Neues Leben für Geschenkpapier

Bald kommt wieder die Zeit, in der wir viele Geschenke verpacken und natürlich auspacken, zu Weihnachten oder auch Yule. Ein unschöner Nebeneffekt dieser Tradition des Schenkens sind die Berge an altem Geschenkpapier, die sich hierbei anstauen. Als naturbewusste Heiden, stellen wir uns da natürlich die Frage ob es nicht auch möglich ist, Geschenkpapier zu verwenden und wieder zu verwerten, damit die schöne Pracht nicht schon nach einer Benützung unschön geworden ist.

Eine wunderbare Möglichkeit, die sich hier anbietet, ist das Geschenkpapier für Scrapbooking zu benutzen. Ich denke, fast jeder der sich mit Magie beschäftigt nennt ein Buch sein eigen, das irgendwelche Verzierungstechniken nutzt, einfach weil die meisten Magiebegeisterten aber auch Heiden eine Neigung zum „arkan“ aussehenden Zauberbuch, Tagebuch, etc. haben, Klischees hin oder her. Was eignet sich da besser, als glänzendes Geschenkpapier, um diese Neigung zu unterstreichen? Außerdem ist es nicht wirklich viel Aufwand, den man hier betreiben muss. Mit ein paar kunstvollen Scherenschnitten und vielleicht noch ein paar Tupfern Farbe ist es meistens schon getan und die Kreativität kann sich entfalten. Aber auch Mosaike, mehrfarbige Symbole und co. lassen sich wunderbar aus Geschenkpapier, aber auch aus Bändern und Schleifen herstellen. Dem Klebewahn sind hier keine Grenzen gesetzt, mit ein paar Handgriffen kann man nicht nur Buchseiten verschönern, sondern auch schöne Lesezeichen basteln oder Bucheinbände.

Auch wenn am Geschenkpapier Engel und Weihnachtsbäume sind, durch die verschiedenen Druckmethoden und Tinten kann man oft sehr schöne Effekte erzielen, wenn man einfach kurz mit Wasserfarbe drüber pinselt.


Papierperlen

Mit nur wenigen Handgriffen und Material kann man aus kleinen Stücken Geschenkpapier auch hübsche Papierperlen basteln. Wie das geht? Ganz einfach: Man nimmt einen dünnen Streifen Papier, dessen Konturen man mit der Schere gerade schneidet. Diese Streifen kann in der Form eines Dreiecks gehalten sein, oder auch rund, in Wellenform und, und, und. Man kann hier sehr experimentierfreudig sein und sich überraschen lassen, welche Formen man schlussendlich heraus bekommt.

Die Papierstreifen wickelt man dann, wie auf dem Foto gezeigt wird, auf einen Zahnstocher. Wer größere Perlen machen möchte, kann dazu auch einen Grillspieß, eine Stricknadel und ähnliches verwenden. Einfach das Papier aufrollen und das Ende mit Klebstoff fixieren. Fertig ist die Perle und die kann man zum Weiterbasteln benutzen. Etwa für Fensterschmuck, Mobiles und anderes, oder wiederum für Geschenke.

Wer die Perlen gerne etwas stabiler machen möchte, sollte diese mit Lack besprühen. Dazu muss man gar nicht zu tief in die Technikkiste greifen, normaler Nagellack tut´s auch und schafft in farbigen Variationen mit Glitzersteinchen und co. noch ein hübsches Extra zur Perle. Vielleicht ist das auch gleich ne gute Methode, um Nagellackreste zu verwerten?



Faltschachteln

Mit Geschenkpapier kann man viele interessante Dinge machen, dazu zählen auch selbstgefaltete Schachteln. Da es sich bei der Schachtelfalttechnik um eine Origamitechnik handelt, braucht man dazu auch gar keinen Klebstoff, nur einen Bogen Papier und eine Schere.

Man braucht zu Beginn ein Stück Papier, das genau quadratisch ist. Dieses faltet man zuerst zweimal diagonal. Die eingefalteten Ecken werden dann nochmal umgefaltet, und zwar so:


Das macht man bei beiden Seiten, so dass die Faltstellen Quadrate bilden. An zwei gegenüberliegenden Ecken wird nun mit der Schere ein 2 Quadrate tiefer Einschnitt vorgenommen. Man erhält somit zwei Laschen gegenüber und dazwischen je ein großes Dreieck:


Die beiden Dreiecke werden wieder umgefaltet, wie zu Beginn, und zu Seitenwänden aufgebogen:


Die beiden Laschen werden auch eingefaltet und über die Seitenwände gestülpt.


Bei dünnem Papier ist es auch möglich die Laschen nochmals unter die Seitenwand zu klemmen, damit ist die Schachtel besser fixiert. bei dickem Papier reicht es aus, die Lasche darüber zu falten und gut anzudrücken, oder mit dem Fingernagel anzuritzen. Und fertig ist die Schachtel:


Oder zumindest der Deckel. Für einen Boden, der etwas kleiner sein soll, verwendet man ein quadratisches Stück Papier, das rundherum etwa 5 mm kleiner ist als das Papier vom Deckel. Probiert es doch gleich mal aus! (Die Schachteln eignen sich super für Weihnachtskekse.)


Shina Edea
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