WurzelWerk´s
Die Welt der Märchen hat die Menschen schon immer verzaubert, denn sie sprechen unser Innerstes an, die bildhafte und symbolträchtige Sprache lässt kaum jemanden unberührt. Märchen sind ein Kulturgut, das sich in vielen Völkern, Kulturen und Regionen der Erde findet. Sie bilden eine Brücke zu unseren ureigenen Stärken, Schwächen und auch Ängsten.
In meinen Artikeln für SternenKind – ErdenKind findet ihr einiges an theoretischem Hintergrund zur Märchengeschichte und der Bedeutung von Märchen für Kinder.

Wir vom WurzelWerk sind ganz besonders stolz, dass die Märchenerzähler in unseren Reihen ihre bisher unveröffentlichten Werke im RegenBogen euch allen zugänglich machen wollen. Natürlich freuen wir uns auch über jedes selbst geschriebene Märchen aus eurer Feder!

Der Schrecken der christlichen Seefahrt - Teil II

Einige Tage später hatte die „Rote Nelly” den Ärmelkanal hinter sich. Obwohl die kleine Brigg sich im langen Seegang des Atlantiks ständig hob und senkte, lag sie doch einigermaßen stabil auf ebenem Kiel. Deshalb waren die Schiffsbewegungen leichter zu ertragen als etwa die auf den steilen, kurzen Wellen der südlichen Nordsee. Außerdem gewöhnten sich die meisten Menschen an die Bewegungen des Schiffs. Selbst ihrem Passagier, der „hartnäckigen Landratte” Pastor Lehmann, ging es nun besser.
Es ging dem Geistlichen auch deshalb besser, weil sich die Männer ein wenig an die Anwesenheit eines „Pfaffen” gewöhnt hatten und ihn nicht länger provozierten.
Wenn sie gerade Zeit hatten, und er sie höflich fragte, beantworteten Kapitän Kruse, Steuermann Petersen oder Bootsmann Binning geduldig die Fragen ihres Passagiers. Die einfachen Seeleute zeigten dem „Schwarzrock” aber nach wie vor die kalte Schulter.

Der Pastor wunderte sich, dass es jeden Tag wärmer wurde. Obwohl es schon Mitte Oktober war, herrschten Temperaturen wie im Hochsommer. Außerdem entging ihm nicht, dass die Brigg auf Südkurs segelte.
„Mhmm, tja”, suchte Steuermann Petersen nach einer Antwort, als der neugierige Geistliche ihn gefragt hatte, wieso sie nicht direkt nach Westen segeln würden. Für der in langen Fahrenszeit ergrauten Navigator war der Kurs, „Roten Nelly” eine Selbstverständlichkeit. „Also, wenn wir auf direktem Kurs von Nordeuropa nach Neuengland segeln würden, dann hätten wir die meiste Zeit Wind aus dem Westen, also ziemlich genau von vorn. Und dann hätten wir auch noch den Golfstrom, eine starke, warme Meeresströmung, gegen uns. Sogar die dicken Dampfer, die sich um den Wind wenig scheren müssen, weichen dem Golfstrom auf Westfahrt aus, nach Norden. Das ist schneller, aber sie müsse da höllisch auf Eisberge aufpassen.”
Er zeigte dem Pastor die Übersichts-Seekarte, die im Kartenraum auf dem großen Navigationstisch lag. „Sehen Sie, wir sind jetzt hier, auf der Breite von Kap San Vincente, und segeln in Richtung der Kanarischen Inseln.” Lehmann war erstaunt – die lagen direkt vor der afrikanischen Küste. „Was für ein gewaltiger Umweg!”
„Jo!”, gab der Steuermann zu. „Vielleicht müssen wir sogar noch weiter nach Süden, um den Passat zu erwischen. Das ist der beständige Südostwind, der schon Kolumbus schnell und sicher über den Atlantik gebracht hat. Dann, wenn wir fast bei den Bahamas sind, nehmen wir Nordkurs, und nutzen so den Golfstrom aus - der fließt hier so nach Norden und biegt erst nördlich von Neuengland nach Osten ab. Obwohl das ein riesiger Umweg ist, sind wir so viel schneller in Boston, als ob wir uns mühsam ,bergauf´ gegen Wind und Strömung quälen würden.”
Lehrmann nickte. „Aha. Auf einem Segelschiff muss man den Ozean genau kennen.” Petersen nickte.

Allmählich begriff Lehmann, dass so mancher seemännischer Brauch, der ihm unverständlich und seltsam erschien, seinen gute Grund hatte. Oder wenigstens keinen abergläubischen Grund. Trotzdem blieb vieles für ihn rätselhaft.
Eines Nachts – die „Rote Nelly” machte unter Vollzeug im Passatwind gute Fahrt - klopfte irgend jemand im Kettenkasten vorn auf der Back. Pastor Lehmann, der wegen des warmen Wetters sowieso unruhig schlief, wachte davon auf. Er fragte sich, ob dass den sein müsse. Vielleicht eine dringende Notreparatur? Er nahm sich vor, den Kapitän beim Frühstück darauf anzusprechen.
Aber Kapitän Krause sagte ihm am nächsten Morgen, es sei alles in bester Ordnung, und in der Nacht hätte auch niemand gearbeitet.
Als er aufs Deck trat, wunderte er sich, dass neben dem Kettenkasten ein Glas mit Rum und ein Schälchen mit Pfeifentabak standen. Als Bootsmann Binning merkte, dass der Geistliche das gesehen hatte, wirkte er verlegen.
„Ist das eine Opfergabe?”, sprach ihn der Pastor direkt an.
„Nö. Wie kommen Sie denn da drauf?”, antwortete der Bootsmann etwas unwirsch.
„Ich weiß, dass manche abergläubische Zeitgenossen den Hausgeistern und Kobolden Schälchen mit Milch hinstellen, und dachte mir, dass Sie vielleicht …”
„Die Männer haben einen guten Grund dafür, aber einen Grund, den Sie vielleicht falsch verstehen würden”, fiel der Seemann ihm ins Wort. „Und nun entschuldigen Sie mich bitte, ich habe zu arbeiten.”
In der nächsten Nacht fand Pastor Lehmann keinen Schlaf. Die Luft war irgendwie schwül geworden, und das Schiff rollte und stampfte stärker als am Tage. Ihm war übel – die Seekrankheit meldete sich zurück.
Durch die Wand zur Kajüte des Kapitäns hörte er, dass sich Kruse mit jemanden unterhielt. Die Worte konnte er nicht verstehen, aber er hörte heraus, dass der Gast in der Kajüte eine sehr hohe, fast schrille, Stimme hatte. Mit so einer hohe Fistelstimme sprach keiner der Männer der Besatzung.
Irgendwie war das Lehmann unheimlich. Er betete. Dann, nach einer längeren stummen Zwiesprache mit seinem Gott, fiel er in einen unruhigen Schlummer.

Am nächsten Morgen sah Pastor Lehmann, dass sich das Wetter geändert hatte. Die während der letzten Woche grelle und heiße Sonne wirkte im dunstigen Himmel blass und wässerig. Einige Matrosen trimmten die Segelstellung nach. Das war nötig, denn der bisher so zuverlässige Passatwind „hustete“, wie die Leute sagten, und wurde böig. Die Luft war schwül.
„Die Dünung hat zugenommen”, stellte der Kapitän fest und sog unruhig an seiner Pfeife. „Sehr schlechtes Zeichen!“ Der stärkere Wellengang wies darauf hin, dass hinter dem Horizont ein Sturm die See aufwühlte.
Steuermann Petersen verschwand kurz im Kartenraum und prüfte das Barometer. Als er wieder an Deck erschien, war sein verwittertes, bärtiges Gesicht sorgenvoll verzerrt. „Sieht gar nicht gut aus, Kap'tän. Hinterm Horizont braut sich ganz gewaltig was zusammen.“
Kruse nickte und sagte halblaut: „Ich weiß. Es wird ein Hurrikan sein. Dem sollten wir ausweichen.” Mit lauter Stimme befahl er: „Neuer Kurs: Süd-Süd-West!”
Bootsmann Binning pfiff auf seiner Signalpfeife und befahl: „Klar zur Kursänderung!”
Die Rahen wurden gebrasst, und der Rudergänger ließ das große Steuerrad herumwirbeln, bis der neue Kurs anlag.
Interessiert beobachtete Pastor Lehmann, der sich in einen Winkel das Achterdecks zurückgezogen hatte, wo er nicht im Weg stand, die Männer bei der Arbeit.
Dabei hörte er, wie die beiden Männer, die die Schot des mächtigen Briggsegels bedienten, sich unterhielten: „Hoffentlich weiß der Alte, was er tut. Er kann doch gar nicht wissen, in welcher Richtung der Sturm tobt.”
„Keine Sorge, Piet”, beruhigte ihn sein ältere Kamerad. „Kruse kennt diese Gegend. Außerdem bin ich mir sicher, dass er einen guten Rat von einem alten Freund bekam.”
„Dem Klabautermann?”, wollte der Jüngere wissen.
„Ja. Einem guten Kap'tän steht der zur Seite.”
Der Geistliche war verwirrt. Waren die Männer doch Heiden? Aber nein, sie beten ja immer ganz brav, wenn auch einige auf katholische Weise zur Mutter Gottes oder zu irgendwelchen Heiligen.

Auch wenn den Schiff und seiner Mannschaft, dank der umsichtigen Kursänderung, die volle Kraft des Hurrikans erspart blieb, frischte der Wind auf.
Kapitän Kruse wies den Bootsmann an: „Lassen Sie Sturmbeseglung setzen, Binning!“
Der Bootsmann erteilte seine Befehle, und gleich darauf enterten Matrosen in die Takelage auf, um die Rahsegel zu bergen. Sie refften die Gaffelsegel und bargen die Stagsegel bis auf das Vorstagsegel. Zusätzlich wurden Manntaue an Deck gespannt, an denen man sich beim Sturm entlang hangeln konnte. Pastor Lehmann beobachtet die Männer, die oben in den Masten gewandt wie große Affen herumturnten, ohne die sonst üblichen Scherze zu machen. Sie arbeiten zügig und warfen nur gelegentlich einen Blick auf die unheilverkündenden Wolkenfetzen, die sich fächerartig über den Himmel zogen, oder hinab auf die See, die gar nicht mehr tiefblau war, sondern wie geschmolzenes Blei aussah und sich langsam hob und senkte.
Die Ausläufer der Wirbelsturms erfassten die „Rote Nelly”. Heftiger Platzregen prasselte beinahe waagerecht gegen die noch stehenden Segel. Der dichte Regen nahm den Männern die Sicht. Unheimlich heulte der stärker aufbrisende Wind in der Takelage.
Der Bug der Brigg tauchte in die schäumende See. Dann kam der er wieder hoch, Wasser spülte über das Deck.
Es wurde immer dunkler und die See immer kabbeliger, voller Strudel und scheinbar kreuz und quer laufender Wellen. Lehmann sah zu, dass er unter Deck kam. Sich immer mit einer Hand am Handlauf festhaltend, kletterte er mühsam den Niedergang hinunter und taumelte in seine winzige primitive Kabine, die gerade einmal einer Schlafkoje, einem Spind, einem Waschtisch und einem kleinen Wasserfass Raum bot.
Der Geistliche schälte sich aus seinem nassen Wettermantel, wobei er heftig mit seinem Mageninhalt kämpfte. Er stieg in seine Koje, sicherte sie mit einem Brett, damit er nicht im Liegen von den Schiffsbewegungen herausgeworfen wurde, und betete – auch, um sich von der Übelkeit abzulenken. Offenbar wurde der Sturm schlimmen, denn die „Rote Nelly” tanzte wie ein Korken auf den Wellenbergen. Was eben noch „Wand” war, konnte im nächsten Moment „Boden” spielen. Lehmann wurde in seiner Koje hin- und hergeworfen.

Plötzlich schreckte der Pastor auf. Da war doch jemand in der engen Kabine, obwohl er niemanden durch die Tür hatte kommen sehen! Er richtete sich in seiner Koje auf, wobei er sich den Kopf stieß. Er tastete auf dem kleinen Regal am Kopfende nach Streichhölzern. Es gelang ihm erst bei dritten Versuch, die kleine Laterne, die an einem Decksbalken hing, zu entzünden. Im Lichtschein der taumelnden Laternen sah er eine kleine Gestalt, die auf dem Wasserfass saß. Ein Kind? Nein, ein kleiner, ein sehr kleiner, Mann.
Das Männchen war ungefähr 30 cm groß, hatte struppige, lange feuerrote Haare und einen wuscheligen Bart derselben Farbe. Eine riesige Nase war Blickfang in seinem von tiefen Falten durchzogenen, wettergegerbten braunen Gesicht. Sein gedrungenen Körper steckte in typischer Seemannskleidung – einem großen Wetterhut, eine blauen Jacke, weiten Hosen und klobigen Seestiefeln. In der einen Hand hielt er seine qualmende Pfeife, in der Rechten einen Hammer. Einen Kalfaterhammer, wie ihn Lehmann bei Matrosen gesehen hatte, die Kalfaterten, dass heißt, mit Hanf die Fugen zwischen den hölzernen Planken abdichteten.
„Wer sind Sie?”, fragte Lehmann mit zitternder Stimme.
„Der Klabautermann”, antwortete das Männlein mit hoher Stimme. Eine Stimme, die der Pastor schon einmal gehört hatte – letzte Nacht, in der Kapitänskajüte.
„Ein Poltergeist?” Er dachte bei sich: ,Wäre ich ein abergläubischer Papist, dann würde ich jetzt an eine Exorzismus denken. Aber Gott sei dank bin ich ein aufgeklärter, nüchterner protestantischer Theologe, der ganz genau weiß, dass es keine Gespenster gibt. Keine Kobolde, keine Dämonenn, keine Klabautermänner. Aber was zum Teufel ist das?
„Nö. Wie kommen Sie denn da drauf? Nur weil ich meistens unsichtbar bin und mich durch ein kräftiges Klopfen gegen die Planken bemerkbar mache?” Das Männchen hob seinen Hammer.
„Eine Halluzination, ganz klar”, sprach der Pastor zu sich selbst. „Der ist gar nicht da. Meine Nerven spielen mir einen Streich.”Der Klaubermann kicherte. „Ach, ich muss Ihnen erst einen Streich spielen, damit Sie wirklich glauben, dass es mich gibt?” Er so an seiner Pfeife. „Das ist gar nicht meine Art, wissen Sie. Na, ja, ab und an, da gönne ich mir den einen oder anderen Schabernack mit der Schiffsbesatzung. Aber die Janmaaten, die wissen, wie's gemeint ist. Sie dagegen ...” Der kleine Mann ließ seinen Satz unvollendet und blickte dem Pastor tief in die Augen.
„Um auf Ihre Frage zurückzukommen”, sagte der Klaubermann nach einen Weile. „Ich bin schon so n' Art Geist, wenn Sie so wollen. So was wie Hausgeist der ,Roten Nelly`. Mir liegt das Wohl des Schiffes sehr am Herzen und ich schütze es vor den Gefahren der See. So gut ich eben kann.”
„Äh, ja … aber was wollen Sie von mir, Herr Klaubermann?”
„Jo, das ist schon was ganz Besonderes, dass ich mich Ihnen zeige. Die normalen Matrosen bekommen mich gut wie nie zu sehen. Dem guten Kapitän Kruse, dem zeige ich mich ab und an schon mal. Johannes Kruse ist ein würdiger Vertreter seiner Zunft und hält die Gesetze der See ein. Er hört auf mich, wenn ich ihn auf Gefahren für mein Schiff hinweise.”
Der kleine Mann deutete mit dem Stil seiner Pfeife auf Lehmann. Seine schrille Stimme klang auf einmal empört, als er sagte: „Und genau deshalb zeigte ich mich, mein lieber Herr Pastor Alfred Lehmann! Es war dieses Mal nämlich verdammt schwer, den Kapitän davon zu überzeugen, dass er dem Hurrikan am besten in Süden ausweicht. Er zweifelte nämlich daran, ob es einen guten Kapitän der christlichen Seefahrt geziemt, auf einen Schiffsgeist zu hören. Ob es nicht heidnischer Aberglaube sei, mir ein Gläschen Milch, oder besser noch, einen steifen Rum und guten Pfeifentabak zu überlassen? Tja, und wer hat diese gefährlichen Zweifel wohl geweckt, mein lieber Herr Pastor, mhm?”
Dann verschwand er. Buchstäblich, als hätte er sich in Luft aufgelöst.
Lehmann atmete auf und löschte das Licht. Gerade, als er eingeschlafen war, weckte ihn ein lauten Klopfen. Jemand hämmerte gegen den Rahmen seiner Koje.
„Was soll das?”, stöhnte er schlaftrunken.
„Was das soll? Sie zum Nachdenken bringen, mein Lieber!”, ertönte die nun schon vertraute hohe Stimme aus dem Nichts. „Dazu ist nichts besser geeignet, als eine durchwachte Nacht, nicht wahr?”
„In Ordnung, ich erzähle dem Kapitän gleich früh am Morgen, dass der Klabautermann kein unchristlicher Aberglaube ist.”
„Gut!” Das Klopfen hörte auf. „Aber manchen Sie es auch wirklich. Leere Versprechungen kann ich nämlich nicht ausstehen. Ach übrigens – mit meinem Klopfen mache ich die braven Seeleute darauf aufmerksam, wo etwas auf diesem Schiff in Ordnung gebracht werden muss. Wenn es nun ständig aus Ihrer Kabine klopft, dann werden sich so manche Matrosen so ihre Gedanken machen. Als Geistlicher müssten Sie eigentlich das Buch Jona gut kennen!” Das schrille Kichern gellte Alfred Lehmann noch lange in den Ohren.

Am nächsten Morgen wachte er auf, als die Sonne durchs Bullauge in sein Gesicht schien. Der Sturm hatte aufgehört, das Wetter war strahlend schön.
Pastor Lehmann rieb sich den Schlaf aus den Augen. Was für ein Alptraum! Natürlich würde er den Herrn Kapitän nicht damit belästigen.
Dann schnupperte er. Kalter Tabaksrauch. Verdammt, wer hatte in seiner Kabine geraucht? War das etwa ...
Es lief ihm eiskalt den Rücken herunter. Er musste unbedingt mit Kapitän Kruse sprechen, noch vor dem Frühstück.


Worterklärungen:

Vollzeug – alle Segel sind gesetzt.
Seegang – kurz: „See”. Wellenbewegung der Meeresoberfläche. Man unterscheidet Windsee (vom aktuellen Wind erzeugten Seegang) und Dünung („Restwellen” von abgeflautem Wind oder von anderer Stelle hereingetragener Seegang).
Steuermann – Navigator, auf Handelsschiffen Stellvertreter des Kapitäns.
Bootsmann – befehligt die Decksmannschaften bei allen seemannschaftlichen Aufgaben, auf Handelsschiffen „Vorarbeiter” der Matrosen.
Brassen – Taue, dienen dazu, die Rah horizontal um den Mast zu drehen.
Schot – Leine zum Bedienen eines Segels.
Briggsegel – großes Gaffelsegel am achteren (hinteren) Mast einer Brigg.
Gaffelsegel -unsymmetrisch viereckiges Segel, in Richtung der Schiffslängsachse gesetzt (Schratsegel), das zwischen einer Gaffel und dem Baum aufgespannt ist.
Gaffel - eine verschiebbar an einem Mast befestigte, schräg nach oben ragende Spiere (Rundholz).
Baum – horizontale Spiere, untere Begrenzung eines Schratsegels.
Reffen – Segelfläche verkleinern.
Stagsegel – Dreieckige Segel, die an einer vorderen Mastabspannung (Stag) gesetzt werden.
Vorstagsegel – innerstes der vor dem Fockmast (vorderen Mast) gesetzten Stagsegel.
Niedergang – Treppe oder Leiter, die zwei Decks miteinander verbindet.


MartinM
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