, die ich dort geschlossen habe. Viele dieser Freunde habe ich aber auch hier ganz in meiner Nähe und wir treffen uns regelmäßig auf den Hexenstammtischen im Rhein/Main Gebiet. Da bei solchen Stammtischen das Kennenlernen und die zwanglose Kommunikation im Vordergrund stehen, kamen eine Freundin und ich auf die Idee für die tiefer gehenden Themen einen separaten Termin anzusetzen.

Im Oktober 2000 haben wir deshalb einen magischen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, voneinander und miteinander zu lernen. Es gibt keine Hierarchie, keinen Zwang, wir wollen weder ein Zirkel noch ein Coven sein, sondern verstehen uns als eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Unsere regelmäßigen offenen Treffen haben immer ein Hauptthema, zu dem wir dann meist einen oder zwei Fachkundige haben, die uns mit der Materie vertraut machen, bzw. bereits vorhandenes Wissen vertiefen. Dabei achten wir auch darauf, dass nicht nur Theorie vermittelt, sondern das ganze auch praktisch umgesetzt wird. Das heißt für uns, dass wir nicht nur magische Themen besprechen sondern auch mal handwerklich zur Tat schreiten und z.B. gemeinsam Athamen schmieden oder uns selber eine Altarfigur töpfern. Außer den Treffen zu bestimmten Themen versuchen wir so oft wie möglich, gemeinsam die Vollmonde und die Hochfeste zu feiern, oder es stehen Ausflüge zu Kraftplätzen auf dem Programm. Die Leute in dieser Gemeinschaft kommen alle aus ganz unterschiedlichen Lagern und tragen so eine große Vielfalt an Wissen bei. Dadurch entsteht eine tolerante Atmosphäre in der neue Gesichter gerne gesehen werden.

Zu Ostern wollen einige Leute aus dem Channel Hexenwerk in einem Intensiv-Workshop das Hexenwerk-Tarot weiter ausarbeiten. Das Grundgerüst steht schon eine Weile mit einem komplett neuen System, aber die räumliche Entfernung der Mitarbeiter hat bis jetzt ein vernünftiges Weiterkommen schwer gemacht. Je nach Resonanz und Personenzahl werden wir dazu wieder ein Gelände mit Blockhäusern anmieten, das direkt an einem Kultplatz liegt und uns so genug Inspiration geben sollte einen großen Schritt zur Fertigstellung des Tarots zu machen.

Kultplätze sind für mich ein sehr wichtiger Bestandteil meiner Freizeitgestaltung geworden. Ich verbringe lieber eine Nacht draußen, bei Lagerfeuer mit Trommeln und anderen Instrumenten als mir eine überfüllte Diskothek anzutun. Ich kann jedem nur empfehlen, sich einen Kultplatz in der Nähe zu suchen und dort die direkte Verbindung zu unserer Mutter Erde zu suchen. Ich musste nicht lange suchen, zwei Minuten vor meiner Haustüre habe ich einen alten keltischen Kultplatz, den später auch die Römer als Tempelplatz benutzt haben. Schlussendlich hat sich die Kirche diesen Platz nicht nehmen lassen und nun steht eine Bergkirche dort. Das tut dem Platz aber in keinster Weise Abbruch, denn diese Kirche ist nur ein weiteres heiliges Gebäude, das die Kraft des Platzes nutzt. Bemerkenswert daran ist, dass der Kirchturm nicht auf dem Hügel sondern einzeln unten im Dorf steht. Dadurch wird die Energie des Kultplatzes nicht durch die offen zur Schau gestellte christliche Praktik des Kirchengeläutes beeinflusst. Auf dem Gelände sind verstreut alte Grab- und Gedenksteine, von denen jeder eine Geschichte zu erzählen hat. Auch die Bäume sind besonders belebt und erfüllen Ihre Aufgaben als Wächter oder Reiseplätze. Bei unserem Einzug in das neue Haus an Samhain letzten Jahres haben ich und mein Mitbewohner den Platz das erste Mal besucht und sind dort mit offenen Armen empfangen worden. Die Wesenheiten des Platzes gehen inzwischen bei mir im Haus ein und aus und ich habe oft das Gefühl, dass wohlwollend auf mich aufgepasst wird.
Wer keinen solchen Glücksfall vor der Türe hat, dem empfehle ich, Wanderkarten aus seiner Gegend zu Rate zu ziehen. Dort sind die Plätze meist mit sehr bezeichnenden Namen versehen wie Teufelskanzel, Hexenwiese, Heidenfels oder andere Kombinationen. Es gibt auch gute Bücher über bekannte Kultplätze deren einziger Nachteil ist, daß sich daraus eine Art Kultplatztourismus entwickelt hat, der in den meisten Fällen leider auch immer wieder viel Müll produziert, der unachtsam dort liegen gelassen wird. Nehmt euch doch bitte eine Tüte mit und sammelt den Müll, den ihr an solchen Plätzen oder auf dem Weg dorthin findet, ein und entsorgt ihn. Der Platz und der Wald werden es euch danken.

Ein langfristiges Ziel von mir ist es in einer Gemeinschaft von Hexen und Heiden zu leben, beispielsweise auf einem Hof zu wohnen der sich selbst versorgen kann. Dies stellt für mich ein alternatives Lebensmodell dar, von dem ich mir erhoffe, die Zwänge und Notwendigkeiten des Alltagslebens in einer westlichen Industriegesellschaft mit einem Leben in spiritueller Einheit von Mensch und Natur verbinden zu können. Hierzu haben wir zwar schon einige Pläne geschmiedet, bis diese jedoch umgesetzt werden können ist noch ein bisschen Zeit zur Reife notwendig. Aber ich bin sehr zuversichtlich, diesen Traum verwirklichen zu können. Ein Traum davon, meine Spritualität offen leben zu können, mit Menschen die sich in ihrer Entwicklung unterstützen, an einem Ort der eine kreative Entfaltung möglich macht.


Zora


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