WurzelWerk´s kreativer


Dimnara´s Gedichte

 

Als ich durch die Wälder ging,
dem Erwachen des Frühlings zu lauschen,
hielt ich plötzlich inne
denn ich vernahm ein gar seltsames Rauschen.

Durch die hohen, schlanken Erlenstämme sah ich,
und da spürte ich, fühlte
wie etwas gekonnt meinen Blicken entwich.

Ich lief durch das Wäldchen und noch weiter,
ü ber die Lichtung hinunter zum Bach
und dort sah ich einen wundersamen Reiter.

Sein Pferd war so schwarz wie die Nacht,
und sein Haar eine wilde Sonne,
seine Rüstung schien aus Feuer gemacht,
und sein Antlitz war dem eines Gottes gleich,
und ich wusste : dieses Wesen kam aus keinem irdischen Reich!

Gefangen
Im eig'nen Verlangen
Die Gestalt zu berühren,
zu verführen,
schritt ich näher,
trat aus den Büschen hervor,
und fühlte mich dabei wie ein Thor.

Er sah mich an, mit Augen in denen Mondlicht war,
und unter seinen forschenden Blicken fühlte ich mich sonderbar.
" Ich will dir die Liebe schenken, nach der's dir verlangt
doch der Preis ist hoch,
sei gewarnt!"

Die Realität war versunken,
in einen einzigen Kuss
ich war vor Glück wie betrunken
für eine Sekunde konnt' ich nur mehr Flamme sein
mein Blut verkochte in lodernden Feuer,
aber der Preis, er war so entsetzlich, entsetzlich teuer.

Das Feuer verging, und ließ nichts als schwarzen Stein,
ich war eine Statue,
und stand am Wasser allein
gefangen, verdammt zu ewiger Ruhe.

Onyx war ich,
erstarrtes Feuer
" der Preis", dacht ich noch, "er war zu teuer."

 

Lebensgedicht

Da stand der Baum und rief zu mir
so fern, so leis', so tief.
Er flüsterte von alten Zeiten,
und Dingen, die niemals, nie vergeh'n.

Dein Ritual das soll dein Leben sein,
und dein Gebet dein Lachen.
im hohem Grase sollst du Kreise drehn
und mit dem Winde tanzen.

Die Wildheit sollst du sein,
das Feuer und sein Schatten,
und manchmal auch die Rose,
die zart sich auf den warmen Steinen rankt.

Die Welt ist schön, die Welt ist reich
und voller Wunder,
ihr Spiegel sollst du sein,
wie alle ander'n Wesen auch

 

Laufen

Ein Schritt nach dem andern und dann Hinübergleiten in eine andere Welt, den Rhythmus verändern und schneller und schneller und schneller werden, bis ich mich verloren fühle und vergehe und dann nur mehr ich selbst bin.
Heiße Stärke meines Körpers und ein fliegendes Herz, rasend wie mein Atem, der alles und nichts verschlingt und mein Geist der sich auflöst im Grün der Blätter hinauf bis zu den schlanken Wipfeln, die im blauen Himmel versinken.
Dahinfliegen, nur mehr federndes Abstossen und der Gedanke, intensiv wie der Wahnsinn : Ich lebe!

 


Dimnara
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