Vogelfutterbastelein

Im kalten Winter tun sich viele Tiere schwer Futter zu finden, woran die wachsende Urbanisierung einer der Hauptschuldigen ist.

Als naturverbundene Heiden und nachdenkliche Erdbewohner können wir hier mit ein bisschen Bastelei mithelfen, den Vögeln etwas Gutes zu tun und ihnen ein bisschen Lebensraum zurück zu geben. Zwar kann auch eine Vogelfütterung im Winter keine Vogelart vor dem Aussterben retten, allerdings kann sie etwas anderes – Bewusstein erzeugen. Ein Bewusstsein darüber, dass es Tieren nicht immer leicht fällt in den Umfeldern zu leben, das wir Menschen als bequem erachten.


Futterknödel selbstgemacht

Ein paar kleine Handgriffe reichen aus, um ein bisschen Fett und Körner in eine tolle Vogelfutterstation zu verwandeln.  Dazu braucht man nur eine gute Mischung an Körnern (Nüsse, Haferflocken, Rosinen, Sonnenblumenkerne….), etwas Pflanzenfett, eine Schnur zum Aufhängen und eine Form, wie beispielsweise einen Joghurtbecher. Einfach die Kerne in die Form füllen, den Haken darauf positionieren und das geschmolzene Fett darüber gießen. Dann einige Minuten ins Tiefkühlfach stellen und schon ist das Fett hart und der Futterknödel kann draußen aufgehängt werden.
Das nachfolgende Schauspiel ist schön zu beobachten und zwar für alle Altersklassen. Und es zeigt, wie wenig notwendig ist, um etwas an die Natur zurückzugeben. Natürlich kann man auch gekauftes Futter, Meisenknödel und Futterhäuschen verwenden. Eine große Vielfalt ist niemals schlecht, um verschiedene Vogelarten zu erreichen.


Zu beachten ist...

Hier noch einige Tipps, die man beherzigen sollte, wenn man Vögel füttert, um sie nicht zu sehr daran zu gewöhnen. Vögel müssen selbstständig bleiben, und sich auch selbst ernähren können – dürfen also die Futtersuche nicht dadurch verlernen, dass wir sie ständig füttern. Auch abrichten sollte man sie durch eine Fütterung nicht – eine gesunde Menschenscheu ist für Tiere nicht nachteilig, denn nicht alle Menschen wollen ihnen Futter anbieten. Das gilt besonders für Wildtiere. Wildtiere sollte man nicht füttern, auch nicht im Winter, da sie dadurch die natürliche Scheu vor dem Menschen abbauen, die aber oftmals notwendig für ihr Überleben ist. Genauere Infos darüber, welche Tiere man füttern darf und welche nicht, holt ihr euch am besten im Forstamt.


Wann wird Vogelfutter aufgehängt?

Am besten tut man dies, wenn eine Schneedecke liegt und die Vögel so nicht im Boden graben können. Die Futterknödel sollten auf keinen fall Essensreste enthalten – keine gesalzenen Speisen und kein reines Fett, also keine Butter, keine Speckschwarten, etc. Auch das Anbieten von Wasser für die Vögel ist nicht notwendig, da sie mit dem Schnee genug Wasser aufnehmen.

Damit die Knödel nicht vereisen oder einfrieren, sollte man bei sehr kalten Temperaturen ein Vogelhäuschen aufstellen und dort das Futter einstellen. In einem solchen Falle muss aber genau darauf geachtet werden, dass das Vogelhaus sauber bleibt – Kot muss man sofort entfernen, damit sich keine Krankheiten ausbreiten. Ebenfalls sollte man darauf achten, dass ein Vogelhaus immer nahe einer Hecke steht, in der sich die Vögel verstecken können, sollte die Nachbarskatze es aufs Vogelhaus abgesehen haben.


Ende der Futterzeit

Die Vögel werden also während der Wintermonate gefüttert. Vor Beginn der Brutzeit im Frühling  sollte man aber damit aufhören, damit die Vögel wieder auf die Wurmsuche gehen, denn die Würmer sind wichtige Nahrungsmittel für die Brut und sollten nicht weggelassen werden, nur weil die Vögel sich zu sehr ans Gefüttert werden gewöhnt haben.


Naturgarten

Natürlich kann man auch durch eine natürliche Haltung des Gartens ein kleines Vogelparadies schaffen.
So freuen sich viele Vögel beispielsweise über Beerensträucher – besonders dann, wenn man dort einige Beeren an der Staude lässt. Diese halten sich bis in den Winter und bieten leichtes Futter. Dazu gehören auch die Beeren von Eberesche (oder wie der Name schon sagt: Vogelbeere), Weißdorn, Schlehe und Liguster. Auch Sonnenblumen und Disteln sind im Spätherbst ein willkommenes Futter, lässt man sie stehen.

Wer im Winter die Beete mit einer Laubschicht bedeckt, schafft nicht nur einen Winterschutz für Pflanzen. Igel überwintern darin beispielsweise sehr gerne und auch für Vögel bietet der Laubhaufen eine Futterquelle, da darin auch Würmen und Insekten einen Schutz für den Winter suchen. Ähnliches leistet der gute alte Kompost, der im Frühling außerdem gleich als Dünger benutzt werden kann.

 


Shina Edea
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