Die Frau seiner Träume

Martin hat eine wunderschöne Fantasystory für uns geschrieben, natürlich mit spirituellem Einschlag - ein knackiger Einblick in die Welt des Wünschens, die für Menschen in einem magischen Weltbild durchaus inspirierend sein dürfte.

Obwohl es sich für eine Knappen edler Abkunft nicht geziemte, fluchte Junker Konrad von Munsingen laut vor sich hin. Jeder dieser Flüche hätte, wäre er seinem gestrengen Herrn, Ritter Ekkehart von Rothenfels, zu Ohren gekommen, scharfen Strafdienst nach sich gezogen; sein Beichtvater, Pater Neidhard, hätte es bestimmt nicht mit einigen Rosenkränzen bewenden lassen, so gotteslästerlich waren die Flüche des jungen Konrads. Andererseits machte es nichts, dass der junge Herr beim Aufbrechen des von ihm erlegten Rehes fluchte wie der gemeinste Stallknecht - es gab viele Meilen im Umkreis keine Menschenseele, die sich ob seiner Flüche beleidigt hätte zeigen können.
Auwald (die 'Reit', Reitbrook, Elbe)
Konrad war ein hochgewachsener, stattlicher junger Mann, bereits wohlgeübt im Kampf und in den höfischen Künsten, der noch dieses Jahr den ersehnten Ritterschlag erhalten sollte. Zuvor erwartete ihn aber noch eine schwere Prüfung: Er musste mitten im finsteren Sumpfwald von Bruchhamm einen vollen Monat ganz auf sich allein gestellt als Einsiedler leben. Außer einigen derben Kleidern und Stiefeln, seinem guten Jagdmesser nebst einem eschenen Bogen als Waffen, sowie einigen wenigen Vorräten, hauptsächlich Salz und Gewürzen, hatte er nichts bei sich - noch nicht einmal ein Zelt, er hauste mehr schlecht als recht in einer selbst errichteten Laubhütte. Fürwahr, eine harte Probe für den Jüngling, der sich sonst seiner Privilegien als ältester Sohn eines wohlhabenden Freiherrn wohl bewusst war und den Umgang mit gemeinem Volk und jede Art von Handarbeit tunlichst mied!
Es fiel ihm nicht leicht, von dem zu leben, was der Wald hergab, obschon jetzt, im frühen Herbst, überall Pilze, Beeren und Kräuter sprossen, und es den vielen Wasserläufen eben sowenig an Fischen, wie den lichten Erlenwäldern an jagdbarem Wild mangelte. Er war es nur nicht gewohnt, für sich selber zu sorgen. Das Reh hatte er waidgerecht mittels eines wohl gezielten Bogenschusses erlegt, denn er war ein guter Bogenschütze, auch wenn der Bogen keine ritterliche Waffe war; beim Aufbrechen und Ausweiden der Strecke stellte er sich jedoch ungeschickter als irgend ein beliebiger zehnjähriger Bauernbursche an. Immer wieder und wieder rutschte sein scharfes Messer ab; schon längst war der Junker über und über mit Blut besudelt.
Immerhin - er schaffte es! Nach endlosen Tagen mit grätenreichem Barsch, Pilzen, bei denen er nie so recht wusste, ob diese Mahlzeit nicht etwa seine letzte wäre, und säuerlichen Beeren und bitteren Wildkräutern gab es endlich wieder etwas Ordentliches zu essen! Im Stillen fragte er sich jedoch, wie er allein das ganze Fleisch auf bekommen sollte, ehe es verdarb.
Endlich war es vollbracht, und Konrad ging zum eiskalten Fluss, um sich zu reinigen. Kaum hatte er seine blutbesudelten Kleider abgelegt, da stürzten sich schon Myriaden von hungrigen Mücken auf seinen entblößten Leib.
Notdürftig gesäubert, überall zerstochen und am Ende seines Fluchvokabulars wandte sich der Junker der Zubereitung des Wildbrets zu.

Es dämmerte schon der Abend, als Konrad aus dem tiefen Schlummer gerissen wurde, in den er nach der überreichlichen Fleischmahlzeit gefallen war. Irgend etwas - Seltsames - lag in der Luft. Er erhob sich von seinem Lager aus trockenem Laub und verließ seine Hütte. Halb hoffte der Junker auf ein aufregendes Abenteuer, denn die Langeweile setzte ihm ebenso zu wie die Einsamkeit (und die verdammten Mücken!); halb grauste es ihm, denn man munkelte, es sei hier im Sumpfwald nicht geheuer. Viele Geister und Dämonen, die von kundigen Exorzisten mittels Glocke, Buch und Kerze aus der Nähe der Heimstätten der guten Christenmenschen verbannt worden waren, hätten sich hierhin, wo sich kein ehrlicher Mann - ein ehrliches Weib ohnehin nicht - freiwillig begab, zurückgezogen. Und zu allem Überfluss dräute ein kupferfarbener Vollmond riesengroß am dunstigen Abendhimmel.
Etwas raschelte im Gebüsch. Halb erwartete Konrad, einem Werwolf gegenüber zu stehen. Aber es war nur ein Kaninchen. Konrad atmete auf. „Ich bin wahrlich ein tapferer Ritter, dass ich mich vor einem Kaninchen fürchte”, murmelte er. Aber wer weiß, vielleicht gab es auch Werkaninchen?
Da - wieder dieses unheimliche Rauschen, das ihn geweckt hatte! Gänsehaut kroch über Konrads Körper. Immerhin waren die Mückenstiche abgeschwollen und juckten nicht mehr so arg, bemerkte der Knappe beiläufig.
Seine schwitzende Hand tastete nach dem Griff des Messers.

Zwischen den bereits herbstlich gefärbten Kronen der Erlen hing etwa, was er beim flüchtigen Hinsehen wohl für Nebelschwaden gehalten hätte. Allerdings leuchteten diese Schwaden aus sich selbst heraus, in einem sanften, weißen Licht. Konrad nahm seine Hand vom Messer und nestelte statt dessen das silberne Kruzifix hervor, das an einer Kette um seinen Hals hing.
Er versuchte energisch zu klingen, als er ausrief: „Im Namen des Vater, des Sohns, des heiligen Geistes - weiche hinweg, Dämon!” Allein, es gelang ihm nicht ganz, das Klappern seiner Zähne zu übertönen. Seine Magengrube fühlte sich an, als ob er beim Faustkampf dortselbst einen Treffer erhalten hätte, ihm war speiübel, kalter Schweiß perlte auf seiner Stirn, und die Knie drohten ihm zu versagen.
„Fürchte dich nicht, edler Jüngling, ich bin kein höllischer Dämon. Wie kommt Ihr nur auf die närrische Idee, Dämonen könnten den Anblick eines albernen Kreuzes nicht ertragen? Na, ja, das liegt bestimmt an diesen Missionaren, die neuerdings hier überall ihren Unsinn verbreiten. Und damit Ihr es wisst: den Namen Jesu kann ich auch aussprechen.”
Der Knappe nahm allen seinen Mut zusammen, dennoch dauerte es eine ganze Weile, eher er dem Gespenst wispernd antwortete: „Was bist du dann? Was willst du von mir?”
Die wohlklingende Stimme der Erscheinung - sie glich der einer Frau - erklärte: „Ich bin der Geist Thorhilds. Einst war ich ein junges Mädchen, das sich aus Kummer über eine unglückliche Liebschaft in diesem Fluss ertränkte. Die Flussdisen waren ziemlich wütend darüber, dass ich mein junges Leben weggeworfen hatte. Solange bis ich einem lebenden Menschen in Liebesdingen geholfen habe, muss ich hier spuken. Wenn ich das schaffe, dann geben mir die Disen das Leben zurück.”
Thorhild – was für ein merkwürdiger Name? Disen waren, wenn sich Konrad recht an seine Lektionen erinnerte, bei den alten Heiden dieses Landstriches so etwas Ähnliches wie die Nymphen bei den Römern, als die noch Heiden waren. Er verstand nicht, wie, bei allen Heiligen, man ernsthaft an so etwas Albernes wie Disen, Nymphen, Göttinnen und Götter glauben konnte. Dann besann er sich, dass das Gespenst von Missionaren geredet hätte, die neuerdings ihren Unsinn verbreiten würden. Dieses Land war schon seit mehr als 300 Jahren christlich. Thorhild spukte wahrscheinlich schon so lange hier am Fluss.
300 Jahre spuken und dann wieder leben dürfen, waren allerdings eine recht milde Form der Verdammnis. Als Christin hätte sie Jahrhunderte im Fegefeuer zu rösten müssen, wenn nicht gar die ewige Verdammnis auf ihr gelegen hätte. Er biss sich auf die Zunge, als ihm der sündige Gedanke: 'Das ist aber ungerecht' in den Sinn kam. Gott war immer gerecht, immer gnädig und immer liebevoll, und wenn Seine Entscheidungen ungerecht erschienen, dann hatte die sündigen Menschen nur nicht verstanden, was wirklich gut für sie war.
„Liebe ... Thorhild”, begann er zögernd, „wenn du hier im einsamen Sumpfwald spuken musst, wie kannst du dann lebenden Menschen in Liebesdingen helfen?”
Das Gespenst Thorhild seufzte: „Ja, unbekannten Jüngling, darin liegt die Schwierigkeit. Es kommen so selten Menschen in diesen Wald und noch seltener sind unter ihnen solche mit Liebeskummer.”
Dem jungen Edlen fiel ein, dass er sich noch gar nicht mit Namen vorgestellte hatte. Hastig holte der Knappe das Versäumte nach: „Ich bin der Junker Konrad von Munsingen, edles Fräulein.” Es erschien ihm seltsam, eine Nebelschwade mit „edles Fräulein” anzureden, aber niemand hatte ihn bisher in der korrekten Anrede für Gespenster unterwiesen.
„Ich spürte die Gegenwart eines Jünglings, der in Liebesdingen in größeren Schwierigkeiten ist, als er sich selber eingestehen mag. Deshalb erschien ich dir. Ich frage dich, Konrad, was dir Kummer bereitet?”
„Nun, liebe Thorhild, ich lebe nun schon seit gut zwei Wochen in diesem entlegenen Flecken Erde und meine Probe ist erst in zwei weiteren Wochen zu ende. Deshalb fühle ich mich arg einsam.”
„Eine Probe! Ich dachte schon, du hättest dich wegen so einer Bußübung, wie sie Christen angeblich machen, in diese Einöde zurückgezogen. Mutproben kenne ich. Was tun Männer nicht alles törichtes, nur um ihresgleichen zu zeigen, dass sie richtige Männer sind. Ich spüre deine Einsamkeit, aber nicht sie ist es, die mich herbeilockte. Dein Kummer geht tiefer. Sprich aus, damit ich dir helfen kann!”
Der junge Mann überlegte, dann errötete er sanft: „Nun, ja, äh, liebes Gespenst, ja, äh, Thorhild, mein ich, ja ... da wäre etwas”, stammelte er, dieses Mal nicht aus Furchtsamkeit. Dann fasste er sich ein Herz: „Nun, ich begehre das schöne Fräulein Friederun.” Er stutzte: „Das ist aber keine edle gottgefällige Minne, sondern schlichte Wollust. Eine Todsünde.”
Das Gespenst lachte leise: „Seit wann ist es eine Sünde, körperliche Lust zu verspüren? – Ah, ja, ich verstehe, seitdem die Missionare hier aufgetaucht sind. Jede ehrliche, nicht selbstsüchtige Liebe zwischen zwei Menschenkindern, die beiderseits freiwillig ist, und beiden Freude bereitet, ist gute, den Göttern gefällige Liebe. Das kann sich doch nicht geändert haben. Wenn du alberner Junge so etwas Wollust und eine Todsünde nennst, dann doch nur weil es dir ein seinen Leib verabscheuender Christenpriester, der, was das betrifft, auch ein Eunuch sein könnte, es dir so beigebracht hat.”
„Gott ist Liebe, Gott ist Gnade, und Götter gibt es nicht.”
„Da bin ich anderen Ansicht, lieber Konrad. Abgesehen davon, was ist das für ein erbärmlicher Gott, der euch verbietet, dass ihr die Freuden seiner Schöpfung genießt? Warum haben Menschen die Gabe, das ganze Jahr über Beischlaf zu üben, und nicht nur zu bestimmten Brunftzeiten, wie beim Vieh?”
Der junge Konrad überlegte im Stillen, ob Thorhild nicht doch ein Dämon sei, der ihn in Versuchung führen wollte. Jedenfalls war sie eindeutig ein heidnisches Gespenst, das die Gnade Gottes und die Mächte der Versuchung nicht verstehen wollte. Andererseits hatte er nicht den geringsten Respekt vor Pater Neidhard, einem niemals lächelnden, düsteren, fanatischen Mann. Er fürchtete ihn, aber respektieren tat er den grauen, vertrockneten Geistlichen nicht. Da ihm der Gedanke heimliche Freude bereitete, dass es Pater Neidhard und seinesgleichen ärgern würde, wenn sie es erführen, sagte er lächelnd: „Da magst du magst recht haben, gnädiges Fräulein.”
„Nenn mich bitte Thorhild, Konrad. Du begehrst also die schöne Friederun, und du traust dich nicht, ihr das zu gestehen?”
Konrad nickte heftig.
„Du denkst Tag und Nacht nur an sie, ihr anmutiger Körper geht dir nicht aus dem Sinn?”
Konrad nickte abermals.
„Da wäre - noch etwas. Meine Freunde, meine Kameraden ... nun, wenn wir jungen Männer so unter uns, sind ... da geben einige immer damit an, wie sie mit Frauen und Mädchen ...” Der Knappe errötete heftig, während ihm viele deftige bis unflätige Bezeichnungen für das, was seine Spießgesellen mit Frauen nach ihren Angeben getrieben hätten, durch den Kopf gingen. Keines wagte er in der Nähe eines weiblichen Wesens, selbst, wenn es keinen fleischlichen Körper hatte, auch nur zu wispern. „Also, wie sie ihren Freundinnen und Gespielinnen ... beiwohnten. Leider stehe ich bei diesen Gesprächen immer abseits, denn - ich habe noch nie mit einer Frau ... geschlafen.”
Das Gespenst lachte fröhlich. „Deine Kumpel ziehen dich also damit auf, dass du noch nie eine Frau gevögelt hast?”
Konrad wurde rot wie eine reife Johannisbeere und flüsterte verlegen: „Ja.”
„Ich glaube, dir kann ich helfen. Wenn ich materielle Gestalt angenommen habe.”
„Den richtigen, fleischlichen Körper, wie der, den du einst bewohnt hattest?”
„Nicht ganz. Der Leib wird zwar lebendig und von Fleisch und Blut sein - allerdings nicht meine frühere Gestalt haben. Aber er kann sich nur vermittels deiner Gedanken materialisieren. Er wird genau die Gestalt annehmen, die du dir vorstellst.”
Welch ein Geschenk! Der Knappe wollte immer schon mal einer Frau näherkommen, aber die Hofetikette, seine nicht unbeträchtliche Schüchternheit, seine gestrenge Erziehung und die übertriebenen Aufschneidereien seiner Kameraden hatten ihm jeden diesbezüglichen Mut geraubt.
Also hockte er sich auf den mit Laub bedeckten Boden, schloss die Augen und stellte sich die liebliche Friederun vor - so deutlich, wie er es vermochte.Dove Elbe (Seitenarm der Elbe)

Er schlug die Augen auf. Da stand sie vor ihm, wunderschön, atmend, lächelnd: eine Frau, die der schönen Friederun fast glich, aber viel vollkommener wirkte. Sie hatte engelsgleiches, langes blondes Haar, ungebunden, wie es einer unverheirateten Frau geziemte. Ihr hübsches, feingeschnittenen Gesicht hatte einen hellen, reinen, jedoch frischen Teint, sie war nicht so bleich wie die echte Friederun, und auch das Blau ihrer Augen und das rot ihrer Lippen war kräftiger als bei dem edlen Fräulein. Nun schritt sie auf ihn zu. Ihr schlanker, dabei kräftiger und ungemein fraulich geformter Körper spielte unter dem edlen Kleid aus dünner Seide.
„Nun”, sprach sie mit sie mit Thorhilds Stimme, die nun aber voller und sinnlicher klang, „wie gefalle ich dir?”
„Großartig, Thorhild! Ich denke der Gnade des Herrn, das ich dieses Wunder erleben durfte.
„Und ich danke dir und den Disen, und der großen Freyja, dass ich wieder einen Körper spüren darf. Willst du nicht näher kommen?”
Anstelle einer Antwort zog er ihrer schlanken, warmen, nach edlen Parfüms und nach Frau duftenden Leib an sich heran und küsste sie - seine frühere Schüchternheit lügen strafend - leidenschaftlich auf den Mund.

Aus dem (vielen) übriggebliebenen Wildbret und einigen Waldfrüchten bereitet er ein einfaches Mahl, dem die gestaltgewonnene Thorhild mit unerwarteten Appetit zusprach. „Schließlich habe ich seit Jahrhunderten nichts mehr gegessen”, meinte sie mädchenhaft lachend. Ihre Fröhlichkeit steckte an, wie weggeblasen waren Schwermut und Einsamkeit. Sie erwies sich als anregende, geistreiche und welterfahrene Gesprächspartnerin - sie verband die ungekünstelte Art des einfachen Mädchens Thorhild mit der Bildung der edlen Friederun.
Schließlich sagte er, er sein müde geworden, es sei Zeit, zu Ruhe zu gehen. „Leider kann keine seidenen Betten bieten, liebe Thorhild, nur ein Lager aus geschichtetem Laub.”
„Es wird zur Ruhe wohl reichen,” entgegnete sie. Täuschte er sich, oder huschte da bittere Enttäuschung über ihre hübschen Züge?
Er zog seine Stiefel aus, bereitete die Decke aus - wird sie für zwei Menschen wohl ausreichen? Dann fuhr er fort, sich zu entkleiden. Zu seiner Verwunderung tat es ihm Thorhild nicht nach. Sie zog sich noch nicht einmal die zierlichen Tanzschuhe von den Füssen.
Sie legte sich vollständig bekleidet zu Ruhe. Wieso das? Hatte sie ihm nicht - gewissermaßen versprochen, ihn in die Geheimnisse der körperliches Liebe einzuweihen?
„Warum enttäuscht du mich so?” fragte der junge Edelmann.
Sie weinte bitterlich. „Es ist nicht meine Schuld, Narr! Ich wusste es bis eben auch nicht, bis ich versuchte, mich von diesen unbequemen Dingern”, sie deutete auf die eleganten Tanzschuhe, „zu befreien. Es ging nicht. Du grüner Jüngling hast einen furchtbaren Fehler gemacht, und ich törichtes Gespenst habe ihn nicht bemerkt. Konrad, berühre mich, taste mich ab, überall, bitte!”
Verwundert tat er wie ihm geheißen. Ihre Schuhe schienen mit ihren Füssen verwachsen zu sein, ihr feines Gewand wuchs aus ihrer Haut, wie die Federn eines Vogels oder das Fell eines Bären. Selbst ihr Stirnreif, ihre Fingerringe, die Kette um ihren Hals - alles wuchs aus ihrer Körper heraus.
Sie wischte ihre Tränen aus den nicht geschminkten, aber dauerhaft wie geschminkt gefärbten Gesicht. „So sehr ich es möchte, ich kann die nicht in die Künste Freyjas einweisen. Du warst noch viel grüner und schüchterner, als ich es mir vorstellen konnte.” Nun lachte sie wieder, aber ihr Lachen klang bitter.
„Narr, du hast einen kleinen Fehler gemacht. Konrad, du hättest dir mich nackt vorstellen sollen!”


MartinM
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